Das schönste Fußballerlebnis hat man als Zuschauender im Stadion, da sind sich die meisten Fans einig. Aus unterschiedlichen Gründen kann man aber nicht immer vor Ort sein: Das Stadion ist ausverkauft, Fans wohnen mehrere Stunden entfernt oder die Arbeit macht dem Besuch einen Strich durch die Rechnung.
In den letzten Jahrzehnten haben die Live-Übertragungen der Spiele somit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Für Fans war dies zunächst ein übersichtlicher Markt, die Rechte an den Bundesliga-Spielen lagen lange Zeit bei Premiere, kurzzeitig bei Arena und dann schließlich bei Sky.
Der Bezahlsender hat seine Monopolstellung beim deutschen Oberhaus aber längst eingebüßt. Zunächst drängte "Eurosport" auf den nationalen Markt, mittlerweile hat sich Dazn als zweiter großer Player etabliert.
Für Fans kann es mitunter eine komplizierte Angelegenheit sein, den richtigen Sender fürs jeweilige Spiel zu finden. Freitags und sonntags überträgt Dazn die Bundesliga-Partien, am Samstag ist Sky dafür zuständig. Bei Englischen Wochen sieht es nochmal anders aus, einzelne Highlight-Spiele laufen zudem im Free-TV.
Dass Zuschauende regelmäßig nach dem übertragenden Sender suchen müssen, ist für sie aber nicht das einzige Ärgernis der veränderten Struktur bei den Übertragungen. Denn auch die Preise sorgen regelmäßig für Unmut.
Das gilt auch zu Beginn des Jahres 2024 einmal mehr. Denn Wow, der Streaminganbieter von Sky, hat seine Nutzer:innen am Donnerstag überraschend über eine Erhöhung der Kosten informiert.
Demnach werde das Live-Sport-Abonnement künftig 35,99 Euro kosten. Das Abo wird also um sechs Euro teurer, das entspricht einem Preisanstieg von 20 Prozent.
Die Erhöhung gelte ab dem 15. Februar 2024, Bestandskunden zahlen allerdings erst nach dem Ende der aktuell vereinbarten Vertragslaufzeit und könnten ihren Kontrakt dann auch beenden, wenn sie den neuen Preis nicht zahlen wollen.
Bei der Userschaft sorgt die Veränderung für großen Unmut – zumal die Inhalte nicht mitwachsen. "Ihr verliert die Handball Rechte an DYN, Teile der Formel 1 an RTL und wollt dann den Preis für das WOW Sportangebot um ZWEIUNDSIEBZIG Euro im Jahr erhöhen???", schreibt ein User auf X.
Ein anderer kündigt an, sein Nutzungsverhalten aufgrund der aktuellen Entwicklungen zu verändern: "Die Streaming-Dienste bzw. Sportrechte-Inhaber haben es geschafft, ich habe kaum noch Lust mich mit Sport zu befassen. Alles wird extrem teuer, dazu zerstückelte Rechte/Inhalte, dieses Jahr werde ich mich nun auf andere Sachen fokussieren."
Die erneute Erhöhung des Wow-Preises reiht sich in eine ganze Liste an Aktualisierungen der Kosten ein, die für Fans in Summe als unangenehm bezeichnet werden müssen. So lockte Sky-Konkurrent Dazn lange Zeit mit einem monatlichen Preis von zehn Euro, erhöhte diesen im Laufe der Jahre aber sukzessive und ist mittlerweile bei 44,99 Euro angekommen.