Meghan Markle ist unter die Kindebuchautorinnen gegangen.
Meghan Markle ist unter die Kindebuchautorinnen gegangen.
Bild: dpa / Facundo Arrizabalaga

Meghan bringt Kinderbuch über Vater-Sohn-Beziehung heraus – Biografen warnen: "Bewegt sich damit auf unsicherem Grund"

05.05.2021, 19:15

Am 6. Mai wird der Sohn von Prinz Harry und seiner Frau Meghan bereits zwei Jahre alt. Kurz vor seinem Ehrentag gab Meghan nun bekannt, ein Kinderbuch mit dem Namen "The Bench" geschrieben zu haben – ihr Sohn Archie und Harry hätten sie dazu inspiriert. Inhaltlich geht es um diverse Papa-Sohn-Geschichten, die ihre besondere Beziehung herausstellen sollen. Einige Autoren meldeten sich dazu nun zu Wort: Sie sehen die Thematik als kritisch an.

40 Seiten soll "The Bench" umfassen und kommenden Monat erscheinen. Illustriert wurde es vom Pixar-Artist Christian Robinson. Auch ein Hörbuch soll Meghan vertonen. Die Idee zum Buch sei Meghan durch ein Gedicht gekommen, das sie Harry einen Monat nach Archies Geburt geschrieben hatte.

Meghan selbst beschrieb im Zuge der PR-Phase des Kinderbuchs den Entstehungsprozess folgendermaßen: "Aus einem Gedicht wurde die Story. Christian hat wunderschöne und stimmungsvolle Aquarellillustrationen gemalt, die die Wärme und die Freude der Beziehung zwischen Vätern und Söhnen aus allen Lebensbereichen einfangen."

Mit dem Illustrator habe sie eng zusammengearbeitet, um die besondere Bindung zwischen Vätern und Söhnen so divers wie möglich darzustellen. Zu finden ist im Buch auch ein rothaariger Soldat, der Harry nachempfunden zu sein scheint. "Ich hoffe, dass 'The Bench' bei jeder Familie Anklang findet, unabhängig von der Herkunft, genauso wie bei meiner", ergänzte die 39-jährige Autorin schließlich.

"The Bench" soll das Kinderbuch heißen, in dem es um Vater-Sohn-Beziehungen geht.
"The Bench" soll das Kinderbuch heißen, in dem es um Vater-Sohn-Beziehungen geht.
Bild: dpa / -

Autoren sehen Vater-Sohn-Thematik skeptisch

Gerade bei Biografen der Königsfamilie kam die Idee zu "The Bench" allerdings nicht gerade gut an. Der Grund: Meghan und Harrys Verhältnis zu ihren eigenen Vätern könnte derzeit kaum schwieriger sein. Meghan soll seit drei Jahren kein Wort mehr mit Thomas Markle gewechselt haben, Harry bezeichnete seinen Vater seinerseits in einem Enthüllungsinterview mit Oprah Winfrey als "im royalen System gefangen". Seine Familie unterstütze den Prinzen seit seinem Rückzug aus dem Königshaus und seinem Umzug in die USA außerdem nicht mehr finanziell.

Die royale Biografin Penny Junor sagte diesbezüglich gegenüber "The Sun": "Es ist sehr einfach, über Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen zu schreiben, wenn sie zwei Jahre alt sind. Aber die Probleme kommen, wenn die Kinder älter werden – wie Meghan mit ihrem Vater und Harry mit Prinz Charles feststellen mussten."

Der Inhalt von "The Bench" sei deswegen ihrer Meinung nach etwas "seltsam": "Sie bewegt sich damit auf unsicherem Grund, gerade wegen der Beziehung zu ihrem Vater und Harrys zu seinem." Ihre Kollegin Angela Levin, die Biografin von Harry, pflichtete ihr bei und fand sogar noch drastischere Worte, indem sie Meghan mit dem Buch Heuchlerei unterstellte:

"Ich weiß nicht, wie man über einen Jungen, einen Sohn oder einen Vater schreiben kann, wenn man selbst mit seinem eigenen Vater seit Jahren nicht mehr gesprochen hat."

Doch nicht nur einfach Stillschweigen herrscht zwischen Meghan und ihrem Vater – sie verurteilte es zudem, dass er einen handgeschriebenen Brief von ihr an eine britische Zeitung verkaufte, die diesen natürlich prompt abdruckte. Vor Gericht hat sie sich mittlerweile mit einer Klage gegen die Zeitungsgruppe durchsetzen können. Trotz des Umzuges in die USA haben sich die Wogen zwischen Meghan und ihrem Vater bislang aber nicht geglättet.

Harry und Meghan mit ihrem Sohn Archie.
Harry und Meghan mit ihrem Sohn Archie.
Bild: dpa / Toby Melville

Piers Morgan zweifelt an Meghans Absichten mit dem Buch

Auch Piers Morgan, der wohl zu den größten Kritikern Meghans gehört, kommentierte ihre Buchveröffentlichung in seiner Kolumne. Gewohnt scharfzüngig stellte der Moderator fest:

"Wenn ihr Vater-Kind-Beziehungen wirklich wichtig wären, wäre sie auf ihren eigenen Vater zugegangen, der weder Harry noch Archie je getroffen hat."

Auch das Oprah-Interview erwähnte Morgan noch einmal, in dem auch Meghan der Königsfamilie fehlende Hilfe vorwarf, als sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte und ein Mitglied der Royals sogar als rassistisch hinstellte, indem sie preisgab, dass diese Person über die Hautfarbe ihres damals noch ungeborenen Sohnes spekuliert hatte.

Morgan schrieb dazu: "Und wenn ihr diese Beziehungen wichtig wären, hätte sie Harrys Familie niemals im Fernsehen derart zerstört, wie sie es getan hat, was Harrys Beziehung zu seinem Vater noch mehr verschlechtert hat, möglicherweise sogar irreparabel."

Bei all der Kritik bleibt festzuhalten: Meghan und Harry erwarten momentan ihr zweites Kind, ein Mädchen. Und vielleicht wollte die ehemalige Schauspielerin in "The Bench" ja auch schlichtweg darstellen, wie eine gesunde Vater-Sohn-Beziehung in ihrer Vorstellung aussehen sollte – und so wie das Verhältnis zwischen Harry und Archie offenbar auch ist.

(cfl)

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