Mit seinem Epos "Megalopolis" ist Francis Ford Coppola letztes Jahr heftig an den Kinokassen gescheitert, seinen Status als Regie-Legende hat er trotzdem sicher, und das schon lange.
Das wiederum ist vor allem auf die vielleicht berühmteste Trilogie aller Zeiten zurückzuführen: "Der Pate".
Im Mittelpunkt steht die traditionsreiche Familie Corleone, die nach außen hin als ehrbare italienisch-amerikanische Unternehmerfamilie erscheint.
Hinter den Kulissen jedoch kontrollieren sie ein weit verzweigtes Mafia-Imperium. Als äußere Bedrohungen und interne Machtkämpfe zunehmen, steht ein Generationswechsel mit weitreichenden Folgen bevor.
In Teil zwei springt die Geschichte zwischen zwei Zeitebenen: Während ein Mitglied der Corleone-Familie seinen Einfluss in der organisierten Kriminalität weiter ausbaut, wird parallel die Herkunft und der Aufstieg des Familienoberhaupts erzählt.
Viele Jahre später versucht die Familie schließlich, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und legale Wege einzuschlagen. Doch alte Verbindungen und ungelöste Konflikte holen sie ein. Der Kampf um Macht und Erlösung spitzt sich zu.
Die Trilogie erzählt weit mehr als eine Gangstergeschichte. Es geht um Familie, Macht, Loyalität, Identität und Schuld – zeitlose Themen, die über das Genre hinaus wirken. Der erzählerische Bogen über drei Generationen verleiht dem Werk eine seltene Komplexität und emotionale Wucht.
Vor allem die ersten beiden Teile waren prägend. "Der Pate" und "Der Pate 2" gewannen jeweils den Oscar für den besten Film. Dieses Kunststück gelang keiner anderen Trilogie. Die Fortsetzung wird oft als eines der wenigen Sequels genannt, das dem Original (mindestens) ebenbürtig ist.
Mit Marlon Brando, Al Pacino, Robert De Niro, Diane Keaton und Andy Garcia ist die Trilogie nicht nur hochkarätig besetzt, sie zeigt auch einige der eindrucksvollsten Leistungen der Filmgeschichte.
Auch in der Popkultur und im Alltag haben die Filme Einzug gehalten. Das "Angebot, das man nicht ablehnen kann" wird in Berufung auf Brando-Charakter Don Vito Corleone nach wie vor häufig zitiert.
Zugegeben: Teil drei fällt bei den meisten Wertungen ab. Dennoch wäre es fatal, das Finale einfach zu ignorieren. Auch ein Rewatch kann sich lohnen. So meint ein User bei Rotten Tomatoes, der Film sei besser, als er ihn in Erinnerung hatte.
Die gesamte "Pate"-Trilogie ist ab dem 30. August 2025 bei Amazon Prime Video verfügbar. Zum Anschauen wird ein aktives Abo bei dem Anbieter benötigt.