Die zweite Staffel von "The Witcher" startet am 17. Dezember bei Netflix.
Die zweite Staffel von "The Witcher" startet am 17. Dezember bei Netflix.Bild: dpa / JAY MAIDMENT

"The Witcher"-Showrunnerin nimmt sich Kritikpunkt der Fans zu Herzen: "Habe ich klar und deutlich verstanden"

20.12.2021, 09:12

Das Warten hat für die Fans der Netflix-Serie "The Witcher" seit dem 17. Dezember ein Ende: Am Freitag ist die zweite Staffel der Hexer-Reihe auf der Streaming-Plattform online gegangen. Nach einiger Kritik an der ersten Staffel, allerdings auch jeder Menge Erfolg, sind die Erwartungen an die neuen Folgen natürlich hoch.

Bei "The Witcher" handelt es sich um eine Romanverfilmung des polnischen Autors Andrzej Sapkowski. Bevor es die Serie gab, existierte bereits eine mehrteilige Videospiel-Adaption der Saga. Die 2007, 2011 und 2015 erschienenen Spiele genießen unter Gamern Kultstatus. Umso schwieriger ist es jetzt für die Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich, allen Fans gerecht zu werden – den Buchliebhabern, den Videospiel-Anhängern und den Fans der ersten Staffel der Netflix-Serie.

Dass sie durchaus nach den ersten Episoden, die vor zwei Jahren erschienen sind, auf diversen Internetplattformen unterwegs gewesen ist, um sich Zuschauer-Feedback zu holen, verriet die 43-jährige Filmschaffende jetzt im Interview mit "GamesRadar". Nicht jede Kritik will sich Hissrich allerdings zu Herzen nehmen und nennt dafür auch einen guten Grund.

Showrunnerin will Hauptkritikpunkt an "The Witcher" verstanden haben

In der Serie geht es in erster Linie um den recht schweigsamen Geralt von Riva, der als Monsterjäger in einer fiktiven Welt unterwegs ist. In den neuen Folgen soll zudem seine Beziehung zu seiner Ziehtochter Ciri (Freya Allan) im Mittelpunkt stehen. Besonders verwirrend war vor allem für die Zuschauer, die weder die Bücher gelesen, noch die Games gezockt haben, dass in der ersten Staffel drei Handlungsstränge auf teils unterschiedlichen Zeitebenen parallel und erst zum Ende hin zusammenlaufen. Verschiedene Charaktere und Ereignisse wurden von Hissrich zudem in einen anderen Kontext gesetzt, als die Buchvorlage es vorgegeben hätte.

Auf die Kritik der Fans wurde Hissrich nun ebenfalls im Interview angesprochen, woraufhin sie offen antwortete: "Ich liebe es, mit den Fans zu interagieren. Nachdem die erste Staffel herausgekommen ist, habe ich viel Zeit auf Twitter verbracht. Ich habe sogar bei Reddit reingeschaut, auch wenn mir das zunächst Angst gemacht hatte. Ich wollte einfach hören, was die Fans zu sagen hatten." Schließlich ging sie auch auf den Hauptkritikpunkt ein:

"Ich habe es klar und deutlich verstanden, dass die Zeitstränge zu verwirrend gewesen sind."

Das wolle sie in den neuen Folgen verbessern. In ausufernden Reddit-Threads hätten sich die Fans der Bücher, der Spiele und der Serie versammelt und hätten alle unterschiedliche Ansprüche an die zweite Staffel gestellt, da sie auch über verschiedene Wissensstände verfügen, was die Handlung betrifft.

Das stellte Hissrich durchaus vor ein Problem, wie sie sich weiter erinnerte. Deswegen habe sie eine Entscheidung treffen müssen: "Ich möchte zwar Feedback bekommen, aber ich bin sehr vorsichtig, was ich davon umsetze, denn man kann nicht alle zufriedenstellen. Ich habe versucht herauszufinden, was die Fans am meisten kritisierten, anstatt auf jegliche Form von Kritik einzugehen. Ich glaube, dass die Serie ansonsten ihre Stimme und ihren Kompass verlieren könnte."

Rückendeckung bekommt die Showrunnerin unter anderem vom Autoren der Romanvorlage. Sapkowski zeigte sich kürzlich begeistert von ihrer filmischen Umsetzung :"Meine Bücher zu verfilmen, ist keine einfache Aufgabe. Ich habe die Folgen mit großer Freude verfolgt und hoffe auf eine noch epischere dritte Staffel."

Tatsächlich hat Netflix "The Witcher" bereits offiziell um eine dritte Staffel verlängert. Bleibt für die Anhänger des Geralt von Riva zu hoffen, dass die dazugehörigen Dreharbeiten nicht wie bei der zweiten Staffel durch Corona in die Länge gezogen werden müssen. Denn da sind sich zumindest die meisten Fans einig: Zwei Jahre Wartezeit auf die zweite Staffel waren definitiv zu lang.

(cfl)

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