Clemens Tönnies wurde vor wenigen Monaten wegen rassistischer Äußerungen kritisiert. Seinen Auftritt in einem Video für mehr Toleranz finden die Fans unglaubwürdig.
Clemens Tönnies wurde vor wenigen Monaten wegen rassistischer Äußerungen kritisiert. Seinen Auftritt in einem Video für mehr Toleranz finden die Fans unglaubwürdig.Bild: imago images / ULMER Pressebildagentur

"Leere Worte": Fans kritisieren Tönnies in Schalke-Video für mehr Toleranz

08.02.2020, 16:06

Nach den rassistischen Beleidigungen gegen Jordan Torunarigha vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat Schalke 04 mit einem Video in den sozialen Medien für mehr Toleranz geworben. Dabei kommt auch Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zu Wort, der im August 2019 selbst mit einer rassistischen Äußerung für einen Eklat gesorgt hatte und sein Amt daraufhin für drei Monate ruhen ließ.

Der Titel des Clips lautete "Steht gemeinsam mit uns auf". Schalke-Spieler wie Michael Gregoritsch und Weston McKennie, Sportvorstand Jochen Schneider, Fans und zahlreiche Mitarbeiter des Klubs werben für einen weltoffenen und toleranten FC Schalke 04.

Tönnies taucht sehr kurz und fast verstohlen im letzten Drittel des Videos auf und sagt genau zwei Worte: "für Vielfalt".

Viele Schalke-Fans kritisieren das Video wegen Tönnies' Auftritt

Die Reaktionen in den sozialen Medien fallen sehr gemischt aus. Vor allem auf Twitter herrscht Unmut und viele Fans zweifeln die Aussagen im Video wegen Tönnies' Auftritt an.

Torunarigha erhält viel Unterstützung, nachdem er rassistisch beleidigt wurde

Wieder aufgekommen ist die Rassismus-Debatte um Schalke, weil der im Chemnitz geborene Torunarigha von Schalke-Fans im Achtelfinale des DFB-Pokals am Dienstag gegen Hertha (3:2) rassistisch beleidigt und mit Affenlauten verunglimpft worden war. Der 22-Jährige hat mittlerweile Strafanzeige erstattet, Schalke versucht derzeit, den oder die Täter zu ermitteln. Zudem hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufgenommen.

Torunarigha hat seitdem viel Zuspruch und Unterstützung erhalten, zahlreiche Profis und Funktionäre machten sich für härtere Sanktionen bei rassistischen Vorkommnissen stark. S04-Sportvorstand Schneider nannte die Täter auf Schalke "Vollidioten".

(afp/ak)

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