Berichterstattung in den ARD - Nachrichten über die Landtagswahl in Bayern. Untertitel: CSU verliert Regierungsmehrheit. den herben Verlusten der CSU und der Atomisierung der SPD. Foto: Winfried Rothermel

Bei der Arbeit: "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer. Bild: picture alliance / Winfried Rothermel

"Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer verrät, wie viel er verdient

Jan Hofer ist in Deutschlands Wohnzimmern eine feste Größe. Seit über 35 Jahren präsentiert er die Nachrichten in der "Tagesschau" in der ARD. Jetzt geht Hofer in Rente.

In der Podcast-Reihe "Entscheider treffen Haider" des "Hamburger Abendblatts" sprach Hofer nun über seine bewegte Zeit als "Tagesschau"-Chefsprecher – und gab auch Einblicke in seine Finanzen.

Grundsätzlich braucht man als "Tagesschau"-Sprecher ein dickes Fell, erklärte Hofer in dem Podcast. Denn die Zuschauer seien nicht immer milde in ihrem Urteil. Teils bekäme er auch äußerst unschöne Post. "Die Reaktionen nicht persönlich zu nehmen, ist nicht einfach. Ich habe früher schlaflose Nächte deswegen gehabt", verriet Hofer. "Man muss außerdem begreifen, dass man nie als eigenständige Person, sondern immer als Vertreter des Systems gesehen wird."

Als Gesicht der "Tagesschau" immer im Dienst

Hofer sagte weiter: "Als Sprecher der 'Tagesschau' wirst du ja nicht dafür bezahlt, dass du um 20 Uhr vor der Kamera stehst. Du wirst dafür bezahlt, dass du an 365 Tagen 24 Stunden lang öffentlich für die 'Tagesschau' da bist." Denn der Rummel um die eigene Person hört natürlich nicht auf, wenn ab 20.15 Uhr die Folge-Sendung läuft. Hofer berichtet, dass er immer wieder sogar heimlich von Passanten fotografiert worden sei. Als "Tagesschau"-Sprecher sei man daher quasi immer im Dienst.

Hofer verriet auch, wie viel Geld er für eine Sendung bekommt. Bezahlt wird er pro Sendung. Das höchste Honorar gebe es für die 20-Uhr-Ausgabe: "Es liegt bei etwa 260 Euro", so Hofer. Für die übrigen Sendungen würde er jedoch geringer bezahlt. Und so könne es schon einmal passieren, dass man für sechs Stunden Arbeit am Ende nur 300 Euro Honorar bekomme. Tatsächlich kein allzu üppiger Lohn. Die meisten Zuschauer würden hier wohl ein höheres Gehalt vermuten.

"Reich werden kann man nicht"

"Insgesamt kann man von den Einnahmen als "Tagesschau"-Sprecher ordentlich leben", sagte Hofer. "Reich werden kann man nicht." So entspreche sein Gehalt in etwa dem eines gut bezahlten Angestellten.

Doch Teil der Wahrheit ist auch: Die "Tagesschau" verleiht ihren Sprechern natürlich einen Grad an Bekanntheit, den sie auch im Rahmen von anderen Beschäftigungsverhältnissen nutzen können. Andere Sprecherinnen wie Linda Zervakis oder Judith Rakers beispielsweise moderieren häufig andere Sendungen, Preisverleihungen oder Galas. Dort dürfte die Gage bei einem vielfach Höheren der 260 Euro liegen. Alles in allem sollte sich das "Tagesschau"-Engagement also für jeden Sprecher ordentlich lohnen.

(hau)

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