Der Rapper Kollegah.
Der Rapper Kollegah. Bild: imago-images

Konzert-Absage: Veranstalter rechtfertigt sich und greift Kollegah an

16.12.2019, 09:11

Er ist ein Mann, der gerne auffällt, kein Blatt vor den Mund nimmt und polarisiert: Kollegah. Bereits im November ging der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter gegen den Rapper vor. Er forderte, dass der Veranstalter das Konzert absagte. Er fand es "beschämend", Kollegah eine Bühne zu bieten.

Zuvor hatte die Kölner Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zum Boykott des Konzerts aufgerufen – wegen "Antisemitismus, Homophobie und Gewalt gegen Frauen". Weder der Veranstalter noch das Management äußerten sich damals dazu.

Ganz anders in diesem Fall

Am Samstag hätte Kollegah in München auftreten sollen – hätte. Das Konzert fand nicht statt. Der Konzertveranstalter "Backstage" untersagte dem Rapper den Auftritt – und rechtfertigte sich ausführlich auf Facebook. Nicht, ohne gegen den Künstler auszuteilen.

"Nach einem intensiven Entscheidungsprozess sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass unter den aufgetretenen Umständen, der Schwere der Vorwürfe und aufgrund des Umgangs des Künstlers damit, das Konzert nicht mit der Philosophie des Backstage zu vertreten ist und wir keine alternativen Handlungsoptionen haben."
Veranstalter über die Absage des Kollegah-Konzerts.

In seinem Statement legt der Veranstalter außerdem noch seinen Anspruch dar. Er habe die Vorwürfe ernst genommen und auch das Gespräch mit Kollegah gesucht. Dieser habe dem Veranstalter versichert, kein Antisemit zu sein. Zu einem Gespräch sei es jedoch nie gekommen – aus verschiedenen Gründen. "Backstage" schreibt: "Am Ende war der entscheidende Faktor die weiterhin provozierende, nicht vertrauensbildende, widersprüchliche und auch uns gegenüber viel zu passive Haltung des Künstlers."

"Wer sich Boss nennt, sollte auch die Stärke haben, Fehler zuzugeben, seine Haltung deutlich zu erklären und vor allem Stellung zu den massiven Vorwürfen nehmen."
Münchener Veranstalter über Kollegah.

Und damit den Veranstalter keiner falsch versteht, begründet er die Absage:

  • Eine tägliche Kontaktaufnahme sei gescheitert.
  • Das Verhalten des Künstlers konterkarierte die Bemühungen des Veranstalters.
  • Eine Zusage über eine konstruktive Debatte über antisemitische oder andere diffamierenden Inhalte habe es nicht gegeben.

Doch nicht nur Kollegah muss sich was anhören. "Backstage" ist auch mit der Unterstützung vonseiten der verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Akteure in München unzufrieden. Der Veranstalter sei jedoch froh über den Beistand des Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Ludwig Spaenle sowie dem Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter, die sich "sachlich und lösungsorientiert" zu diesem Thema geäußert hätten.

Und Kollegah? Der schweigt und zieht sein "Business as usual" durch.

(lin)

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