Amira Pocher sprach in ihrem Podcast mit ihrer Mutter über ihre Vergangenheit.
Amira Pocher sprach in ihrem Podcast mit ihrer Mutter über ihre Vergangenheit.Bild: imago images / Christoph Hardt

Emotionales Familien-Gespräch: Warum bei Pocher-Frau Amira die Tränen fließen

23.12.2021, 12:17

Laut des Bundesministeriums für Bildung und und Forschung, ist fast jede fünfte Familie in Deutschland eine so genannte "Einelternfamilie". Mütter und Väter, die ihren Nachwuchs allein großziehen, stehen vor großen Herausforderungen: Zeitmangel, unflexiblen Arbeitszeiten, Kinderbetreuung sowie finanzielle Engpässe sind oft genannte Hürden im Alltag.

In der neusten Folge ihres Podcasts "Hey Amira!" sprechen Amira Pocher und ihre Mutter Mirjam Svetnik über Amiras Aufwachsen ohne Vater und Mirjams Los als alleinerziehende Mutter.

Jahrelange Funkstille zwischen Amira und ihrem Vater

Amira wuchs mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Ibrahim, auch "Hima" genannt, im österreichischen Klagenfurt am Wörthersee auf. Als Amira drei Jahre alt war, verließ ihr Vater, gebürtiger Ägypter, die Familie und zog zurück in seine Heimat. In einer früheren Folge berichtete die 29-Jährige bereits: "Als ich drei war und mein Bruder fünf, ist er quasi aus unserem Leben verschwunden." Die beiden hätten nur noch sporadisch Kontakt zu ihm gehabt. "Meine Kindheit hat eigentlich daraus bestanden, einmal im Jahr darauf zu warten, ob sich mein Vater meldet", erzählte sie weiter. Es habe auch jahrelange Pausen gegeben, in denen er sich gar nicht gemeldet hätte.

Ihre alleinerziehende Mutter habe alleine für sie und ihren Bruder gesorgt und versucht, ihre Zeit zwischen mehreren Jobs aufzuteilen. Dass sie dadurch weniger für ihre Kinder da sein konnte, bereut die 50-Jährige heute noch. Als sich Amira erinnert, wie glücklich ihre Mama gewesen ist, niemals auf Spenden anderer zurückgreifen zu müssen, kommen ihr schließlich hörbar die Tränen. Und auch ihre Mutter muss kämpfen, damit ihr die Stimme nicht versagt.

Mit 13 Jahren teilweise obdachlos

Schließlich habe ihre Mutter, als Amira ein Teenager gewesen sei, einen neuen Mann in die Familie geholt. Für die junge Amira war die Situation nur schwer zu ertragen. Sie rebellierte oft, wie sie in einer früheren Folge offenbarte:

"Ich war frech. Ich habe immer zurückgemault, wie man in Österreich sagt. Es war auch nicht so einfach. Meine Mutter ist alleinerziehend mit meinem Bruder und mir gewesen, hatte zwei Jobs und musste uns dann alleine finanzieren, weil mein Vater die Alimente nicht gezahlt hatte. Er lebt in Ägypten."

Mit ihrem Stiefvater sei sie nur schlecht zurecht gekommen: "Da war ich präpubertär und wir haben uns auch nicht gut verstanden, sodass ich mit 13 und 14 Jahren öfter mal abgehauen bin oder rausgeworfen wurde." Mit 15 zieht Amira letztlich aus und lebt in einem sogenannten Kriseninterventionszentrum.

An Liebe hat es Amira und ihrem Bruder aber nie gemangelt. "Du hast immer dein aller-allerbestes gegeben", so Amira zu ihrer Mama im Podcast.

(abd)

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