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Oliver Pocher meldete sich nun nach dem Interview von Boris Becker zu Wort.Bild: Revierfoto/PA Wire / --/Kirsty O'connor
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Oliver Pocher nimmt Boris-Becker-Interview auseinander – auch den Moderator

27.12.2022, 12:59

Vor wenigen Tagen wurde auf Sat.1 das große Interview von Boris Becker ausgestrahlt. Hier stellte er sich den Fragen von Steven Gätjen. Darin ging es um seine Gefängniszeit, das Verhältnis zu den Müttern seiner Kinder sowie um seine Partnerin Lilian. Als der Moderator ihn darauf ansprach, dass er in seiner Karriere große Turniere gewonnen habe und plötzlich an einem Punkt gewesen sei, sich Geld zu leihen, meinte er: "Für mich war Geld nie eine Motivation. Mich interessiert immer mehr der Erfolg, dass ich etwas Gutes schaffe."

Wie der Mediendienst "Dwdl" berichtete, stieß das Spezial eher auf verhaltenes Interesse. Demnach schalteten bei der 140 Minuten langen Sendung im Schnitt ab 20.15 Uhr nur 1,55 Millionen Menschen ein. Die Zahl derjenigen, die für kurze Zeit mal reingezappt hätten, habe aber mit 5,2 Millionen deutlich höher gelegen. In der neuesten Podcastfolge von "Die Pochers!" äußerte sich nun Oliver Pocher dazu.

Oliver Pocher urteilt über Becker-Interview

Zunächst meinte der Komiker: "Erstmal hat das keiner richtig verfolgt. Sat.1 dachte, sie haben damit einen riesigen Coup gelandet, dass sie dieses Interview eingekauft haben für eine halbe Million, in dem Steven Gätjen dann die Fragen gestellt hat." Mit Blick auf den Moderator fand er noch deutlichere Worte: "Ich mag Steven Gätjen wirklich gerne, aber das ist das Problem: Das hat mit Journalismus nichts zu tun. Das war wie ein Fantalk, wie ein Fan-Club-Treffen."

HANDOUT - 20.12.2022, -: Ex-Tennisstar Boris Becker beantwortet die Fragen von Moderator Steven Gätjen in einem Exklusiv-Interview, das in der Sendung «Sat.1 Spezial. Boris Becker» am Dienstag, 20.12. ...
Steven Gätjen sprach mit Boris Becker über die vergangenen Monate.Bild: SAT.1 / Nadine Rupp

Zudem merkte er an: "Da kam original gar nichts rüber." Pocher stichelte im Anschluss in Richtung Becker: "Aber das Herrliche war, wie sich Boris innerhalb von zwei Stunden sechsmal widersprochen hat. Das hat mir sehr gut gefallen. Übrigens: Er ist nicht schuld, die Berater sind schuld. Aber er zeigt große Anzeichen von Reue und wenn er anfängt zu weinen, sagt er 'zwei Minuten', dann dauert es 20 Sekunden und weiter geht's."

HANDOUT - 20.12.2022, -: Ex-Tennisstar Boris Becker sitzt vor dem Schriftzug "Boris Becker Sat.1 Spezial". Er gab ein Exklusiv-Interview, das in der Sendung «Sat.1 Spezial. Boris Becker» am  ...
Die Sondersendung von Sat.1 wurde in der Primetime gezeigt.Bild: SAT.1 / Nadine Rupp

Zu den Schilderungen von Beckers Gefängnisaufenthalt betonte Pocher, dass diese sich so angehört haben, "als wenn er nur ein Best-off von Gefängnisfilmen erzählt". Darüber hinaus habe er "wirklich die Seifennummer erzählt, er hat wirklich Angst davor gehabt, duschen zu gehen". Besonders emotional sei es dann immer nach der Werbung gewesen. Pocher kritisierte besonders, dass Becker immer, wenn es interessant geworden sei, nicht weiter auf bestimmte Punkte eingegangen wäre.

Pocher stichelt gegen Becker

In Bezug auf Beckers Äußerungen über seine Anwälte sagte der Komiker ironisch: "Er hat auch gesagt, dass er super Anwälte hat, aber seine super Anwälte haben erst gemerkt, als er im Knast war, dass er gar keinen englischen Pass hat und dann abgeschoben wird. So gut waren die Anwälte, dass sie es vorher nicht gemerkt haben. Da ist so viel Wahnsinn gewesen."

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Boris Becker und Oliver Pocher haben noch eine gerichtliche Auseinandersetzung.Bild: PA Wire / Stefan Rousseau/Felix Hörhager

Auch die Bemerkung, dass der einstige Tennisstar nichts für Geld gemacht habe, griff der 44-Jährige auf: "Deswegen frage ich mich, warum wir ihm bei 'Alle auf den Kleinen' eigentlich eine Gage gezahlt haben? Das war echt ein Fehler von uns, weil er das auch nur aus Spaß gemacht hat. Genau wie jetzt das Interview."

Somit würden einige Fragen bleiben, die schwer zu beantworten seien. Amira zeigte hingegen kein Interesse an dem Becker-Interview. "Ich habe das nicht gesehen und es interessiert mich nicht", meinte sie dazu.

"DSDS": Pietro Lombardi nach Bohlen-Frage fassungslos

"Deutschland sucht den Superstar" befindet sich in seiner finalen Jubiläumsstaffel: Bereits seit 20 Jahren läuft die Castingshow bei RTL. Eine Konstante in (fast) allen Staffeln war dabei Dieter Bohlen. Lange lebte die Sendung von den frechen bis beleidigenden Sprüchen des Poptitan – doch der Zeitgeist hat sich gewandelt. Als er die aus "Ex on the Beach" und "Are you the One" bekannte Jill Lange sexistisch beleidigte, hatte er im Netz – und zuletzt auch von Show-Kollegin Katja Krasavice – heftigen Gegenwind erfahren.

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