Pietro Lombardi ist gut mit Amira und Oliver Pocher befreundet.
Pietro Lombardi ist gut mit Amira und Oliver Pocher befreundet.instagram/screenshot

Amira Pocher verteidigt Pietro Lombardi – und wehrt sich gegen schwere Vorwürfe

27.06.2022, 07:30

Amira Pocher war am Freitag im "Sat.1 Frühstücksfernsehen" zu Gast. Dort sprach sie über ihren Weg in die Öffentlichkeit, aber auch über Vorwürfe der Doppelmoral gegen sie bei Kindern und Marketing in der Öffentlichkeit.

Gleich zum Einstieg in die Thematik betonte die Moderatorin Marlene Lufen, dass sie insbesondere Oliver Pochers Herangehensweise bei der Kritik von Influencern teilweise als "hart an der Grenze" und "einen Tick zu viel" empfindet. Anschließend fragte sie Amira, warum ihr jedoch besonders das Thema "Kinder im Netz" so wichtig ist.

"Natürlich ist es süß, aber du nimmst ja dem Kind das Recht auf Privatsphäre einfach weg. Das Kind hat noch keine Medienkompetenz, das weiß nicht, was das Internet ist und wo Bilder landen können. Wir haben aber mittlerweile gesehen, wo sie landen können."

Sie spricht eine neue Funktion bei Youtube an, die zeigt, zu welchen Stellen eines Videos häufig zurückgespult wurde. Bei einer Mama-Bloggerin wäre dann zu der Stelle, in der sie ihr Kind wickelt, dann dreimal so oft zurückgespult bzw. pausiert worden. Außerdem betont sie, dass die Zurschaustellung der Kinder nur den Eltern etwas bringe, beispielsweise in Form von Likes, Reichweite und Werbeverträgen. In Amira Pochers Augen ist das unverantwortlich.

Kritik an Sarah Engels und Pietro Lombardi

Marlene Lufen fragt sie daraufhin, ob es dann nicht auch schwierig für sie und ihren Mann wäre, dass der enge Freund Pietro Lombardi sein Kind im Internet zeigt. Amira differenziert dort allerdings klar. Pietro selbst habe sich vor ein bis zwei Jahren dazu entschieden, zumindest das Gesicht seines Sohnes nicht mehr zu zeigen. Von anderen wurde er dafür auch kritisiert, da die Mutter seines Sohnes das nicht tut und nichts verpixelt. So hat Sarah Engels mit ihrem Sohn schon mehrere Kooperationen für Spielzeug gemacht und teilt regelmäßig Fotos und Videos von ihm. Die Pochers kritisierten das bereits mehrmals öffentlich. Amira findet es allerdings "cool und echt stark", dass Pietro es dennoch durchzieht, das Gesicht seines Kindes nicht zu zeigen.

Es gäbe jedoch auch Unterschiede, was für Fotos in welcher Frequenz gepostet werden. Einmal im Monat ein lustiges Familienfoto online zu stellen wäre nicht das Gleiche, wie sein Kind jeden Tag in sämtlichen Lebenssituationen zu zeigen.

Amira Pocher wird Doppelmoral vorgeworfen

Doch auch mit dem Vorwurf der Doppelmoral, was ihr eigenes Marketing betrifft, wird Amira Pocher konfrontiert. Sie selbst hat eine eigene Kosmetikmarke ins Leben gerufen und kürzlich für ihre neuen Nagellackfarben geworben, woraufhin es Kritik hagelte. Unter einem Posting der Marke selbst suchte sie zudem nach einem Social Media Manager oder Content Creator für ihr Unternehmen. Darunter schrieb beispielsweise ein Nutzer: "Heute weiß ich, dass auch beides geht, Konsumkritik und Konsum". Angesprochen auf diesen Vorwurf entgegnet sie, dass Werbung nicht gleich Werbung sei und es auch auf die Preise und die Qualität ankomme.

"Es gibt ja wirkliche Influencer-Brands, die nur künstlich gebaut werden, wo das Produkt nur zwei Prozent ausmacht und der Rest ist einfach das Marketing. Diese Rabattcodes mit 70, 80 Prozent, utopische Preise und die kaufen dann bei AliExpress ein und verscherbeln das dann einfach an junge Leute, die ihr Taschengeld dafür ausgeben."

Damit meint sie beispielsweise LED-Lampen, die als Zahn-Aufheller beworben werden. Sie betont: "Zu wissen, dass es kein gutes Produkt ist, das kritisieren wir." Sie selbst habe auch schon seit Jahren Kooperationen. Ganz klar bezeichnet sie sich dabei auch selbst als Unternehmerin, die regelmäßig in der Fabrik ist und für ihre Firma arbeitet. Die Menschen würden allerdings nicht richtig zuhören und die eigentliche Botschaft hinter ihrer Kritik nicht verstehen.

Mit Kritik muss allerdings auch sie umgehen. Denn auch während ihres Auftritts bei Sat.1 bemängelten einige Zuschauer, dass sie die Pochers aufgrund ihrer Art und Weise, andere Influencer in der Öffentlichkeit zu kritisieren, nicht im TV sehen wollen.

(crl)

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