Rainer Winkler aka Drachenlord zofft sich seit Jahren mit seinen Hatern. Nun hat Youtube all seine Accounts gelöscht.
Rainer Winkler aka Drachenlord zofft sich seit Jahren mit seinen Hatern. Nun hat Youtube all seine Accounts gelöscht.Bild: Drachen Lord/Youtube/screenshot

Drachenlord: Youtube löscht seine Accounts – wie es jetzt für ihn weitergeht

11.08.2022, 17:28

Der Youtuber Drachenlord aka Rainer Winkler muss einen schweren Rückschlag verkraften: Die Video-Plattform sperrte am 10. August sämtliche Accounts des 33-Jährigen. Wer nun versucht, eines der Profile aufzurufen, erhält die folgende Meldung: "Dieses Konto wurde gekündigt, da es gegen die Nutzungsbedingungen von Youtube verstoßen hat." Bis gestern gab es einen Drachenlord-Hauptkanal, einen Account für Vlogs sowie einen für Gaming-Content.

Noch am Abend des 10. August reagierte Winkler auf seine Youtube-Verbannung via Tiktok. Hier zeigte er sich zuversichtlich, dass seine Konten bald reaktiviert werden. Er stehe mit Youtube deshalb in Kontakt.

Youtube greift beim Drachenlord durch

Drachenlord ist der kontroverseste Youtuber Deutschlands, der über die Jahre hinweg immer wieder mit zweifelhaften Aussagen auf sich aufmerksam gemacht hatte. So formte sich eine große Community aus selbsternannten "Haidern", also Personen, die ihm im Netz das Leben schwer machen und in der Vergangenheit teils sogar sein Anwesen im fränkischen Altschauerberg aufsuchten. Mittlerweile ist das Haus abgerissen, Winklers aktueller Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Seine letzten Videos nahm er vor einem Greenscreen auf, um sich nicht zu verraten.

Der Drachenlord wurde im März zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, nun hat er Ärger mit Youtube.
Der Drachenlord wurde im März zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, nun hat er Ärger mit Youtube.Bild: dpa / Daniel Karmann

Jüngst hatte der Drachenlord auf Youtube einen sogenannten "Strike" kassiert, was einer Verwarnung entspricht. In derartigen Fällen sind zunächst keine Live-Streams auf dem Kanal mehr möglich, die betroffene Person kann aber einen Widerspruch einlegen. Ein Strike darf nicht dadurch umgangen werden, dass auf einem Zweitkanal weiterhin Content geliefert wird. Eben dies tat jedoch der Drachenlord in den vergangenen Tagen: Während sein Hauptkanal mit einer Verwarnung belegt war, wich er auf seine anderen Profile aus.

Das könnte nun dazu geführt haben, dass Youtube alle Accounts des Drachenlords auf einmal gelöscht hat. Offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht. Ein kurioser Zufall ist übrigens, dass der Hauptkanal exakt elf Jahre nach seiner Erstellung verschwand: Der Drachenlord hatte das Profil am 10. August 2011 erstellt.

Drachenlord gibt sich nach Youtube-Sperre gelassen

Am Mittwochabend äußerte sich Winkler in zwei Clips auf Tiktok zu der aktuellen Situation, wobei eines der Videos mittlerweile gelöscht ist. Er gab an, sich keine Sorgen zu machen, denn der ganze Vorgang werde "noch bearbeitet". Die Löschung sei also nicht zwangsläufig final.

Winkler stehe in Kontakt mit Youtube und warte momentan auf eine Antwort. Der Prozess könne sich noch einige Tage ziehen. Er glaube nicht, dass er permanent gebannt bleibe und falls doch, sei dies für ihn keine Katastrophe, denn er könne auf Tiktok ausweichen, wo ihm rund 289.000 Accounts folgen. Zudem brachte er sein Onlyfans-Profil ins Spiel, auch hier ist Winkler aktiv. Seine kämpferische Ansage:

"Ich bin nicht weg, ich werde auch nicht weg sein."

Ob der Drachenlord einen dauerhaften Youtube-Bann wirklich kompensieren könnte, ist allerdings mehr als fraglich, denn seine Streams und Videos auf dieser Plattform stellen seit Jahren seine mit Abstand wichtigste Einnahmequelle dar. Winkler lebt allein von dem Geld, das er durch seine Online-Aktivitäten generiert. Er ist überzeugt, dass ihn kein Arbeitgeber einstellen würde, da die Hater zu viel Ärger machen.

Rainer Winkler äußerte sich noch am Mittwochabend auf Tiktok zu seiner Youtube-Sperre.
Rainer Winkler äußerte sich noch am Mittwochabend auf Tiktok zu seiner Youtube-Sperre.bild: drachenlordrw/tiktok

Darum wird der Drachenlord angefeindet

Immer wieder vorgehalten wird ihm beispielsweise eine Aussage zum Terroranschlag in Wien 2020: Damals gab er an, sich nicht für die Opfer zu interessieren, da vor seiner Haustür "jeden Tag Amoklauf" sei. Zwar ruderte Winkler in Bezug auf einige fragwürdige Statements zwischenzeitlich zumindest teilweise zurück, für die meisten seiner Hater macht dies aber keinen Unterschied.

Der Youtuber musste sich bereits mehrmals vor Gericht verantworten, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Einigen seiner Gegner war es gelungen, ihn in Altschauerberg derart zu provozieren, dass er gewalttätig wurde. Im März verurteilte ihn das Landgericht Nürnberg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr. Diese Entscheidung ist mittlerweile rechtskräftig.

(ju)

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