Prince Fabian

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"Prince Charming" Fabian Fuchs brachte viel Diskussionspotenzial mit. bild: rtl
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"Prince Charming" 2022: Fabian Fuchs sorgt für böse Überraschung beim Wiedersehen

02.12.2022, 08:1402.12.2022, 11:49

"Prince Charming" ist für dieses Jahr durch. Eine Staffel, die von vielen Spekulationen um ihre Hauptfigur geprägt war, endet mit einem Wiedersehen und einem Prinzen, der am Ende seiner eigenen Show fast ins Hintertreffen gerät.

Dass der Prinz es seinem Streaming-Publikum nicht leicht machen würde, ihn bei seiner Suche anzufeuern, kristallisierte sich schon vor der ersten Folge heraus. Denn ein ehemaliger Kollege des Internetmanagers machte Informationen über das angeblich diskriminierende Grindr-Profil des Prinzen publik. Nichtsdestotrotz verrieten bereits die ersten Trailer der vierten Staffel "Prince Charming" jede Menge Reality-Spaß.

Fabian Fuchs: Fragwürdige Beziehungsmodelle und ganz viel Knutschen

Allerdings gab es da noch etwas. "Vom Heiraten halte ich nicht so viel", gestand Fabian Fuchs schon vor der Ausstrahlung im Interview mit "Bild". Dass der 33-Jährige aber möglicherweise auch keine Beziehung im traditionellen Sinne sucht, ließ er da noch aus. Doch dieser Eindruck zog sich durch die gesamte Staffel und gipfelte schließlich im Wiedersehen. Viele Teilnehmer der Show waren allerdings auf der Suche nach einer festen monogamen Beziehung.

Die konkrete Meinung des selbst ernannten "Jägers" diesbezüglich herauszufinden, stellte sich dennoch als nur schwer zu knackende Nuss heraus. Denn kam ein Kandidat mal zu nahe an den Prinzen und das Gespräch wurde tiefgründiger, gab es nur einen Ausweg: knutschen. Und war es nicht das, dann wurden meist sexuelle Themen angeschnitten.

Doch auch weil der Prince Charming seinen Platz auf dem Podest nie verließ, entstanden unter den Villabewohnern umso engere Beziehungen. Gerade das Wiedersehen unterstreicht den Eindruck, dass sich die Kandidaten untereinander hervorragend verstanden, die Beziehung zum Prinzen aber wohl immer eine etwas Schwierige war.

Außer vielleicht für seine zwei Finalisten. Dass sich der 33-Jährige dafür entscheidet, mit Basti die Villa zu verlassen, kam dennoch mehr als unerwartet. Im Vorfeld der letzten regulären Folge wurde stets Tim als großer Favorit gehandelt.

Lola Weippert moderiert mit Überraschungen gespicktes Wiedersehen

Die negative Kritik, die er um seine Person erfahren musste, warf Fabian Fuchs ordentlich aus der Bahn, gibt er zu. Doch statt einige Dinge gerade zu rücken, tut er sich mit dem Wiedersehen keinen Gefallen.

Denn wie sich herausstellt, sollten sich alle Befürchtungen über den Prinzen und seine Beziehungsideen bewahrheiten. Gewinner Basti erzählt im Gespräch mit Lola Weippert, dass nur auf Rhodos die Gefühle zwischen dem "Prinzenpaar" vorhanden gewesen seien. Für eine Woche hat es dem Krawatten-Kavalier wohl gereicht. Danach hörte Basti "abrupt" weniger von Fabian Fuchs. Der Prinz meldete sich nicht mehr. Dieser bezeichnet sich rückblickend als "maßlos überfordert".

Zurück in der Heimat merkte der diesjährige Prince Charming nämlich, dass er sich falsch entschieden hatte. Kurzerhand rief er seinen Zweitplatzierten an, um es lieber mit Tim zu versuchen. Doch wirklich offene Kommunikation fand anschließend weder mit Basti noch mit Tim statt. Der Prinz räumt lachend ein, sogar "ein paar Tage parallel" mit seinen beiden Finalisten gefahren zu sein. Die Männer in der Runde zeigen sich davon nur wenig beeindruckt.

