
Karel Geraerts ist seit Oktober 2023 Trainer von Schalke 04.Bild: IMAGO/Sportfoto Zink
Zweite Bundesliga
25.01.2024, 13:1425.01.2024, 13:14
Wollte man den zurückliegenden Spieltag von Schalke 04 mit einer Phrase beschreiben, wäre es folgende von Weltmeister Andi Brehme: "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß". Ein erheblich besseres Torschussverhältnis und drei Aluminiumtreffer brachten dem Team von Karel Geraerts am Samstag dennoch eine 0:2-Niederlage gegen den Hamburger SV ein.
"Wir verdienen es nicht, heute 0:2 zu verlieren. Aber das ist die Realität im Fußball", sagte Geraerts nach dem Topspiel gegen den Tabellendritten. "Hamburg hatte das Momentum. Wenn sie die Chance hatten, haben sie getroffen."
Immer noch kämpft Schalke nach dem Abstieg aus der 1. gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga: Tabellenplatz 14 und 20 Punkte aus 18 Spielen bilden den königsblauen Leistungsnachweis. Zarte drei Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt.
Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.
Etwas mehr als 100 Tage ist Karel Geraerts nun als Trainer bei Schalke im Amt, im Oktober vergangenen Jahres übernahm er den Verein von Thomas Reis, der nach neun Spielen und sieben Punkten auf dem 16. Tabellenplatz rangierte.
Schalke 04: Interne Streitigkeiten um Karel Geraerts offengelegt
"Ich hatte einige Anfragen anderer Vereine", sagte Geraerts dem "Kicker". "Aber es war nie das richtige Projekt dabei. Bei der Anfrage von Schalke 04 hatte ich sofort ein gutes Gefühl." Schalke sei für ihn "einer der größten Vereine, die man trainieren kann". Mit ihm habe er "große Ziele".
Wie die "Sport Bild" berichtet, soll es nun allerdings innerhalb des Vereins Unstimmigkeiten geben. Im Mittelpunkt: Karel Geraerts und A-Jugend-Trainer Norbert Elgert. Seit dem Amtsantritt von Geraerts habe es noch kein einziges Gespräch zwischen den beiden gegeben. Elgert gehe demnach davon aus, dass sich der 42-Jährige bei ihm vorstellen müsse, nicht umgekehrt.

Norbert Elgert (rechts) arbeitet seit 1996 für Schalke 04, hier mit dem heutigen Bayern-Profi Leroy Sané. Bild: imago sportfotodienst / Revierfoto
Verletzte männliche Eitelkeiten beiseite wischend sollen die Streitigkeiten aber auch inhaltlicher Natur sein. Laut "Sport Bild" haben die beiden Trainer unterschiedliche Auffassungen zur Entwicklung der Jugendspieler. Beide sollen bereits Vorwürfe gegeneinander erhoben haben.
Elgert, der seit 1996 bei Schalke maßgeblich für die Nachwuchsförderung und die berühmte "Knappenschmiede" verantwortlich ist, vertritt die Meinung, alle U-19-Spieler sollten idealerweise zwei Jahre lang unter seiner Leitung spielen, bevor er eine Empfehlung für die Profimannschaft ausspricht.
Karel Geraerts möchte Jugendspieler früher zu den Schalke-Profis beordern
Geraerts poche allerdings darauf, vielversprechende Junioren auch früher hochzuziehen. Über die Thematik habe es auch bereits mit Geraerts' Vorgänger Thomas Reis Unstimmigkeiten gegeben – etwa bei Top-Talent Assan Ouédraogo. Auch das Verhältnis zwischen Ouédraogo und Elgert soll darunter gelitten haben.
Für das Winter-Trainingslager beorderte Geraerts zuletzt die Juniorenspieler Vitalie Becker und Max Grüger in die erste Mannschaft – erneut gegen die Vorstellung von Elgert.
Die allgemein schlechte Stimmung im Verein soll dazu geführt haben, dass sich einige Spielerberater sogar überlegt haben, ob ihre Klienten in der Schalke-Jugend noch richtig aufgehoben sind. Zuletzt hätte sogar der neue Sportdirektor Marc Wilmots zwischen Karel Geraerts und Norbert Elgert vermitteln müssen.
Umsatzrekorde auf der einen, Sparappelle von Uli Hoeneß auf der anderen Seite: Der FC Bayern gibt widersprüchliche Signale. Nun taucht ein bislang unbekanntes zweites Konto auf. Was bedeutet das für die Transferpolitik des Rekordmeisters?
Im Dezember 2024 klang an der Säbener Straße noch alles nach ungebremstem Wachstum. Finanzvorstand Michael Diederich verkündete damals "das stärkste Jahresergebnis seit fünf Jahren". Die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz sei "fest im Visier". Tatsächlich belief sich der Umsatz auf 908 Millionen Euro – ein Wert, der den FC Bayern im europäischen Vergleich an die Spitze führte.