Leben
Getragene Mund-Nase-Bedeckungsmaske liegt auf dem Straßenpflaster vor einem mit Rolltor verschlossenen Geschäfts in der weitgehend menschenleeren Fußgängerzone und Einkaufsstraße Zeil in der Innenstadt von Frankfurt, Hessen, Deutschland *** Worn mouth nose covering mask lies on the pavement in front of a shuttered shop in the largely deserted pedestrian zone and shopping street Zeil in downtown Frankfurt, Hesse, Germany

Spoiler-Alarm: Auf den Boden gehören sie nicht. Bild: Imago

Alltagsfrage

Nach eingeführter Maskenpflicht: Wie entsorgst du Mundschutz und FFP2-Masken korrekt?

Es war so einfach. Kaum gab es im Einzelhandel sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht, ploppten überall Angebote für wiederverwendbare Stoffmasken auf. Schnell legten wir uns einen Vorrat zu. Ist die eine Maske in der Wäsche, wird die nächste ausgepackt. Ausgediente Masken landen im Restmüll, fertig.

Nun aber sind vielerorts medizinische Masken Pflicht. Und eigentlich hieß es, sie seien nur für den Einmalgebrauch bestimmt. Mittlerweile ist klar, dass wir FFP2-Masken mehrmals tragen können, sofern wir sie nach Gebrauch trocknen lassen oder auf 80 Grad erhitzen – und selbst dann sollten wir sie nicht sofort wieder aufsetzen, sondern vorerst zu einer anderen greifen, schreibt die Fachhochschule Münster.

Für OP-Masken gibt es diese Empfehlung nicht, auch nicht vom Robert-Koch-Institut oder dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Aufhängen und trocknen lassen geht dennoch, weil die Anzahl der Erreger nach einigen Tagen geringer wird. Doch selbst wenn wir medizinische Masken mehrmals verwenden, irgendwann müssen auch sie entsorgt werden. Aber wo genau? In den Papiermüll? Den Restmüll? Oder darf man sie gar in die Toilette werfen?

Keine Sorge, watson hat sich schlau gemacht. Ein kleiner Ratgeber.

Nicht fürs Klo (ernsthaft)

Gerade bei OP-Masken ist es verlockend, sie nach Ende ihrer Lebensdauer die Toilette herunterzuspülen. Sie ähneln Klopapier, bestehen sogar aus mehreren Lagen Papier, und mit nur einer Klospülung verschwinden sie. Deutlich angenehmer als sie im Müll zu entsorgen. Es gibt jedoch einen Haken: Die Masken bestehen auch aus Vlies, anders als Klopapier lösen sie sich nicht auf. Sie können sich mit anderen Gegenständen im Abwassersystem verknoten und Pumpen verstopfen.

Das gilt auch für FFP2-Masken.

Und was ist mit der Altpapier-Tonne?

Bevor ihr jetzt aber von der Toilette auf den nächsten Altpapier-Container zusteuert: Auch der ist weder für OP-Masken geeignet, noch für FFP2-Masken. Nachdem wir die Masken eine Weile getragen haben, könnten Viren, Bakterien oder auch Keime an ihnen haften. Deswegen gehören alle Masken in den Restmüll, schreibt die Initiative "Mülltrennung wirkt" auf ihrer Seite. Die Experten raten, sie gut verschlossenen in einen extra Müllbeutel wegzuwerfen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Versorgungsunternehmen vor möglichen Erregern zu schützen.

Müsst ihr die Maske unterwegs entsorgen, weil sie etwa feucht wird, könnt ihr euch einen kleinen Plastikbeutel mitnehmen, sie dort verstauen und bei nächster Gelegenheit wegwerfen.

Selbe Regeln für Schutzhandschuhe

Auch Einweghandschuhe gehören in den Restmüll, gut verpackt in einem Extra-Beutel. Von der gelben Tonne rät die Initiative ab, da das Material für die übliche Entsorgung im Plastikmüll zu speziell ist. Hygienemüll wird übrigens generell nicht recycelt, also gehört er auch nicht in die Wertstofftonne.

Zuletzt empfiehlt die Initiative Haushalten in Quarantäne, auf Mülltrennung zu verzichten und alle Abfälle fest verschlossen in reißfesten Säcken im Restmüll zu entsorgen. So wird das Personal von Entsorgungsfirmen geschützt und alle bleiben gesund.

(tkr)

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