Nura nahm bislang etliche Songs mit männlichen Rappern auf – viele davon scheint sie zu bereuen.
Nura nahm bislang etliche Songs mit männlichen Rappern auf – viele davon scheint sie zu bereuen.Bild: imago images / Jan Huebner

Eindeutige Auswahl: Rapperin Nura distanziert sich von Songs mit Manuellsen, Bausa und Frauenarzt

05.05.2022, 19:28

Nura positioniert sich klar zu Feature-Partnern, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere zusammengearbeitet hat. Die Rapperin wurde in erster Linie durch das Duo SXTN bekannt, als das sie und Juju bis zur Auflösung 2019 auftraten. Gemeinsam feierten sie unter anderem mit dem Album "Leben am Limit" große Erfolge, die Platte ging mittlerweile Gold.

Als Frauen im männerdominierten Rap-Business gelang ihnen der Durchbruch seinerzeit spielend, jetzt sind beide Interpretinnen als Solo-Künstlerinnen immer noch regelmäßig in den Charts.

In Nuras Texten und auch auf ihren Social-Media-Accounts spielen die Themen Rassismus und Feminismus wichtige Rollen, regelmäßig weist sie in Instagram-Storys auf die Benachteiligung von Frauen und/oder Minderheiten hin. Als die Künstlerin kürzlich gefragt wurde, welche Songs sie mittlerweile allerdings bereue, bekamen ihre Fans eine eindeutige Antwort.

Nura nennt Features, die sie nicht mehr feiert

"Welche von dir gesungenen Lieder oder Features feierst du gar nicht mehr?", lautete die Frage aus ihrer Community in einer Frage-Antwort-Runde auf Instagram. Eine genaue Erklärung lieferte Nura dazu nicht, listete aber folgende Tracks auf: "Verliebt in einen Gangster", "Comfort Zone", "31er", "In Berlin", "Fokus", "Zieh dein Shirt aus"-Remix, "Tennis", "Nutella" und "Echte Männer".

Nura listete etliche Songs auf, hinter denen sie heute nicht mehr steht.
Nura listete etliche Songs auf, hinter denen sie heute nicht mehr steht.Bild: Screenshot / Instagram / nura

Auffallend ist dabei vor allem eines: Es sind Features mit durchgängig männlichen Rappern. Manuellsen, Bausa, Frauenarzt, 18 Karat, AchtVier oder Spinning 9 verbergen sich hinter den Songtiteln.

Allesamt fielen in der Vergangenheit bereits mit frauenverachtenden Textzeilen negativ auf. So steuerte beispielsweise Bausa einen deutschen Part für eine Version von "Vossi Bop" von Stormzy bei, der in der Deutschrap-Szene für Unmut sorgte. Er rappt in seinem Part: "Ich lass keine Hurentochter ungefickt / alle wollen meinen Dick / sogar Lesben werden umgedreht".

Womöglich sind es Lines wie diese, die auch Nura nicht mit ihrem künstlerischen Schaffen und ihrer allgemeinen Einstellung nicht vereinbaren kann – wodurch sie auch die gemeinsamen Songs mit unter anderem dem Bietigheim-Bissinger nicht mehr feiern kann. Erwähnenswert bleiben aber auch Feature-Parts, die sie in diesem Atemzug nicht auflistet, darunter der Song "Chaya", den Nura zusammen mit Trettmann aufnahm, oder "Babebabe", ein Feature mit dem 2018 verstorbenen Samson Wieland, der mit dem Pseudonym Sam auftrat.

Keineswegs kann Nura also unterstellt werden, dass sie generell alle männlichen Rapper mit ihrem Post meint, sondern ganz gezielte Interpreten für die Liste ausgewählt haben könnte.

Scharfe Kritik an Dieter Bohlen und Julian Reichelt

Auch abseits ihrer Musik äußerte die 33-Jährige vor Kurzem Kritik an männlichen Prominenten. Ebenfalls auf Instagram machte diese Woche ein Video die Runde, in dem Dieter Bohlen neben Katja Krasavice sitzt und seinen Fans erklärt, dass es in ihren Gesprächen lediglich um "Sex und Doggystyle" gehe. Gemeinsam mit Pietro Lombardi haben die beiden eine Cover-Version seines Modern-Talking-Hits "You're My Heart, You're My Soul" aufgenommen.

Der entsprechende Clip ging aber offensichtlich auch nicht an Nura vorbei. Sie holte gegen den Poptitan, der im vergangenen Jahr wegen fieser Sprüche aus den Jurys von "DSDS" und "Das Supertalent" entlassen wurde, aus. Dieter Bohlen mache die Musik, die sie am wenigsten feiere und Nura fügte noch hinzu:

"Zusätzlich ist er noch der größte Sexist und Mobber."

Auch auf die Frage, welcher der unangenehmste Promi gewesen sei, mit dem Nura in ihrer bisherigen Karriere zu tun hatte, reagierte sie in einer Fragerunde – wobei ihr schließlich der ehemalige "Bild"-Journalist Julian Reichelt einfiel.

Zwar habe sie noch nie mit ihm zusammengearbeitet, habe aber trotzdem immer wieder "Müll" über sich auf der Plattform lesen müssen. "'Promi' würde ich ihn nicht nennen. Ich nenne Julian Reichelt einfach nur Wurst. Er und sein Clown-Verein schreiben viel Müll und betreiben Hetze", beantwortete sie offen die Nachfrage ihrer Fans.

(cfl)

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