Die Berliner Schülerin Helena Zengel spielte im Western "Neues aus der Welt" an der Seite von Tom Hanks.
Die Berliner Schülerin Helena Zengel spielte im Western "Neues aus der Welt" an der Seite von Tom Hanks.
Bild: imago images / Photo Credit: Bruce Talamon/Universal Pictures

Golden Globes: Zwölfjährige Helena Zengel als beste Nebendarstellerin nominiert

03.02.2021, 18:4504.02.2021, 08:43

Golden-Globe-Premiere für eine zwölfjährige Deutsche: Helena Zengel ist bei der 78. Preisverleihung Ende Februar mit im Rennen. Die Golden Globes sind Hollywoods wichtigste Filmpreise nach den Oscars. Die Schülerin aus Berlin spielt in dem Western "Neues aus der Welt" an der Seite von Tom Hanks und hat nun als beste Nebendarstellerin Chancen auf einen Golden Globe. In der Sparte nimmt es Zengel mit den erfahrenen Kolleginnen Amanda Seyfried, Olivia Colman, Glenn Close und Jodie Foster auf.

Mit sechs Nominierungen zählt die Filmbiografie "Mank" über den Autor Herman J. Mankiewicz, der mit Orson Welles den Klassiker "Citizen Kane" schrieb, zu den Favoriten. Auch der Gerichtsthriller "The Trial of the Chicago 7", das Familiendrama "The Father" und das Road-Movie "Nomadland" haben mehrere Gewinnchancen. Die Nominierungen wurden am Mittwoch bekanntgegeben.

Nominierte Schauspieler

Zu den Schauspielern, die auf eine Auszeichnung in Form einer glänzenden Weltkugel hoffen können, zählen unter anderem der 83-jährige Anthony Hopkins ("The Father"). Der britische Komiker Sacha Baron Cohen hat gleich doppelte Gewinnchancen - für seine Hauptrolle in der bissigen Satire "Borat Subsequent Moviefilm" und als Nebendarsteller in "The Trial of the Chicago 7". "Black Panther"-Star Chadwick Boseman ist posthum für seinen letzte Rolle als Jazz-Trompeter in dem Musikfilm "Ma Rainey's Black Bottom" nominiert. Er ist im vorigen August an Krebs gestorben.

In der Frauenriege werden starke Auftritte von Viola Davis ("Ma Rainey's Black Bottom"), Andra Day ("The United States vs. Billie Holiday"), Vanessa Kirby ("Pieces of a Woman"), "Frances McDormand ("Nomadland") und Carey Mulligan ("Promising Young Woman") honoriert.

Erstmals weibliche Regisseurinnen nominiert

Erstmals in der Globe-Geschichte sind außerdem drei Frauen in der Regie-Sparte nominiert: die in China geborene Chloe Zhao für "Nomadland", die Britin Emerald Fennell für "Promising Young Woman" und US-Schauspielerin Regina King für ihr Regiedebüt "One Night in Miami".

Das deutsche Politdrama "Und morgen die ganze Welt" von Regisseurin Julia von Heinz schaffte es nicht unter die Nominierten in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film". Dort sind unter anderem "Der Rausch" (Dänemark), "Du hast das Leben vor dir" (Italien) und "Wir beide" (Frankreich) - mit der Deutschen Barbara Sukowa - im Rennen.

Die Serie "The Crown" über die britischen Royals und die Comedy-Produktion "Schitt's Creek" gehen als Favoriten ins Rennen um die Fernseh-Golden-Globes. Auch die Netflix-Produktion "Unorthodox" der deutschen Regisseurin Maria Schrader hat Chancen auf die begehrte Trophäe als beste Mini-Serie sowie in der Kategorie für die beste Schauspielerin (Shira Haas). Die Serie wurde teilweise in Berlin gedreht. Unter den großen Produzenten liegt Netflix in der TV-Sparte dabei mit 20 Golden-Globe-Nominierungen weit vor seiner Konkurrenz - der Anbieter HBO kommt auf sieben, die Plattform Hulu auf sechs. Auch im Filmbereich ist Netflix mit 22 Nennungen an der Spitze.

Über die Globe-Gewinner entscheidet eine kleine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten vom Verband der Auslandspresse. Traditionell ist die lockere Globe-Gala Anfang Januar der Auftakt der Filmpreis-Saison, die mit der Oscar-Show zwei Monate später ihren Höhepunkt feiert. Wegen der Corona-Pandemie wurden beide Preisverleihungen aber verschoben.

Die Globe-Trophäen in Form einer goldfarbenen Weltkugel sollen nun am 28. Februar verliehen werden. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderieren die Show. Zwei Globe-Preisträger stehen bereits fest. Hollywood-Star Jane Fonda (83) soll einen Ehrenpreis für ihr Lebenswerk entgegennehmen. Der US-Fernsehproduzent Norman Lear (98) erhält einen Preis als Ehrung für besondere TV-Persönlichkeiten.

(pas/dpa)

"heute-show"-Häme gegen CDU-Chef: "Wer bei Google 'lost' eingibt, findet ein Foto von Armin Laschet"

Gerade rechtzeitig – nämlich mitten in der heißen Wahlkampf-Phase – kehrten die "heute-show"-Macher aus der Sommerpause zurück. Und rieben sich verwundert die Augen: eine Bundestagswahl, deren Sieger noch nicht feststehe? "Ist das überhaupt erlaubt?", fragte sich Oliver Welke – und noch etliches mehr.

Die CDU in einer Umfrage nur noch bei 19 Prozent! Oliver Welke, Anchorman der "heute-show" (ZDF), konnte seine Schadenfreude nur schwer zurückhalten, die Gags über den taumelnden CDU-Chef Laschet ("Kanzlerkandidat mit spektakulärem Anti-Lauf") trugen zum Comeback nach der Sommerpause aber Züge von Mitleid. Der Arme mache alles falsch, egal, ob er im Flutgebiet in Slippern oder Gummistiefeln antrete. Welke sieht Laschet ganz unten: "Wer bei Google 'lost' eingibt, kriegt ein Bild von Armin …

Artikel lesen
Link zum Artikel