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Moderator Claus Kleber war lange Zeit ZDF-Amerikakorrespondent und lebte 15 Jahre lang in den USA. Bild: screenshot zdf

"Joe Biden ist kein Softie": Moderator Claus Kleber über den neuen US-Präsidenten

Die offizielle Amtseinführung von Joe Biden als US-Präsident sowie seiner Vizepräsidentin Kamala Harris war das Thema des Tages. Auch in der Talkshow "Markus Lanz" spielte der historische und festliche Akt in Washington eine große Rolle. Moderator Claus Kleber gab eine deutliche Einschätzung zum neuen Präsidenten ab – und fand auch für die künftige Rolle Donald Trumps klare Worte.

Für eine Kontroverse sorgte an diesem Abend im ZDF ein anderer Gast: Philosophin Svenja Flaßpöhler. Sie stellte den Kurs der Bundesregierung in der Corona-Krise fundamental infrage.

Das waren die Gäste bei "Markus Lanz" am 20. Januar 2021:

Claus Kleber nennt Donald Trump einen Rentner

Donald Trump ist aus dem Weißen Haus ausgezogen und noch vor Amtsantritt Joe Bidens in seinen Sitz in Florida umgezogen. Gemeinsam müssen Joe Biden und Kamala Harris in den kommenden vier Jahren nach Trump die große Aufgabe bewältigen, ein gespaltenes Land wieder zu einen. Joe Biden ist der Richtige für diesen Job, da waren sich die Gäste bei "Markus Lanz" einig. Moderator Claus Kleber zeigte Hoffnung für Bidens große Aufgabe:

"Da ist dieser etwas zurückgenommene, alte, weise, niemanden bedrohende Mann, der es vielleicht schafft, das wieder in Ordnung zu bringen."

Bereits an seinem ersten Tag im Amt hat Joe Biden einige Dekrete unterschrieben, um in Sachen Umweltschutz, Einwanderungspolitik, Corona-Krise und im Bereich Wirtschaft von Anfang an eine politische Trendwende zu erzeugen.

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Die Amtseinführung Joe Bidens war eines von zwei großen Themen bei "Markus Lanz". Bild: screenshot zdf

Bezüglich der Einwanderungspolitik sei laut Claus Kleber allerdings keine radikale Willkommenspolitik zu erwarten – ähnlich wie schon nicht in der Amtszeit Barack Obamas. "Überhaupt war Barack Obama nicht der, der die Minderheiten besonders gefördert hat", stellte der Moderator klar. Und Joe Biden? "Joe Biden ist da kein Softie in dieser Hinsicht", war sich Kleber sicher. Auch er werde die Grenzen weiter befestigen – wenn auch "eleganter".

Über das Ende der Amtszeit von Donald Trump zeigte sich Claus Kleber erfreut. Der 65-Jährige erklärte diesen 20. Januar zu einem "wichtigen Tag für Journalisten". Denn mit der Amtszeit sei auch die große Twitter-Ära von Donald Trump vorbei. "Und wenn er jetzt nochmal twittert, dann ist er ein Rentner, der grummelt", stellte Kleber fest.

Corona-Krise: Philosophin fordert Blick auf Schweden-Modell

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Philosophin Svenja Flaßpöhler will in der Corona-Pandemie zurück zu grundlegenden Fragen. Bild: screenshot zdf

Selbst an einem solch geschichtsträchtigen Tag blieb auch die Corona-Pandemie bei "Markus Lanz" nicht unbesprochen. Viel Zeit blieb dafür zwar nicht, dafür waren die Aussagen zum Ende der Sendung besonders spitz formuliert. In der Diskussion über die Strategie der Bundesregierung in der Pandemie trat Philosophin Svenja Flaßpöhler mit einer vergleichsweise radikalen Position auf.

Flaßpöhler stellte gleich die gesamte Strategie der Bundesregierung infrage. Die Journalistin des "Philosophie"-Magazins kritisierte: "Mich wundert, dass wir in dieser Situation der Ungewissheit alternative Herangehensweisen überhaupt nicht mehr in Betracht ziehen."

Flaßpöhler schlug daraufhin einen genaueren Blick auf das Schweden-Modell in der Corona-Krise vor. Man müsse sich fragen, "ob der Lebensschutz, das nackte Leben, tatsächlich das gesellschaftliche Leben aussticht." Diese Frage werde laut der 46-Jährigen nicht genug diskutiert.

"Markus Lanz": Kritik an Philosophin Svenja Flaßpöhler

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ZDF-"heute journal"-Moderator Claus Kleber war mit den Aussagen von Philosophin Flaßpöhler nicht einverstanden. Bild: screenshot zdf

Mit dieser Ansicht stieß die Philosophin in der Talkrunde bei Moderator Markus Lanz auf Widerspruch. Dieser kam von Claus Kleber, der meinte: "Das wird ernsthaft diskutiert." Aber der Schweden-Modell sei eben nicht zur Abstimmung gestellt worden. Und auch Ökonom Marcel Fratzscher zeigte sich überzeugt:

"Ich stimme nicht mit ihnen überein, dass wir darüber nicht reden. Es wird ständig verhandelt."

Laut Fratzscher gebe es global gesehen nicht einen Weg, sondern viele. Etwas Zustimmung erntete Philosophin Flaßpöhler schließlich noch von Markus Lanz, der nach Monaten des Lockdowns und der Einschränkungen zugab: "Wir sind eine zermürbte Gesellschaft mittlerweile." Die schwedische Gesellschaft sei dies laut Lanz nach eigenen Beobachtungen nicht.

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