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Meinung

Natürlich sind die Aussagen von Clemens Tönnies rassistisch!

07.08.2019, 16:4708.08.2019, 12:25

Wie rassistisch muss eine Aussage eigentlich sein, damit man auf Schalke Rassismus erkennt?

Wenn es nach dem Ehrenrat des FC-Schalke geht, ist der Rassismus-Vorwurf gegen Schalke-Boss Clemens Tönnies unbegründet. Jahrzehntelange Rassismusforschung und gängige Rassismusdefinitionen? Hinfällig.

Video: watson/Felix Huesmann

Kurz zur Erinnerung. Der Schalke-Aufsichtsratsvorsitzende hatte kürzlich gesagt, man sollte Kraftwerke in Afrika finanzieren, wenn man etwas gegen den Klimawandel tun wolle.

Zitat:

"Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren."
Was Rassismus (außerhalb des Schalke-Ehrenrats) bedeutet:
Rassismus, sagt der Duden, ist eine Theorie, nach der Menschen oder Bevölkerungsgruppen "mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- beziehungsweise unterlegen sein sollen". Rassisten geht es also stets darum, Menschen anderer Hautfarbe oder Religion durch die Zuordnung vermeintlich typischer Merkmale abzuwerten. Rassismus ist eine spezielle Form der Diskriminierung.

Anders als in der Rassenideologie der Nationalsozialisten zeige sich Rassismus heute seltener "offen und unverhohlen", heißt es bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Aber: "Er erscheint in Gestalt alltäglicher Floskeln und scheinbar plausibler Unterscheidungen". An die Stelle biologischer seien mittlerweile kulturelle Unterscheidungen getreten, erläutert auch die Amadeu Antonio Stiftung.
dpa

Das Menschen- und Weltbild, das Tönnies offenbart, ähnelt dem früherer Kolonialherren: Afrika als einheitlicher, zurückgebliebener Ort, und nicht als ein Kontinent mit mehr als 50 Ländern, und noch viel mehr Bevölkerungsgruppen, Sprachen und Kulturen.

Eine Botschaft bleibt hängen: Afrikaner sind triebgesteuerte Wilde, die nicht anders können, als Kinder zu zeugen, wenn Abends das Licht ausgeht.

Außerhalb des Schalker Ehrenrats gibt es dafür einen treffenden Begriff: Rassismus.

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Im Al-Janoub Stadium haben sich die Mannschaften von Kamerun und Serbien mit 3:3 getrennt. In der 29. Minute gingen die Kameruner mit einem Tor von Jean-Charles Castelletto in Führung. In der Nachspielzeit nach der ersten Halbzeit legte das serbische Team jedoch umso stärker nach. Zuerst schaffte Abwehrspieler Strahinja Pavlović in der ersten Minute der Nachspielzeit das Ausgleichstor.

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