Luke Mockridge sagt seine TV-Shows auch für das kommende Jahr ab.
Luke Mockridge sagt seine TV-Shows auch für das kommende Jahr ab.
Bild: www.imago-images.de / Nicole Kubelka
Analyse

Luke Mockridge zieht nach weiteren Vorwürfen Konsequenzen – wer ihn in neuer Sat.1-Show nun ersetzen könnte

29.09.2021, 18:07

Luke Mockridge verlängert seine selbstgewählte TV-Pause auf unbestimmte Zeit. Eigentlich wollte der Comedian und Moderator nach Anschuldigungen seiner Ex-Freundin, zu denen er sich nach langem Schweigen im August erstmals selbst auf Instagram zu Wort gemeldet hatte, lediglich für das Jahr 2021 aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Nun ist klar: Auch 2022 wird seine Abstinenz weitergehen.

Mockridge beteuerte in seinem damaligen Video-Statement seine Unschuld und erklärte, dass nach einer Anzeige die Staatsanwaltschaft zwar ermittelt habe, der Verdacht der versuchten Vergewaltigung gegen ihn sich allerdings nicht erhärtet hatte und das Verfahren damit juristisch abgeschlossen sei. Nach einem Bericht des "Spiegels", in dem weitere Frauen nun jedoch ebenfalls Vorwürfe gegen den Entertainer erhoben hatten, verkündete er in den sozialen Netzwerken:

"Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu meiner Person werde ich meine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern. Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen."

Die bereits angekündigten Sat.1-Shows für 2022 werde er deshalb nicht moderieren.

Ursprünglich sollte er sowohl mit seinen bestehenden Formaten "Catch" und "Greatnightshow" im kommenden Jahr weitermachen, als auch als Moderator für die neue Sat.1-Show "All Together Now" fungieren. Wer nun für ihn zumindest im letzteren Format einspringen wird, ist noch unklar. Sat.1 ließ eine watson-Anfrage dazu bislang unbeantwortet. Allerdings gibt es ein paar Kandidaten und auch eine Kandidatin, die sich für die Musik-Show, die bereits erfolgreich in anderen Ländern läuft, anbieten würden.

Ralf Schmitz

Ralf Schmitz feierte sein Sat.1-Comeback mit der Show "Paar Wars".
Ralf Schmitz feierte sein Sat.1-Comeback mit der Show "Paar Wars".
Bild: dpa / SAT.1

Nach einigen Jahren bei RTL hat Comedian Ralf Schmitz erst kürzlich den Weg zurück zu seinem einstigen Haussender Sat.1 gewählt. Dort ist er nun mit einigen neuen Formaten zu sehen. Unter anderem feierte er sein Sender-Comeback mit der Show "Star Wars", in der Paare ihre Teamqualitäten testen sollten. Die Show lief so gut, dass Sat.1 direkt nach der letzten Folge eine weitere Staffel für das Jahr 2022 ankündigte. Außerdem startet am 15. Oktober Schmitz' neue Impro-Comedy "Halbpension mit Schmitz".

Dem beliebten Comedian also ein weiteres Format anzuvertrauen, wäre durchaus naheliegend. Ralf Schmitz ist beliebt bei Jung und Alt und dürfte so etwas wie die zurückgewonnene Allzweckwaffe des Senders werden. Und wenn Sat.1 die Moderation der Musikshow "All Together Now", bei der es darum geht, dass Einzelpersonen oder Duos vor einer Jury aus 100 Künstlern und Musikern singen und diese in nur 100 Sekunden von ihrem Können überzeugen müssen, ohnehin mit einem Comedian besetzen wollte, dürfte Ralf Schmitz da doch die perfekte Alternative sein.

Lena Gercke

Zusammen mit Thore Schölermann moderiert Lena Gercke "The Voice".
Zusammen mit Thore Schölermann moderiert Lena Gercke "The Voice".
Bild: dpa / Andr

Eine andere Option wäre aber auch Lena Gercke. Sie hat bereits Erfahrungen im Bereich der Casting-Sendungen. Immerhin führt sie seit Jahren an der Seite von Thore Schölermann durch "The Voice of Germany". Um nach den Vorwürfen gegen Luke Mockridge ein Zeichen zu setzen, wäre Sat.1 natürlich gut beraten, "All Together Now" von einer Frau moderieren zu lassen. Und wer könnte da dann eher in Frage kommen als Lena Gercke?

Jochen Schropp

Jochen Schropp moderierte dieses Jahr wieder "Promi Big Brother" mit Marlene Lufen.
Jochen Schropp moderierte dieses Jahr wieder "Promi Big Brother" mit Marlene Lufen.
Bild: dpa / Marcel Kusch

Genau wie Schmitz hat auch Jochen Schropp seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Er hat sich als Moderator von Reality-Formaten ("Big Brother", "Promi Big Brother") bewährt, führte beispielsweise aber auch schon durch das Sat.1-Frühstücksfernsehen. Eine Musik-Show fehlt bislang zwar noch in seiner Vita, doch in "All Together Now" könnte man ihn sich ebenfalls ohne Weiteres vorstellen.

Schropp ist allseits beliebt, humorvoll (auch, wenn er kein Comedian ist), praktisch skandalfrei und verstärkt als schwuler Moderator nicht zuletzt den mittlerweile überaus wichtigen Diversitätsfaktor: Mit ihm kann Sat.1 praktisch nichts falsch machen, sollte nach einem Ersatz für Mockridge gesucht werden, und starke Quoten dürften garantiert sein.

"Aufgrund der aktuellen Berichterstattung": Luke Mockridge sagt alle geplanten TV-Projekte für 2022 ab

Luke Mockridge zieht sich weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Der Comedian und Moderator veröffentlichte bereits vor rund einem Monat ein Video-Statement auf seinem Instagram-Account, in dem er eine Fernseh-Auszeit ankündigte: "Es wird in diesem Jahr keine Shows von und mit mir geben und dafür gibt es Gründe."

Konkret sind damit Anschuldigungen durch seine Ex-Freundin gemeint. Er beteuerte seine Unschuld und erklärte, dass nach einer Anzeige wegen versuchte Vergewaltigung zwar die …

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