Ross Antony gewann die dritte Dschugelcamp-Staffel.

Ross Antony gewann die dritte Dschugelcamp-Staffel. Bild: RTL

Dschungelcamp

Dschungelcamp: RTL verschweigt Skandal bei den Rückblicken

Die "Dschungelshow" am Sonntag zeigte erstmals Xenia von Sachsen, Filip Pavlović und Djamila Rowe im Tiny House. Sie zogen als letztes Trio ein, bevor das Halbfinale ansteht. Neben Aufnahmen aus dem Haus und Dschungeltauglichkeitsprüfung zeigte RTL aber natürlich auch wieder Rückblicke auf einer der vorigen Dschungelcamp-Staffeln.

Diesmal lag Staffel drei im Fokus – zu Gast im Studio waren Isabel Edvardsson, Barbara Engel und Ross Antony, der König der Staffel. Als der Sender dann aber einen Zusammenschnitt von Szenen aus dem Dschungel-Jahr 2008 zeigte, fehlte etwas Wichtiges.

Diesen Dschungelcamp-Skandal zeigte RTL nicht mehr

Zu den Campern der dritten Staffel zählte auch DJ Tomekk, um den ein handfester Skandal entstand. Kurz vor Beginn der Drehs hob der Musikproduzent in einem australischen Hotel die Hand zum Hitlergruß und marschierte auf der Stelle. Dazu sang er "Deutschland, Deutschland über alles". All das wurde auf Video aufgenommen, welches nicht privat blieb. Die "Bild"-Zeitung berichtete seinerzeit zuerst darüber.

 DJ Tomekk musste das Dschungelcamp nach einem Skandal verlassen.

DJ Tomekk musste das Dschungelcamp nach einem Skandal verlassen. Bild: RTL

RTL zog damals schnell Konsequenzen und warf DJ Tomekk aus dem Dschungelcamp, als die Staffel bereits in vollem Gange war. Zum Ausgleich wurde an diesem Tag kein Kandidat von den Zuschauern rausgewählt. Der Sender kommentierte den Vorfall wie folgt: "Das sind schwere Vorwürfe gegen DJ Tomekk. Generell ist ein solches Verhalten für RTL nicht tolerierbar."

Schließlich reagierte auch Tomekk selbst. Er sei "sehr betroffen von dem Video" und trage "keinerlei rechtes Gedankengut oder nazistische Ideen" in sich. Seine Entschuldigung:

"Im Moment bin ich tief erschüttert und entschuldige mich für meinen niveaulosen Humor."

RTL gab DJ Tomekk zwar eine Gelegenheit zur Stellungnahme, seine reumütigen Worte änderten allerdings nichts mehr und er durfte nicht erneut ins Camp einziehen. RTL-Sprecher Christian Körner zog das Fazit: "Diese Art Humor ist nicht akzeptabel im Umfeld der Produktion einer Fernsehsendung."

Beim Rückblick auf die dritte Staffel in der "Dschungelshow" war Tomekk zwar vereinzelt auf Aufnahmen zu sehen, den Skandal um ihn thematisierte RTL aber überhaupt nicht. Vielleicht hat man beim Sender auch einfach genug von Eklats um Musiker, die sich rechtsradikal äußern.

(ju)

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