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Frederick Lau und Kida Ramadan schossen in ihrem Podcast "Reich und Schön" gegen den ZDF-Reporter Nils Kaben.Bild: dpa / Matthias Balk
Fußball International

"Hurensohn der Woche": Frederick Lau und Kida Ramadan kritisieren Kroos-Eklat-Interview

05.06.2022, 08:05

Toni Kroos sorgte am vergangenen Samstag neben seinem mittlerweile fünften Champions-League-Titel für Aufsehen an der Seitenlinie nach Abpfiff. Der Grund: Er fuhr wutentbrannt den ZDF-Reporter Nils Kaben an, der ihn fragte, ob es überraschend gewesen sei, dass Real Madrid im Endspiel gegen Liverpool unter Druck geraten war.

"Du hattest 90 Minuten, dir vernünftige Fragen zu überlegen und dann stellst du mir zwei so Scheißfragen. Ganz schlimm, ganz schlimm", brach es aus dem Fußballer heraus, bevor er das Interview nach dem Spitzenspiel sogar gänzlich abbrach.

Das ist natürlich auch den Schauspielern und Fußball-Fans Kida Ramadan und Frederick Lau nicht entgangen, die in ihrer mittlerweile fünften Folge ihres gemeinsamen Podcasts "Reich und Schön" das Geschehen beim Wettkampffinale kommentierten. Bei beiden ist Nils Kaben jetzt derart unten durch, dass sie den Deutschen generell allgemeine Missgunst vorwarfen, wenn Menschen erfolgreich sind.

Toni Kroos Real bricht Interview mit ZDF-Reporter Nils Kaben ab FC Liverpool - Real Madrid Paris, Champions League, Finale, 28.05.2022, Fussball Saison 2021/22 Foto: Moritz M
Toni Kroos rastete im ZDF-Interview mit Nils Kaben aus.Bild: www.imago-images.de / imago images

Frederick Lau und Kida Ramadan haben kein Verständnis für ZDF-Reporter

Kurz wurde noch einmal in der Episode mit dem Titel "Lektion 5: Respekt geben, Respekt nehmen und morgen geht das Leben weiter" die Interview-Sequenz mit Kroos eingespielt. Der Kicker schimpfte bereits einige Schritte vom Mikrofon entfernt, dass er an solch negativen Fragen gleich merke, dass ein Reporter aus Deutschland komme.

Da gaben ihm Ramadan und Lau direkt recht: "Das kann nur aus Deutschland kommen, dass du ein Interview anfängst und erstmal drei negative Fragen stellst", pflichtete Lau bei. Sein Schauspiel- und Podcast-Kollege relativierte erst einmal vorsichtig: "Du als Deutscher kannst das besser beurteilen. Wenn ich als Libanese das einschätze, dann heißt es wieder: 'Was labert der Libanese da?'"

Er habe allerdings einen deutschen Pass und sei auch bei der Bundeswehr gewesen, also gab er sich selbst die Erlaubnis, noch einmal in die Vollen zu gehen. Kida Ramadan schilderte:

"Wir hatten mal eine Rubrik geplant, die heißt 'Hurensohn der Woche'. Heute müsste man die mal einbauen und diesem Moderator widmen. Das ist einfach ein Hurensohn der Woche, der sich nicht vorbereitet hat und nicht erstmal herzlichen Glückwunsch sagt."

"Es ist immer so, diese emotionslose Scheiße", betonte auch Frederick Lau. Schnell zogen die beiden auch eine Parallele zu ihrem Metier. Wenn sich deutsche Kritiker einen Film anschauen, dann gehe es dabei auch erstmal darum, die Fehler zu finden: "Die sagen nicht: 'Ich werde den Film mal schön genießen mit Popcorn und Cola Zero'", echauffierte sich der 45-Jährige.

Wieder stimmte Lau zu: "Man sagt nie, was einen begeistert hat, es geht immer nur ums Fehlersuchen. Woran liegt das? Warum haben die Deutschen das? Ich glaube, das ist Missgunst." Ramadan ergänzte, jetzt so richtig in Fahrt gekommen: "Ich liebe es, ich bin dankbar, dass ich in diesem Land meine Träume verwirklichen darf, aber ich glaube, den Gönnjamin haben die nicht drauf. Ihr habt ein Problem mit Neid." Im Libanon werde er im Vergleich dazu für seine Arbeit als Darsteller gelobt und gefeiert, in Deutschland merke er davon wenig.

Schauspiel-Duo lobt Jürgen Klopp in den Fußball-Himmel

Aber auch positives hatten die zwei über das Spiel am Wochenende zu sagen. So lobten sie den Trainer von Liverpool, Jürgen Klopp, der nicht zum ersten Mal den Champions-League-Titel so haarscharf verpasste, in den höchsten Tönen: "Klopp ist jemand, der niemals aufgibt. Er ist ein Kämpfer, der lässt sich nicht davon beirren." Besonders, wie er auf die Niederlage reagiert hat, rang Ramadan Respekt ab:

"Er geht erstmal zu seinen Ersatzspielern, bedankt sich. Geht zu seinem Stab, bedankt sich. Er geht zu seinen Jungs auf den Platz, baut sie auf, umarmt sie. Dann geht er zu den Schiedsrichtern, bedankt sich. Dann geht er zu den Gegnern, bedankt sich und dann ist er zu Hause, trauert 20 Minuten, aber dann erinnert er sich dran, dass er und seine Familie gesund sind. Das ist die Einstellung."
PARIS, FRANCE - MAY 28: Jurgen Klopp, Manager of Liverpool, applauds their fans after defeat in the UEFA Champions League final match between Liverpool FC and Real Madrid at Stade de France on May 28, ...
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp bewies nach der Champions-League-Niederlage Fairness. Bild: Getty Images Europe / Julian Finney

Schließlich zeigte er sich sogar derart begeistert von Klopp, dass er ihn "auch als Bundeskanzler sehen" würde. Er sei einfach wie ein Vater, wie ein Freund, vor dem man einfach Respekt habe. Deswegen sei er auch "niemals ein Verlierer", wie Lau abschließend feststellte.

(cfl)

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