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Kann so ziemlich alles: Chefkoch Serge Gnabry wäre auch ein guter Torwart geworden. Bild: imago images / Team 2

Ter Stegen oder Neuer? Im ersten DFB-Training glänzte ein Stürmer im Tor

Es ist eigentlich nur ein Freundschaftsspiel – doch die Partie gegen Argentinien in Dortmund ist für die deutsche Nationalmannschaft auch schon ein Krisen-Test. Bundestrainer Joachim Löw muss ohne zwölf etablierte Kräfte planen – dafür wurden einige neue Gesichter wie Robin Koch oder Nadiem Amiri nachnominiert. Zudem gibt Löw seinem aufstrebenden und zuletzt gefrusteten Ersatzkeeper eine Chance sich zu beweisen: Marc-André ter Stegen darf gegen den Vizeweltmeister von 2014 im Tor stehen.

Beim Pflicht-Auftritt, dem EM-Qualifikationsspiel gegen Estland, darf dann jedoch wieder Kontrahent Manuel Neuer im Tor stehen. "Für die beiden Spiele habe ich gemeinsam mit Andy Köpke entschieden, dass Marc in Dortmund und Manu in Tallinn spielen wird. Das haben wir auch mit beiden Spielern so besprochen", erklärte Löw am Rande der Nominierung. Die jüngsten Debatten, die ziemlich harsch und öffentlich ausgetragen wurden, seien für Löw kein Problem: "Eigentlich ist nicht viel passiert: Marc hat seine Enttäuschung ein bisschen kundgetan, was nicht völlig unverständlich war. Er hatte von mir die Zusage, er spielt jetzt gegen Argentinien, Manu gegen Estland. Von daher gibt es nicht mehr viel zu bereden."

Im ersten Training der Nationalmannschaft hat sich aber ein dritter Konkurrent um den Platz im deutschen Tor beworben. Zumindest mit einem Augenzwinkern, denn Arsenal Londons Keeper Bernd Leno, der als Nummer Torhüter Nummer drei angereist ist, war es nicht.

Serge Gnabry hält wie ein junger Oli Kahn

Kein Geringerer als Bayern Münchens Vier-Tore-Mann gegen Tottenham zeigte beim Trainingsauftakt der Nationalmannschaft gleich mal, dass Deutschland tatsächlich die wohl beste Torhüter-Nation der Welt ist. Oder habt ihr einen Offensivspieler schon mal so schön Bälle halten sehen, wie es Serge Gnabry tat?

Als Beweis nahmen einige Reporter die Glanzleistungen des 24-Jährigen im Training mit Videos auf:

Heißt es nun "Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte"? Sicherlich nicht. Da Joachim Löw mit Verletzungssorgen in der Offensive zu kämpfen hat und eine erneute Torwart-Debatte nur noch nerven würde, dürfte sich Gnabry wohl nicht mehr ins Tor verirren. Doch, wenn mal alle Keeper ausfallen und ein Feldspieler ins Tor muss, dürfte die Wahl nun feststehen. Das dürfte sogar Uli Hoeneß unterschreiben.

(bn)

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