Kim Kardashian und Kylie Jenner sind wahre Ikonen auf Instagram.
Kim Kardashian und Kylie Jenner sind wahre Ikonen auf Instagram. Bild: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP | Evan Agostini

Heftige Kritik an Instagram: US-Promis gehen auf die Barrikaden

28.07.2022, 13:37

Instagram entwickelt sich aktuell in eine Richtung, die so manchen Größen der Plattform nicht passt. Mittlerweile wurde sogar eine Petition gestartet, die von Prominenten wie Kylie Jenner und Kim Kardashian geteilt wurde. Darauf reagierte der Instagram-Chef höchst persönlich – und erhielt weitere Gegenreaktionen.

Es sind mehrere Forderungen, die in der Petition "Make Instagram Instagram again" von Fotografin Tati Bruening stehen. Dabei geht es aber nicht so sehr um Neuerungen, sondern vielmehr um das Zurückholen einer längst vergangenen App-Version.

Vorwurf: Instagram wird zu Tiktok

So soll beispielsweise die chronologische Timeline wieder zurückgebracht werden, sodass die "besten Momente in Echtzeit" angezeigt werden. Der Hauptkritikpunkt an der aktuellen Instagram-Version ist jedoch die Imitation von Tiktok, die weder innovativ noch einzigartig sei. In der Petition heißt es demnach:

"Es gibt Tiktok aus einem bestimmten Grund, und sind wir ehrlich: Die einzigen hochgeladenen Videos sind recycelte Tiktoks und Inhalte, die die Welt schon gesehen hat. Was ist innovativ und einzigartig an alten, abgestandenen Inhalten? Nichts!"

Da Instagram den Fokus aktuell auf Videos legt, haben die Verantwortlichen auch ihren Algorithmus angepasst. Dieser spielt nun vermehrt Videos aus, weshalb immer mehr Künstler, Komiker und Influencer Videoinhalte produzieren müssen, um ihre Follower zu erreichen. Außerdem hätten viele Content-Creator die Plattform mit aufgebaut, weshalb es nicht fair sei, wenn sie ihren Content nun dem Algorithmus anpassen müssten:

"Es fühlt sich falsch an, den Algorithmus bei Urhebern zu ändern, die [...] zur Community beigetragen haben, und sie zu zwingen, ihre gesamte inhaltliche Ausrichtung und ihren Lebensstil zu ändern, um einen neuen Algorithmus zu bedienen."

Daher appellieren Tati Bruening und über 214.000 andere Menschen, die die Petition bisher unterzeichneten, daran, auf die Community zu hören.

Kim Kardashian und Kylie Jenner wehren sich – Statement von Instagram-Boss

Dem stimmten auch Kim Kardashian und Kylie Jenner zu. In ihren Instagram-Storys teilten die Halbgeschwister die Petition, um all ihre Follower dazu aufzurufen, diese auch zu unterschreiben. Kylie Jenner selbst ist die Frau mit den meisten Abonnenten der Plattform, über 361 Millionen Menschen folgen ihr. Kim Kardashian ist auf Instagram ebenfalls keine Unbekannte, sie hat 326 Millionen Follower.

Damit ging der öffentliche Aufruf in Kylies Story direkt in die Chefetage des Unternehmens, da Instagram-Chef Adam Mosseri ihr persönlich folgt. Kurz nach dem Teilen der Petition reagierte er mit einem Video und betonte, dass weiterhin Fotos auf der Plattform unterstützt werden sollen. Momentan würde Instagram viel experimentieren, um das Nutzererlebnis zu verbessern, außerdem seien Videoinhalte sehr beliebt. Daher ist Mosseri überzeugt, dass Instagram sich auch ohne jeglichen Einfluss in eine Video-Plattform verwandeln würde:

"Ich muss ehrlich sein. Ich glaube, dass Instagram mit der Zeit immer mehr zu einem Videoportal werden wird. Wir sehen das, auch wenn wir nichts ändern."

Auflehnung von James Charles und Co.

In den Kommentaren erhielt Mosseri dafür von einigen followerstarken Personen der Plattform Gegenwind – darunter der Youtuber James Charles, die Künstler Daniel Rueda und Anna Devís, Meme-Seiten sowie etliche Influencer, Models und TV-Persönlichkeiten mit Hunderttausenden bis Millionen von Fans.

James Charles, der über 22 Millionen Abonnenten auf Instagram hat, gab sich mit dem Statement gar nicht zufrieden und betonte den Grund für die vermeintliche Beliebtheit von Videos. Diese sei erzwungen, da Fotos auf der Platttform weniger prominent ausgespielt würden, wodurch Videos zur einzigen Chance auf Wachstum werden würden. Seiner Meinung nach verliere Instagram aktuell sowohl den Wettbewerb als auch seine Identität.

Charles Kommentar allein hat 29.000 Likes, doch auch aus tausenden weiteren Kommentaren unter dem Statement geht hervor, dass dieser Wandel nicht gewünscht ist. Ob Instagram dadurch tatsächlich noch einmal in eine andere Richtung gehen wird, bleibt abzuwarten.

(crl)

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