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Dieter Nuhr mit seinem Programm Nuhr hier, nur heute , 22.11.18 Luebeck Schleswig-Holstein Germany Musik- und Kongresshalle *** Dieter Nuhr with his program Nuhr here only today 22 11 18 Luebeck Schleswig Holstein Germany Music and Congress Hall Copyright: xAgentur54Gradx/xFelixxKoenigx

Dieter Nuhr fiel in der Vergangenheit mit kritischen Kommentaren über Fridays for Future auf. Bild: imago stock&people / 54°

Wegen dieses Satzes denken die Forscher jetzt anders über Nuhr

Im Streit um die umstrittene Audio-Botschaft von Dieter Nuhr distanziert sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun deutlich von dem Kabarettisten. Die Wissenschaftler hatten Nuhrs Beitrag erst geteilt, den Komiker zunächst gegen Kritik verteidigt und den Beitrag dann doch gelöscht. Nun gehen sie noch einen Schritt weiter.

Auf Anfrage der "Bild"-Zeitung erklärte ein Sprecher der DFG, der Beitrag sei nicht nur wegen der Kritik in den sozialen Netzwerken gelöscht worden. Vielmehr habe der Verein die Haltung zu Dieter Nuhr komplett überdacht.

Für eine Kampagne hatte die DFG verschiedene Promis um Statements zum Thema Wissenschaft gebeten – darunter auch Dieter Nuhr, der in der Vergangenheit mehrfach Fridays for Future und Greta Thunberg attackiert hatte, die mahnt, in Sachen Klimakrise dem Rat der Wissenschaft zu folgen.

Welcher Satz von Dieter Nuhr die Forscher umschwenken ließ

In einer Audio-Botschaft für die DFG sagte Nuhr, Wissenschaft sei keine Heilslehre, keine Religion, die absolute Wahrheiten verkünde. "Und wer ständig ruft 'Folgt der Wissenschaft!', hat das offensichtlich nicht begriffen." Daraufhin hatte es massiv Kritik an dem Post gegeben.

Und auch der Forscher-Verein kommt nun zu einer anderen Einschätzung. Der Satz sei ein "unnötiger Seitenhieb auf aktuelle Debatten in und um Wissenschaft und deren Akteure, den wir nicht mit den Anliegen der Kampagne #für das Wissen in Übereinkunft bringen konnten".

"Sind zu einer anderen Einschätzung der Haltung von Herrn Nuhr gekommen"

Nach der Löschung durch die DFG hatte Dieter Nuhr der DFG "Denuziation" vorgeworfen. Nuhr sagte: "Es gibt weltweit – Stichwort cancel culture – zunehmend mächtiger werdende Versuche, kritische Stimmen mundtot zu machen. Die DFG hat sich dem nun angeschlossen. Das ist sehr bedenklich."

Diesen Vorwurf weist die DFG zurück. Um Zensur gehe es dabei nicht, teilten die Forscher gegenüber der "Bild" mit. Vielmehr seien sie grundlegend "zu einer anderen Einschätzung der Haltung von Herrn Nuhr zur Wissenschaft und auch des Beitrags gekommen", erklärte ein Sprecher.

(bea)

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