Sido live bei einem Konzert seiner Tausend Tattoos -Tour in der Swiss Life Hall. Hannover, 16.11.2019 *** Sido live at a concert of his Thousand Tattoos Tour at Swiss Life Hall Hannover, 16 11 2019 Fo ...
Sido macht momentan Werbung für Grillfleisch – und bekommt dafür nun Gegenwind von der Tierschutzorganisation PETA.Bild: imago images / Ulrich Stamm
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Sido bewirbt Grillfleisch – Tierschutzorganisation reagiert: "Kinderschreck"

20.01.2022, 14:07

Sido hat einmal mehr Stress mit der Tierrechtsorganisation PETA. Zuletzt fiel der Rapper mit dem Angelcamp auf, an dem er zusammen mit dem Twitch-Star Knossi im vergangenen Jahr teilnahm. Das Netz-Event wurde ein Wochenende lang auf der Streaming-Plattform live übertragen – die Kameras waren natürlich auch dabei, als es ums Angeln ging.

Besonders sauer stieß dabei PETA, aber auch einigen Fans, die Angelmethode Catch and Release auf, bei der Fische gefangen, präsentiert und dann wieder freigelassen werden. Die Tierschutzorganisation kritisierte an diesem Vorgehen, dass die Tiere zum Spaß gefangen und sie mit dem verwendeten Angelhaken mutwillig verletzt würden.

Nun hat sich für den "Mit Dir"-Interpreten ein neuer Geschäftszweig aufgetan, zusammen mit einem Online-Fleischhandel verkauft er verschiedenes Grillgut unter dem Titel "Sidos Beste". Im dazugehörigen Werbespot verscherzt er es sich recht drastisch mit Vegetariern und Veganern – darauf wurde natürlich auch PETA sehr schnell aufmerksam.

PETA findet Fleischkonsum und Werbespot von Sido nicht zeitgemäß

Vor Kurzem stellte der Berliner Rapper seine neue Produktreihe vor, die alles andere als vegane Alternativen zu bieten hat: Mit dabei sind Barbecue Ribs, Beef Briskets, Pulled Pork und diverse Grillsoßen und Gewürze. So weit so gut, wäre da nicht zusätzlich auch der Werbespot, in dem Sido ebenfalls auftritt. Darin ist er auf einem Kindergeburtstag am Grill stehend zu sehen. Zwei kleine Mädchen bauen sich vor ihm auf und fragen: "Ist das Tofu?" und "Ist das vegan?"

Sidos Antwort darauf wird im Spot zensiert, ein erneuter Schnitt auf die Kinder zeigt sie weinend weglaufen. Schnell wird also deutlich: "Sidos Beste" ist schlichtweg nichts für Menschen, die sich fleischlos ernähren wollen. Weil neben dem Ernährungsstil noch ausgerechnet Kinder für die Werbung genutzt wurden, ließ PETA es sich nicht nehmen, einen Brief an den Bühnenstar zu schreiben, in dem es ordentlich zur Sache geht.

Darin schreibt PETA, dass Fleischkonsum überhaupt nicht zeitgemäß sei, unter anderem wegen der Massentierhaltung und der Klimakrise. Die Überschrift des Aufrufs bezieht sich auf den Spot: "Kritik an 'Sidos Beste': Sei gutes Vorbild statt Kinderschreck".

Die Organisation schreibt: "PETA hat dem Rapper mit dem bürgerlichen Namen Paul Hartmut Würdig daraufhin kürzlich einen Brief über sein Label Universal Music zukommen lassen. Die Tierrechtsorganisation schlägt dem Musiker und seinem Werbepartner darin mit Verweis auf das millionenfache Tierleid sowie die Klimakrise vor, keine Lebewesen mehr in Fleisch umwandeln zu lassen."

Appell an Sido als Familienvater

Stattdessen solle sein Mitgefühl auch auf Tiere übertragen und "die Kooperation auf eine zukunftsorientierte und somit pflanzenbasierte Produktion" ausgerichtet werden. Die Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz appelliert zusätzlich an Sidos Rolle als Vater:

"Gerade als Familienvater sollten Sido zukünftige Generationen am Herzen liegen – mehr als ein Werbevertrag oder ein kurzer Gaumenkitzel voller Tierleid und Umweltzerstörung."

Schließlich rät auch sie dem Rapper, lieber pflanzliche Produkte zu kreieren, "statt wie im dazugehörigen Werbespot die vegane Lebensweise und damit auch die Zukunft unserer Kinder zu verspotten."

Sido selbst hat sich zu der Kritik von PETA noch nicht geäußert. Auf seinen Social-Media-Profilen feiern ihn seine Fans für die Anspielung auf die vegane Lebensweise.

(cfl)

Dschungelcamp: Zuschauer mit Lucas-Cordalis-Theorie – Vorwürfe gegen RTL

Lucas Cordalis schaffte es beim Dschungelcamp zwar ins Finale, konnte am Ende aber doch nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten – es reichte "nur" für Platz drei. Zuvor hatte er für mehrere Kontroversen gesorgt. Kritik kassierte er unter anderem für einen Spruch über Djamila Rowe, die zu verstehen gegeben hatte, dass er den Titel Dschungelkönig am wenigsten verdient habe. Im Dschungeltelefon erklärte Cordalis, seine Mitstreiterin könne seine Motivation nicht nachvollziehen, da sie im Heim aufgewachsen sei.

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