Die Nationalspieler David Raum, Leon Goretzka und Leroy Sane (v.l.) leisten ihren Mitspielern Jonathan Tah und Antonio Rüdiger moralische Unterstützung.
Die Nationalspieler David Raum, Leon Goretzka und Leroy Sane (v.l.) leisten ihren Mitspielern Jonathan Tah und Antonio Rüdiger moralische Unterstützung.Bild: GES-Sportfoto / Markus Gilliar

DFB-Star bringt sich bei Borussia Dortmund ins Gespräch

30.05.2022, 07:44

Dass der BVB dieses Jahr erneut nur Zweiter werden würde, stand schon lange vor Saisonende fest. Und so verlieren die Dortmunder Bosse um Hans-Joachim Watzke keine Zeit bei der Planung für die kommende Spielzeit.

Nur zwei Wochen nach dem 34. Spieltag hat der BVB bereits mit Edin Terzic einen neuen Trainer gefunden, mit den Innenverteidigern Nico Schlotterbeck und Niklas Süle sowie dem Angreifer Karim Adeyemi wurden schon drei deutsche Nationalspieler verpflichtet. Zudem hat der BVB sich die Dienste des Kölner Mittelfeld-Motors Salih Özcan gesichert.

Guerreiro zu Barcelona? Hoffenheimer Youngster weckt Begehrlichkeiten

Nun will man anscheinend auch die linke Abwehrseite upgraden: Weder mit Nico Schulz, noch dem offensiveren Raphaël Guerreiro, ist man wohl zu 100 Prozent zufrieden, beide könnten den Verein im Sommer verlassen. Der spanischen "Mundo Deportivo" zufolge soll Guerreiro als einer von mehreren Spielern zuletzt dem FC Barcelona angeboten worden sein.

Die Suche nach mehr defensiver Stabilität auf der linken Außenbahn führt den BVB wohl nach Hoffenheim: Die Dortmunder sollen ein Auge auf den 24-jährigen David Raum geworfen. In seiner Premieren-Saison in der Bundesliga war er in 32 Spielen gesetzt, konnte sogar drei Tore und 13 Vorlagen besteuern. Das ging auch an Bundestrainer Hansi Flick nicht vorbei, im WM-Quali-Spiel gegen Armenien durfte Raum letztes Jahr sein Debüt im DFB-Dress feiern.

David Raum (M.) wird in der 83. Minute gegen Armenien von Bundestrainer Hansi Flick (r.) eingewechselt.
David Raum (M.) wird in der 83. Minute gegen Armenien von Bundestrainer Hansi Flick (r.) eingewechselt. Bild: SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON

Raum: "Weiterhin ein Traum von mir"

Derzeit befindet sich Raum mit der Nationalmannschaft im Trainingslager in Marbella, wo sie sich auf das Nations League-Spiel gegen Italien (4. Juni) vorbereiten. Auf das Interesse des BVB angesprochen, gestand der gebürtige Nürnberger: "Natürlich macht man sich Gedanken. Ich bin auch ehrlich, ich hätte natürlich gerne international gespielt mit Hoffenheim. Das hat leider nicht geklappt. Das ist weiterhin ein Traum bei mir."

Allerdings hat Raum seinen Vertrag bei der TSG erst im Januar bis 2026 verlängert, eine Ausstiegsklausel soll es wohl nicht geben. Dementsprechend stellt sich der 24-Jährige auf eine weitere Spielzeit in Hoffenheim ein. Auf Andre Breitenreiter, der ab Juli die Nachfolge von Sebastian Hoeneß antritt, freut sich Raum schon, weil er "den Offensivfußball unterstützt, den ich spiele."

"Davids Entwicklung ist atemberaubend und bleibt natürlich auch anderen Klubs nicht verborgen", sagte TSG-Manager Alexander Rosen vor einem Monat im "Kicker"-Interview.

"Aber natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass wir bei dieser Spielerkategorie in Zukunft immer wieder mit diesem Thema konfrontiert werden." Der "Kicker" wies darauf hin, dass Hoffenheim grundsätzlich auf Transferlöse angewiesen sei, die Pandemie habe noch zusätzliche Umsätze gekostet. Laut transfermarkt.de hat Raum derzeit einen Marktwert von rund 17 Millionen Euro.

(kpk)

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BVB-Star will weg – aber es gibt ein Problem

Viele Fußballprofis träumen von einer Karriere in der englischen Premier League. Als im Februar der Lockruf von Manchester United kam – einschließlich "unmoralischem Kohle-Angebot" ("Bild") mit angeblichem Jahresgehalt von 15 Millionen Euro – konnte auch BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji offenbar nicht widerstehen: Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung in Dortmund wurden umgehend beendet, der 26-Jährige wollte nur noch auf die Insel.

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