Politik? Davon will Andreas Gabalier in Interviews nichts hören!
Politik? Davon will Andreas Gabalier in Interviews nichts hören!
Bild: imago images / osnapix

Wegen politischer Fragen? Andreas Gabalier brach Interview ab

24.09.2019, 06:59

Was der AfD-Politiker Björn Höcke kann, das kann der Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier schon lange. Wie nun bekannt wurde, brach der Gabalier vor rund einem Monat ein TV-Interview mit dem ORF ab, das berichtet "Der Standard" aus Österreich. Der Grund: Anscheinend waren dem Schlagermusiker politische Fragen zu ungemütlich.

Drei Fragen und Antworten zum Fall Gabalier:

Was war geplant?

Wie die österreichische Zeitung berichtet, hat sich der Vorfall vor rund einem Monat ereignet. Anlässlich eines Konzerts in Wien am 30. August sollte Andreas Gabalier für die Sendung "ZiB Nacht" auf dem TV-Sender ORF1 interviewt werden. Vor der Aufzeichnung hatte er noch einen Live-Auftritt in der ebenfalls vom ORF produzierten Sendung "Studio 2" gegeben. Inzwischen ist bekannt: Gabalier brach das Interview ab, der ORF entschloss sich dazu, das Gespräch nicht zu senden.

Weshalb eskalierte das Interview mit Gabalier?

"Der Standard" fragte beim ORF nach den Hintergründen des Abbruchs. Dort hieß es, dass das Management das Interview beendet habe, nachdem politische Fragen gestellt worden waren. Genau das habe man aber vorab besprochen gehabt, hieß es vom ORF:

"Die ORF1-Inforedaktion hat mit Gabaliers Management vorbesprochen, dass in einem Interview für eine Nachrichtensendung selbstredend (abseits von Fragen zur Tour) auch allgemein über Politik und aktuellen Wahlkampf gesprochen wird – etwa zu den aktuellen Themengebieten Ibiza-Gate, Hörbiger-Video (zum Thema Künstler und Politik) und persönliche Bilanz des bisherigen Wahlkampfs."

Und weiter:

"Nach wenigen Fragen entschied Gabaliers Management, die Aufzeichnung zu beenden und keine Autorisierung des bis dahin produzierten Interviewmaterials zu erteilen."

Auch spannend:

Warum strahlt der ORF das Interview nun nicht aus?

Ein ORF-Sprecher erklärte dem "Standard", dass der Sender das Interview aus journalistischen Gründen nicht verwendet habe:

"Da das Gespräch bis zu diesem Zeitpunkt weder kontroverse noch relevante beziehungsweise keine über Konzert-PR hinausgehenden Äußerungen Gabaliers enthielt, sah die Nachrichtenredaktion ohnehin aus rein journalistischen Gründen von einer Verwendung des Materials als Studiogespräch ab. Auf Sendung ging ein Beitrag der Kulturredaktion anlässlich des Konzerts."

... und Gabalier selbst? Bislang hat sich der Musiker nicht zu den Vorwürfen geäußert.

(hd)

Jodel bittet um neue Politikerberufe

1 / 14
Jodel bittet um neue Politikerberufe
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Diese vier Vorurteile füttern Rechtspopulisten

"Am meisten hat es mir wegen Shindy wehgetan": Rapper Ali Bumaye erinnert sich an Bushidos Label-Trennung

Die Auflösung von Bushidos Label Ersguterjunge, auch unter der Abkürzung EGJ bekannt, hatte weitreichende Konsequenzen für etliche Deutschrapper. Seit der Rechtsstreit zwischen dem Berliner Künstler und Arafat Abou-Chaker losging, ging es mit EGJ bergab – die beim Label unter Vertrag stehenden Künstler wurden entzweit. Laut Bushido soll Abou-Chaker versucht haben, die Rapper auf seine Seite zu ziehen, alle bis auf Samra hätten sich daraufhin gegen ihn aufgelehnt.

2018 verließen aufgrund der …

Artikel lesen
Link zum Artikel