Wayne Rooney ist aktuell Spieler-Trainer bei Derby County.
Wayne Rooney ist aktuell Spieler-Trainer bei Derby County. Bild: imago images / PRiME Media Images

Wayne Rooney: Debatte über Gehaltsverzicht "eine Schande"

05.04.2020, 14:40

In der englischen Premier League ist ein möglicher Verzicht der Fußballprofis auf einen Teil ihres Gehalts umstritten. In Zeiten der Corona-Krise sehen viele die gutbezahlten Spitzensportler in der Pflicht. Doch es gibt auch andere Stimmen.

Wayne Rooney fragt: "Warum sind Fußballer plötzlich die Sündenböcke?"

Für Topstar Wayne Rooney ist die zunehmend hitzige Debatte über einen möglichen Gehaltsverzicht der Fußball-Profis in der englischen Premier League "eine Schande". "Warum sind Fußballer plötzlich die Sündenböcke?", schrieb der Rekordtorschütze der englischen Nationalmannschaft in seiner Kolumne in der "Sunday Times".

Zuvor hatte die Premier League mitgeteilt, dass sich die 20 Klubs darauf geeinigt hätten, angesichts der Coronakrise von ihren Spielern Kürzungen und Stundungen des Salärs um 30 Prozent für zwölf Monate zu fordern. Die Spielergewerkschaft (PFA) gibt sich aber weiter hart und verweist darauf, dass dem Staat dadurch Steuereinnahmen in Höhe von über 200 Millionen Pfund entgingen.

Auch in der Premier League rollt zur Zeit kein Ball.
Auch in der Premier League rollt zur Zeit kein Ball.Bild: imago images / PA Images

Die Spieler befinden sich laut Rooney in einer "No-Win-Situation". Die Liga habe den Druck auf seine Kollegen mit der Bekanntgabe der Liga-Einigung unnötig erhöht. Im Falle eines Scheiterns der nun anstehenden Gespräche mit der PFA werde es heißen "Reiche Spieler verweigern Gehaltsverzicht", auch wenn vielleicht aus guten Gründen abgelehnt würde.

Regelung ist zu simpel

Verglichen mit dem, was von den Spielern verlangt werde, sei die Liga-Spende in Höhe von 20 Millionen Pfund für das Gesundheitswesen "ein Tropfen ins Meer", meinte Rooney. Er verstehe, dass die Forderungen nach Verzicht laut würden, es müsse aber "von Fall zu Fall" entschieden werden. Es dürfe nicht sein, dass die Kicker die Rechnung für einbrechende Umsätze bezahlen müssten und von der Regierung, der Liga sowie Teilen der Medien an den Pranger gestellt würden.

(vdv/afp)

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