Nach der Netflix-Doku "Der Tinder Schwindler" will sich Simon Leviev offenbar noch einmal ausführlicher äußern.
Nach der Netflix-Doku "Der Tinder Schwindler" will sich Simon Leviev offenbar noch einmal ausführlicher äußern.Bild: Netflix

"Der Tinder Schwindler": Simon Leviev überrascht mit Ankündigung nach Netflix-Doku

14.02.2022, 07:36

Die Dokumentation "Der Tinder Schwindler" sorgt derzeit bei Netflix für Furore. Der Film erzählt die Geschichte von Simon Leviev, der über die Dating-Plattform Tinder Kontakt zu Frauen aufnahm und mehrere von ihnen schließlich um Geld betrug, indem er ihnen spektakuläre Lügengeschichten auftischte. Wegen Diebstahl, Urkundenfälschung und Betrug wurde der 31-Jährige schließlich auch verurteilt. Der Film zeichnet nach, wie sogar mehrere Länder nach Leviev fahnden, stellt am Ende jedoch heraus, dass er sich derzeit auf freiem Fuß befindet – und keine finanziellen Probleme mehr zu haben scheint.

Mittlerweile wurde er bei Tinder gesperrt, sein Instagram-Account verschwand ebenfalls, genauer gesagt am vergangenen Freitag. Das hält Leviev aber nicht davon ab, ein offenbar längeres Statement anzukündigen.

Der Tinder-Schwindler will nach Netflix-Doku nicht nachgeben

Am Ende von "Der Tindler Schwindler" wird gezeigt, dass das Produktionsteam auch den Betrüger selbst wegen einer Beteiligung an dem Film anfragte. Daraufhin hinterließ er aber lediglich eine Sprachnachricht, in der es heißt: "Ich werde meine Klage gegen Sie wegen Verleumdung und Lügen fortsetzen. Im Grunde basiert das alles auf einer Lüge."

Kurz vor seinem unfreiwilligen Instagram-Exit hatte Leviev das Thema noch einmal aufgegriffen und geäußert: "Ich meine, sie hätten mich verhaften sollen, als wir noch gedreht haben. Es ist höchste Zeit, dass die Damen anfangen, die Wahrheit zu sagen." Obendrein kündigte er an, sich bald an "die ganze Welt" zu wenden – wohl in der Absicht, seine Version genauer darzulegen.

Nun sieht es ganz danach aus, als sei der Tinder-Schwindler bei Instagram zurückgekehrt. Über einen mutmaßlich neuen Account teilte er jedenfalls mehrere Texttafeln, die unter anderem besagen:

"Instagram hat meinen Account gesperrt, aber ich wollte euch allen für eure Unterstützung danken. Ich werde bald meine ganze Geschichte erzählen."

Als Zeitrahmen dafür nennt er wiederum "die nächsten paar Tage". Anscheinend also bleibt es dabei, dass er der Welt seine Sicht der Dinge auf die ganze Story darlegen will – obwohl die Faktenlage eigentlich kaum stärker gegen ihn sprechen könnte. Sein zweifelhafter Ruhm durch die Netflix-Produktion dürfte bei seinem Vorhaben sicherlich eine gewisse Rolle spielen.

Derweil hat auch eine ehemalige "Bachelor"-Kandidatin aus Deutschland angegeben, schon einmal den Tinder-Schwindler getroffen zu haben. Für Hannah Kerschbaumer wurde ein Date im Ritz-Carlton in Berlin dann aber doch zu unangenehm, als Leviev die Hand auf ihren Oberschenkel legte und plötzlich "ziemlich düstere Dinge" aus seiner Vergangenheit zu erzählen begann. Schließlich sei sie einfach gegangen.

(ju)

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