Mois erklärt auf Youtube, warum er im Gefängnis war.
Mois erklärt auf Youtube, warum er im Gefängnis war.screenshot/youtube
Prominente

Gewiefter Drogendealer? Youtuber Mois erklärt, warum er im Knast war

22.06.2022, 08:50

Vor einigen Wochen kursierte das Gerücht, dass der Youtuber und Rapper Mois im Gefängnis sei. Jetzt bestätigte er dies in einem Youtube-Video und berichtete, wie es dazu kam und warum er jetzt wieder frei ist.

Chauffeur mit harten Drogen im Auto

Angefangen hätte alles damit, dass er schon seit Längerem keinen Führerschein mehr habe. Daher engagierte Mois einen Fahrer, mit dem er bis dahin schon etwa 300 Fahrten gemacht hatte. Doch an dem Tag seiner Verhaftung hatte sein Chauffeur keine Zeit und schickte eine Vertretung. Mois berichtete im Video:

"Ich kam zu mir nach Hause und da war Polizei. Und in meinem Auto waren halt Drogen, also ganz schlimme Drogen, nicht Gras."

Den Vertretungsfahrer habe er nicht gekannt, doch er sei von einer professionellen Firma gekommen. Dann habe sich herausgestellt, dass dieser auch keinen Führerschein hatte, was Mois sich selbst nicht erklären kann.

Tatverdacht: Mois ist ein "Darknet-Dealer"

Da sie davon ausgegangen wären, er wäre "ein Darknet-Dealer", soll die Polizei mit einer Hausdurchsuchung begonnen haben. Dort hätten sie unter anderem ein Schwert und "ein paar Krümel-Joints" gefunden, ihn anschließend in Handschellen gepackt und vor seinen Kindern als "Junkie" betitelt. Nach der Hausdurchsuchung wurde dann festgestellt:

"Plottwist: Ich war in Deutschland nicht gemeldet, das war nicht meine Wohnung."

Dennoch hätte ein Polizist die "Bild"-Zeitung angerufen und von den Drogen berichtet. Mois soll immer wieder klargestellt haben: "Es sind nicht meine Wohnungen, ich bin hier zu Besuch", doch Polizisten hätten ihn alle gekannt und ihm nicht geglaubt. Durch den Vorfall habe anschließend sogar sein Vermieter seine Frau und seine zwei Kinder rausgeschmissen, obwohl sie Papiere hätten.

Gesamtes Vermögen von Mois eingefroren

Für einen Monat sei er dann in Haft gewesen, bis er sich mit einer sehr hohen Summe herauskaufen konnte. Allerdings seien seine Handys nach wie vor beschlagnahmt gewesen, seine Konten eingefroren:

"Und ich kam dann raus, doch meine Karten sind gesperrt, weil sie sagen wollen, ich verkaufe Drogen mit meinem Internet-Netz und Kommentaren in verschlüsselter Sprache. Es ist surreal, die wollen das einfach hinauszögern. Auf meinem Konto sind 450.000 Euro, falls man das wissen will, die sind gefreezet."

Trainiert und mit Sixpack, aber nur in Unterhemd und Flipflops sei er dann herausgekommen. Während Fans Fotos mit ihm gemacht hätten, hätte er nicht mal einen Euro für Nahrung gehabt. Er erzählt: "Ich hatte kein Zuhause, keinen Plan, was ich tun sollte". Auch Youtube hätte er als Einnahmequelle nicht nutzen können, da er erst nach einem Monat durch einen Freund an seinen Account herankam. In sein Instagram-Konto käme er zudem bis heute nicht rein.

Glücklicherweise sei dann ein alter Freund auf ihn zugekommen und habe ihm einen Job als Immobilienmarker angeboten. Mit ihm gemeinsam verkaufe er jetzt Yachten und Häuser, wodurch er nicht mehr auf Youtube angewiesen sei. Dadurch habe er gelernt, wer er sei. Zudem sei er sehr enttäuscht, da viele seiner Freunde ihm nicht halfen, als er es gebraucht hätte.

(crl)

"7 vs. Wild"-Joris über die Youtube-Hit-Serie: "Lassen mich etwas amateurhaft dastehen"

"7 vs. Wild" ist eines der erfolgreichsten Youtube-Formate in Deutschland. Das Konzept der aktuellen Staffel: Sieben Teilnehmende müssen sieben Tage lang jeweils allein auf einer Insel in Zentralamerika überleben. Je nach Erfahrung mit einem bis zu sieben Gegenständen, in unterschiedlich herausfordernden Spots. Der Youtuber Fritz Meinecke ist Mit-Erfinder und -Organisator des Formats.

Zur Story