Bild: REUTERS/Carl Recine

Griezmann ist der drittbeste Spieler des Turniers? Wir denken nicht...

17.07.2018, 13:01

Frankreich ist Weltmeister geworden und es gibt so einige Fußball-Fans auf der Welt, die damit nicht glücklich sind. Nach unglücklichen Fehlentscheidungen, defensivem Zerstörer-Fußball und nur zwei genialen Aktionen der Franzosen bleibt zumindest ein sehr fader Beigeschmack nach Frankreichs Finalsieg. 

Der Spieler, der das Spiel in der ersten Halbzeit entschied, war Antoine Griezmann. Den Anfangsdrang der Kroaten stoppte er mit einer Schwalbe kurz vor dem Strafraum und beim anschließenden Freistoß mit einem Chip ins Getümmel, der von Mandžukić Kopf im Netz landete. Später versenkte er einen schmeichelhaften Handelfmeter. Griezmann wurde zum Man of the Match gewählt – und irgendwie passt diese Auszeichnung zur Gesamtvorstellung der Franzosen beim ganzen Turnier: Alles auf Defensive, ein wenig unfair, ein wenig Können und eine Eiseskälte bei der Vollstreckung.

Griezmann wurde nach Luka Modrić und Eden Hazard als drittbester Spieler des Turniers gewählt und wir fragen uns: Wie bitte?

Klar, auf dem Statistik-Bogen standen vier Tore und drei Assists neben dem Namen des 27-Jährigen. Ein Top-Wert. Doch woher kamen diese Torbeteiligungen? 3 Tore kamen aus Elfmetern, das Tor gegen Uruguay war ein Flatter-Schuss, bei dem Muslera mies daneben griff. Und die Vorlagen? Alles Flanken aus Standard-Situationen. 

Griezmann bei seiner Hauptbeschäftigung. 
Griezmann bei seiner Hauptbeschäftigung. 
Bild: imago sportfotodienst

Verteidiger von Griezmann würden sagen: Die muss man auch alle erst mal machen und Griezmann hat im defensiven System von Deschamps als Bindeglied im Konter-Spiel solide agiert. Doch ist er damit der drittbeste Spieler des Turniers? Wenn ja, dann wäre das ein Armutszeugnis für den Fußball

Auf der renommierten Fußball-Seite WhoScored hat er einen Wert von 7,51 und ist damit nur auf Platz 21 aller WM-Spieler. Unter den Akteuren, die mindestens 5 Spiele gemacht haben, steht er auf Platz 10.

Bei den Kicker-Noten sieht es noch schlimmer aus. Von den Zockern, die 5 Spiele gemacht haben, findet sich Griezmann mit einem Notenschnitt von 3,21 auf Platz 40 wieder.

Es ist verständlich, dass auch bei den individuellen Auszeichnungen ein Spieler Frankreichs weit vorne landen sollte. Doch wäre es nicht mehr angebracht, wenn ein französischer Spieler, vorne landen würde, der die defensive Spielweise der Franzosen geprägt hat und damit dominierte? 

Wäre ein N'Golo Kanté oder ein Raphael Varane nicht viel passender gewesen? 

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