Son weint nach der Niederlage gegen Schweden bitterly.
Son weint nach der Niederlage gegen Schweden bitterly.
Bild: dpa

Südkoreas Heung-min Son: Achtelfinale – sonst droht der Militärdienst

26.06.2018, 16:3526.06.2018, 16:50
watson sport

Bei der WM in Russland ist Südkoreas Offensivspieler Heung-min Son der Star seines Teams. Nach der Niederlage gegen Schweden weinte er bitterlich. 

Nun könnte es noch bitterer kommen für die Offensivkraft des englischen Premiere-League-Klubs Tottenham Hotspurs. Son, 25, droht in der Heimat der Militärdienst. (Mirror)

Die Regel

Zwei Jahre beträgt der Militärdienst in Südkorea. Bitter für Son: Während er bei seinem Klub Tottenham Hotspur geschätzte 6 Millionen Euro pro Jahr verdient, würde sein Jahresgehalt beim Militär auf 1.200 Euro schrumpfen.

Noch bitterer wäre die Unterbrechung seiner großen Karriere. Son, der im Alter von 16 Jahren zum Hamburger SV wechselte und später auch für Bayer Leverkusen in der Bundesliga spielte, steht bei den Spurs in der Blütezeit seiner Karriere. Son selbst möchte sich daher nur ungern öffentlich zum Thema Wehrdienst äußern.

Wachposten an der Grenze Nordkorea
Wachposten an der Grenze Nordkorea
Bild: NurPhoto

Null Hoffnung? 

Allerdings gibt es in Südkorea Möglichkeiten, um nicht volle zwei Jahre beim Militär ableisten zu müssen: 

  • Olympiasieger sind etwa vom zweijährigen Dienst befreit. 
  • Auch Erstplatzierte bei den Asien-Spielen bleiben die zwei Jahre erspart.

Zudem gibt es Sonderregeln. Die Spieler von Südkoreas Herren-Nationalelf, die bei der WM 2002 überraschend ins Halbfinale stürmte (und dort am DFB-Team um Michael Ballack scheiterte), mussten ebenfalls nicht für die volle Zeit zur Armee. 

Erfolg hilft:

Bei der WM 2002 im eigenen Land ist Südkorea erst im Halbfinale gegen die DFB-Auswahl ausgeschieden. Zum Dank für die Vorschlussrunde wurde der Wehrdienst gestrichen.
Bei der WM 2002 im eigenen Land ist Südkorea erst im Halbfinale gegen die DFB-Auswahl ausgeschieden. Zum Dank für die Vorschlussrunde wurde der Wehrdienst gestrichen.
Bild: AP

Um einen vierwöchigen Grundwehrdienst aber kommt in Südkorea niemand umhin.

Und heißt das jetzt: "Son, Wegtreten!?"

Auch für Heung-min Son gibt es Hoffnung. Selbst im Falle einer Niederlage seines Teams am Mittwoch gegen die DFB-Elf (16 Uhr). Schon im August sind Asien-Meisterschaften. Gewinnt sein Team wäre Son vom Militärdienst befreit. Manchmal ist Fußball eben mehr als ein Spiel.

(pr)

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