Fabian Fuchs trennte sich schließlich per Telefon von seinem ursprünglich-Auserwähltem. Für Basti war das nach dem wenigen Kontakt aber keine Überraschung mehr. "Was geschah dann?", will Lola Weippert wissen.

Fabians Fuchs der unermüdliche "Jäger und Eroberer"

Von nun an dateten sich Tim und Fabi für zwei Monate auf Distanz. Fabi lebt in Berlin, Tim in Luzern in der Schweiz. Auch geheim musste die Beziehung bleiben, um nichts vom Ausgang der Sendung zu verraten.

Aus den beiden wurde dennoch nichts. Woran es gelegen hat, beantwortet ein sichtlich verletzter Tim:

"Der Jäger muss ja jagen, die Jagd ist nie beendet."

Tim zieht dabei resigniert die Schultern hoch. Er spielt damit auf Fabian selbst an, der schon vor Ausstrahlung der Show nie müde wurde, sich mit seinem "Jagdinstinkt" auf Männer zu brüsten.

Grundlegende Unterschiede in den Vorstellungen einer Beziehung sorgten für das Ende des Paares. Worum genau es sich dabei handelt, war erwartbar, wird aber noch mal deutlich, als Lola Weippert fragt, ob Fabi und Tim exklusiv miteinander waren. "Aus meiner Sicht nicht", erinnert sich der Prinz, woraufhin ein niedergeschlagener Tim zugibt: "Aus meiner Sicht schon".

Tim 

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Kandidat Tim belegte eigentlich den zweiten Platz, ehe sich der Prinz doch führ ihn entschied. bild: rtl

Kandidat Philippe urteilt daraufhin scharf: "Ich hätte das alles nicht mitgemacht! Ich bin froh, dass ich kein Part of the game war."

Das alte Muster der Casting-Probleme

An Fabian Fuchs' persönlichen Einstellungen und Beziehungsvorstellungen ist grundsätzlich nichts verwerfliches oder falsches, das muss betont werden, nur ist er für die Rolle des Prince Charming einfach keine passende Besetzung. Schließlich soll sich der Prinz auf die Suche nach der großen Liebe machen. Fabian Fuchs will sich aber weder im Finale, noch danach auf bloß einen festlegen.

Während beim lesbischen Schwester-Format "Princess Charming" der Fokus dieses Jahres zwanghaft auf Aufklärung und Awareness gelegt wurde und das eher weniger erfolgreich endete, darf aber immerhin beim schwulen Pendant Trash-TV noch Trash-TV sein. Ob das daran liegt, dass die Erwartungshaltung an Männer einfach eine andere ist oder Sex hier nicht erklärt werden muss, weil man sich vorstellen kann, wie es zwischen zwei Schwulen von statten geht, sei dahin gestellt.

Warum "Prince Charming" trotzdem wichtig ist

Warum "Prince Charming" trotz allem extrem wichtig ist, zeigt unter anderem die Teilnahme des 31-Jährigen Alex, der sich erst mit 27 Jahren outete. Mit seiner persönlichen Teilnahme geht er selbst dagegen vor und zeigt: Auch ein Coming-Out mit Ende zwanzig ist völlig normal.

Oder auch Kandidat Leon, der in Folge fünf Kritik am zu lauten und zu schrillen CSD kontert. Er argumentiert: "Es ist unglaublich wichtig, jede Art und Weise, wie du dich fühlst, auszudrücken, repräsentiert zu sehen. Solange du keinen damit verletzt, hat das alles seine Berechtigung."

So verhält es sich auch mit den Formaten "Prince Charming" und "Princess Charming". Sie sind unglaublich bereichernd für die deutsche Fernsehlandschaft, weil es nur hier so unverpackte Queerness gibt.

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