Unterhaltung
Michael Wendler

Michael Wendler meldete sich in einem Live-Video auf Instagram zu Wort. Bild: screenshot instagram.com/wendler.michael

Wendler meldet sich live auf Instagram und schockt mit kruden Behauptungen

Um Punkt 20 Uhr meldete sich am Dienstagabend Michael Wendler live auf Instagram. Er hatte den Auftritt schon vor Tagen groß mit einem Post angekündigt und auch auf seinem Telegram-Kanal die Werbetrommel gerührt. Was er seinen Followern mitzuteilen hatte? Man konnte es sich nach seinen vergangenen Beiträgen auf Telegram schon ein wenig denken: Krude Behauptungen über die Corona-Pandemie und den angeblichen Wahlbetrug in den USA.

Auf Instagram wollte er nun auch diejenigen belehren oder gar bekehren, die nicht auf Attila Hildmanns Lieblingsplattform unterwegs sind. Und das, was der Wendler nun zu sagen hatte, hatte in Teilen fast komödiantischen Charakter – wäre das Ganze nicht so ernst und tragisch.

Zunächst erklärte er den zwischenzeitlich bis zu fast 35.000 Live-Zuschauern, dass es in Florida weder einen Lockdown, noch "Leichenberge" gebe. Er sei froh dort zu sein, denn was in demokratisch geführten Staaten abliefe, sei ganz anders. Die Maßnahmen dort und auch hier in Deutschland seien in seinen Augen "Freiheitsberaubung".

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Auf Instagram erklärte der Wendler, was der Grund für seine plötzliche Abreise aus Deutschland war. Bild: screenshot instagram.com/wendler.michael

Wendlers Karriereende? "Lächerlich"

Davon mal ganz abgesehen meldete er sich allerdings zu Wort, um persönlich über das aufzuklären, was in den vergangenen Wochen passiert sei. In den Wochen, in denen er von den Medien niedergemacht wurde, wie er sagt. Dass in den Medien immer wieder sein Karriereende prognostiziert wird? "Lächerlich", stellt er klar.

Für ihn sei dieses Jahr wahnsinnig erfolgreich gewesen. "Ich habe wirklich einen sehr, sehr guten Lauf gehabt", sagt er – nicht zuletzt wegen RTL, die in ihm und Laura Potenzial gesehen haben. Und selbst Oliver Pocher kann nicht absprechen, an diesem Karriere-Push beteiligt gewesen zu sein. Alle seine Sendungen und die Dokus mit Laura liefen sehr erfolgreich, berichtet er – und dann kam die Anfrage von "DSDS". Für ihn war dies das Größte überhaupt, wie er weiter sagt. Nie hätte er sich vorstellen können, dass er dort mal mitmachen würde.

Doch seine Ängste seien unbegründet gewesen, selbst mit Dieter Bohlen sei er bestens klargekommen. Der Bohlen sei ein "ganz feiner Mensch", verkündete der Wendler. Doch das wars dann auch mit den freundlichen Worten über die Show.

Der Wendler berichtete weiter, wie er schon früh das Gespräch zu RTL und den "DSDS"-Verantwortlichen gesucht habe, um zu deutlich zu machen, dass er beim nächsten Lockdown oder sobald Hotels schließen müssen, nicht mehr bei der Castingshow dabei sein wird. Genau das hatte der Wendler auch schon in früheren Statements behauptet.

Aussagen auf "DSDS"-Pressekonferenz hatten Laura "verletzt"

Nun nannte er allerdings noch weitere Punkte, die ihn vorzeitig zurück in die USA reisen ließen und zu seinem Entschluss, die "DSDS"-Jury zu verlassen, geführt haben. Vor allem einer ist dabei spannend.

Michael Wendler betonte, dass Laura sehr wohl einen offiziellen Job bei "DSDS" gehabt hätte. Das sei sogar vertraglich mit RTL und Vox festgehalten gewesen. Doch als auf der Pressekonferenz auf Nachfrage von watson der RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm behauptet hatte, Laura sei nur für Wendlers "Seelenheil" zuständig und hätte sonst keine Aufgabe, sei Laura extrem "verletzt" gewesen.

Sie alleine im Hotelzimmer sitzen zu lassen, sei für ihn nicht infrage gekommen. Und da Laura aufgrund der Reisebestimmungen nicht alleine in die USA einreisen durfte, seien sie gemeinsam zurück nach Florida geflogen – und was dann passiert ist, wissen wir alle nur zu gut.

Wendler verbreitet krude Verschwörungsmythen

Abschließend ließ der Wendler seine Live-Zuschauer noch einmal an seinen Corona-Schwurbeleien teilhaben, wetterte gegen die Bundesregierung, die "es nicht gut mit uns" meint und verkündete, dass mit dem geplanten, neuen Infektionsschutzgesetz "jeder geimpft wird, der nicht schnell genug flüchten kann". Die kurioseste Behauptung jedoch: Wenn Trump 2016 nicht US-Präsident geworden wäre, dann wäre schon viel früher eine "Fake-Pandemie" ausgerufen worden.

Zum Schluss hatte der Wendler nur noch eins zu sagen: "Es ist wirklich ernst und wer das jetzt immer noch nicht verstanden hat, dem kann man nicht helfen." Angesichts dieses Instagram-Livevideos dürfte nun klar sein, wem wohl tatsächlich nicht mehr zu helfen ist...

(jei)

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