Nach zwei Jahren beim FC Chelsea ist Timo Werner wieder zu RB Leipzig gewechselt.
Nach zwei Jahren beim FC Chelsea ist Timo Werner wieder zu RB Leipzig gewechselt. Bild: IMAGO / Picture Point LE

RB-Star Timo Werner blickt kritisch auf Chelsea-Zeit: "Das hindert dich"

20.08.2022, 13:39

Timo Werner feiert seine Rückkehr zum RB Leipzig. Obwohl der 26-Jährige dem FC Chelsea noch bis 2025 verpflichtet war, verließ er den britischen Verein verfrüht, um erneut für den Klub unter Domenico Tedesco zu kicken.

Im Interview mit "Sport Bild" blickte der Stürmer zurück auf seine Zeit beim FC Chelsea und erklärte, wie es zu dem Transfer zurück zu seiner alten Mannschaft kam.

Timo Werner hat beim FC Chelsea "zu wenig gespielt"

Der Wechsel nach London vor zwei Jahren schien zunächst erfolgversprechend – doch wegen verpasster Torchancen, einer Corona-Erkrankung und anderen Verletzungen musste Werner einige Rückschläge hinnehmen. "Ich habe in der vergangenen Saison zu wenig gespielt. Und ich hatte das Gefühl (...), dass ich die zweite Saison in Folge bei Chelsea zum Saisonstart nicht zur Startelf gehören würde", erzählte er im Interview.

Doch mit Blick auf die anstehende WM wollte Werner die Teilnahme am Turnier nicht riskieren. Für ihn war klar: "Ich bin 26, ich will spielen! Ich möchte wieder jede Woche auf dem Platz stehen." Und das tut er nun auch: Gleich bei seinem Debüt-Spiel gegen den 1. FC Köln traf der Stürmer.

Timo Werner feiert seine Rückkehr zum RB Leipzig.
Timo Werner feiert seine Rückkehr zum RB Leipzig.Bild: www.imago-images.de / imago images

Weniger Druck beim RB Leipzig

Obwohl sich der 26-Jährige über das Tor freut, ist er sich darüber bewusst, dass es völlig normal ist, auch mal durchzuhängen. Bei RB Leipzig blickt er solchen Tiefphasen nun deutlich gelassener entgegen. "Bei Chelsea hatten meine Fehlschüsse ein anderes Gewicht: Wir waren auf einem Level, wo es hieß, dass wir Meister werden müssen", erinnerte er sich im Interview – "und mit einigen Fehlschüssen war die Meisterschaft sofort wieder weiter weg. Damit klarzukommen, hat mir anfangs größere Probleme bereitet".

Auch die Einführung eines Video Assistant Referee machte Werner zu schaffen: Dank der neuen Schiedsrichter-Technologien wurden dem 26-Jährigen im Nachhinein 15 Tore aberkannt, von denen er geglaubt hatte, dass sie Treffer seien. "Ich habe mich auf der Insel 15 Mal gefreut, 15 Mal wurde mir diese Freude wieder genommen. Das hat mich ein bisschen ins Grübeln gebracht."

Doch während seiner Zeit beim FC Chelsea stellte Werner fest: "Dieses Denken: 'Was ist jetzt?', das hindert dich als Torjäger." Deshalb hörte er auf, ausführliche Gedanken an Situationen, Außenstehende und Mitspieler zu verschwenden. Stattdessen konzentrierte er sich auf sich selbst. "Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich denke: Die Tore kommen nur dann, wenn man nicht versessen darüber nachdenkt", ergänzte er.

Wechsel zur RB-Startelf

Der Transfer zurück zu RB Leipzig stand für den 26-Jährigen nicht von Anfang an fest – auch andere Klubs, darunter Manchester United, Juventus Turin und Newcastle, hatten Interesse an dem Torjäger bekundet. "Sich nur auf die Option Leipzig zu versteifen, zu denken: 'Ich will nur dort hin' – das wäre falsch gewesen", erklärte Werner. "Mit 26 muss man darüber nachdenken: Was steht auf der Pro-, was auf der Contra-Seite?" Für ihn standen bei RB Leipzig am Ende offensichtlich mehr Pluspunkte als bei den anderen Mitstreitern.

(fw)

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