Carole Baskin wurde durch die Netflix-Doku "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere" weltweit bekannt.
Carole Baskin wurde durch die Netflix-Doku "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere" weltweit bekannt. Bild: IMAGO / ZUMA Press

Klage gegen Netflix: "Tiger King"-Star zieht vor Gericht

03.11.2021, 14:10

"Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere" war einer der Überraschungserfolge im vergangenen Jahr. Zu Beginn der Covid-19-Pandemie, als alle zu Hause bleiben mussten, kam die Netflix-Dokumentation mit den exzentrischen Protagonisten zum perfekten Zeitpunkt. Im Mittelpunkt steht darin Joe Exotic, der lange Zeit einen Privatzoo mit Löwen, Tigern und anderen Wildkatzen US-Bundesstaat Oklahoma betrieb.

Eine ebenso wichtige Rolle nimmt Joe Exotics erklärte Feindin Carole Baskin in der Doku ein. Sie war die Betreiberin des "Big Cat Rescue", wo sie ebenfalls Wilkatzen hielt, doch laut ihrer Aussage unter besseren Bedingungen als Joe Exotic in seinem Zoo. Die Fehde zwischen den beiden schaukelte sich so lange hoch, bis Joe Exotic den Mord an der selbsterklärten Tierschützerin in Auftrag gab. Daraufhin wurde er zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt, die er momentan absitzt.

Joe Exotic sitzt wegen Auftrag zum Mord und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz im Gefängnis.
Joe Exotic sitzt wegen Auftrag zum Mord und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz im Gefängnis. Bild: imago images / NETFLIX

Baskin verklagt Netflix

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Netflix den Trailer für "Tiger King 2". Darin sind auch Aufnahmen und Interviewausschnitte von Carole Baskin zu sehen. Nun hat sie den Streamingdienst verklagt, da es sich bei den im Trailer gezeigten Szenen um Interviewaufnahmen handele, die es nicht in die erste Staffel geschafft hätten. Die Prodzenten hätten es jedoch so aussehen lassen, als hätte Baskin ihnen noch weitere Interviews gegeben, was angeblich jedoch nicht der Fall war.

Wie "Variety" berichtet, habe die Produktionsfirma der "Tiger-King"-Dokus den Vertrag mit Baskin gebrochen. Darin sei nicht erwähnt worden, dass die Aufnahmen auch für mögliche Fortsetzungen verwendet werden dürfen. Carole Baskin kritisierte außerdem die Filmemacher:

"Ich würde Eric Goode und Rebecca Chaiklin nicht als echte Dokumentarfilmer bezeichnen. Es war nur Reality-Show-Müll."

Die 60-Jährige drückte zudem ihre Unzufriedenheit darüber aus, wie ihr "Big Cat Rescue" in der ersten Staffel dargestellt wurde: "Die erste Staffel 'Tiger King' hat fälschlicherweise impliziert, dass 'Big Cat Rescue' seine Tiere misshandele, indem sie in zu kleinen Käfigen gesperrt wurden, während sie tatsächlich in großen Gehegen gehalten werden."

Am schädlichsten seien jedoch die immer wiederkehrenden Andeutungen gewesen, wonach Baskin etwas mit dem Verschwinden ihres zweiten Ehemanns im Jahr 1997 zu tun gehabt haben soll, heißt es in der Klage weiter. Der Millionär Don Lewis, mit dem Carole Baskin das "Big Cat Rescue" aufgebaut hatte, war unter mysteriösen Umständen verschwunden und wurde nach fünf Jahren schließlich für tot erklärt.

Joe Exotic hatte in "Tiger King" wiederholt den Vorwurf geäußert, Carole Baskin selbst habe ihren Ehemann ermordet und ihn anschließend an ihre eigenen Wildkatzen verfüttert. Sie selbst hatte dies stets bestritten.

(si)

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