Das Sci-Fi-Epos schien wie gemacht für die große Leinwand. Mit opulenter Bildsprache, einem prominenten Cast und dem Stil der Wachowski-Geschwister ("Matrix") hätte "Jupiter Ascending" 2015 eigentlich das nächste große Science-Fiction-Franchise starten können. Daraus wurde nichts.
Im Mittelpunkt steht Jupiter Jones (Mila Kunis), eine junge Frau mit einem scheinbar ereignislosen Leben als Putzkraft in Chicago. Doch als sie ins Visier außerirdischer Adelshäuser gerät, erfährt sie: Ihre DNA macht sie zur rechtmäßigen Erbin eines intergalaktischen Imperiums.
Gemeinsam mit dem genetisch modifizierten Ex-Soldaten Caine (Channing Tatum) muss sie sich in einem komplexen Machtspiel zwischen Planetenfamilien behaupten – während sie erkennt, dass das Schicksal ganzer Welten an ihr hängt.
Mit einem Produktionsbudget zwischen 150 und 179 Millionen US-Dollar sowie geschätzten 50 Millionen US-Dollar Marketingkosten allein in den USA (darunter über 30 Millionen nur für TV-Werbung), war "Jupiter Ascending" eine der teuersten Originalproduktionen des Jahres. Die Erwartungen waren entsprechend hoch ...
Doch das Publikum blieb aus. In den USA spielte der Film nur rund 47 Millionen Dollar ein, international kamen etwa 137 Millionen hinzu. Insgesamt brachte der Film weltweit rund 184 Millionen Dollar ein – deutlich zu wenig, um die Kosten zu decken.
Channing Tatum sagte später über den Dreh: "'Jupiter Ascending' war von Anfang an ein Albtraum. Es war ein seltsamer Film. Wir alle waren sieben Monate lang dort und haben uns die Hacken abgelaufen. Es war einfach hart."
Auch die Kritiken fielen vernichtend aus. Zwar lobten manche die visuelle Gestaltung und den Mut zur Eigenständigkeit, doch die Handlung wurde vielfach als wirr und überfrachtet kritisiert, die Dialoge als hölzern und die Figuren als eindimensional.
Trotz einzelner Fans, die den Film heute als "unterschätztes Space-Opern-Experiment" feiern, ist eine Fortsetzung mehr als unwahrscheinlich. Aus Studio-Sicht war das Projekt ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Die Wachowskis bekamen nach diesem Flop kein vergleichbar großes Budget mehr anvertraut. Heute gilt "Jupiter Ascending" als eines der prominentesten Beispiele für das Scheitern großbudgetierter Originalstoffe im Blockbuster-Kino.
"Jupiter Ascending" läuft am Samstag um 20.15 Uhr bei Tele 5. Zudem ist der Film in der kostenpflichtigen Flatrate von Amazon Prime Video verfügbar.