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Prinz Harry gab ITV ein Interview.Bild: PA Media / Harry: The Interview On Itv1 And
Royals

Prinz Harry im Interview sauer: "Manche Royals gehen mit dem Teufel ins Bett"

09.01.2023, 08:12

Nach der Netflix-Doku-Serie von Meghan und Harry scheint dem Prinzen mittlerweile alles egal zu sein. Ganz nach dem Motto: Nun ist eh schon alles zerstört. Jetzt legt er in zwei Interviews kurz vor Veröffentlichung seines Buchs "Spare" (10. Januar) nochmal nach.

Prinz Harry sprach nun sowohl mit dem britischen Fernsehsender ITV als auch mit dem amerikanischen TV. Dort wurde ein weiterer Talk mit Harry in der CBS-Sendung "60 Minutes" gezeigt.

Prinz Harry verrät, warum er nicht mehr schweigt

Den Anfang machte am späten Sonntagabend das britische Fernsehen. Das voraufgezeichnete Gespräch mit Moderator Tom Bradby, der für das Interview extra nach Kalifornien flog, soll Harrys "Wahrheit" enthalten. So berichtet er dem Journalisten über seine Motivation, "Spare" zu schreiben: "38 Jahre wurde meine Geschichte von verschiedenen Leuten erzählt. Ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt, meine Geschichte selbst zu erzählen." Zuvor, als aktiver Teil des britischen Königshauses, konnte er es nicht tun. "Es gibt da dieses royale Gesetz: Beschwere dich nie, erkläre dich nie. Wenn ich noch Teil der Institution wäre, könnte ich nicht so frei sprechen", erklärt Harry.

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Prinz Harry sprach mit Moderator Tom Bradby. Bild: PA Wire / Harry: The Interview On Itv1 And

Von ihm kommen dennoch in dem Gespräch immer wieder überraschend versöhnliche Worte in Richtung seiner Familie. So gibt er sich gesprächsbereit: "Die Tür steht immer offen. Der Ball liegt bei ihnen." Und Harry wird noch deutlicher:

"Ich liebe meinen Vater, ich liebe meinen Bruder, ich liebe meine Familie. Nichts an diesem Buch beabsichtigt, ihnen Schaden zuzufügen."

Harry lobt seinen Vater König Charles III.

Auch als es um seine verstorbene Mutter, Lady Diana, geht, hat Harry für seinen Vater lobende Worte übrig. Er bewundere seinen Vater dafür, wie er mit der schwierigen Situation umgegangen sei und dafür, wie feinfühlig er seinen Söhnen die Nachricht vom schrecklichen Tod überbracht habe.

Was Harry allerdings schwer verurteilt: Dass einige Mitglieder der Königsfamilie gemeinsame Sache mit den Medien machen würden. "Manche Royals gehen mit dem Teufel ins Bett", meint er dazu.

Harry berichtet über Vorfall mit William

In dem Interview ging es natürlich auch um das angespannte Verhältnis der Brüder. Harry verrät, dass es schon am Collage Probleme zwischen den beiden gab, es aber richtig schlimm wurde, als er anfing, Meghan zu daten. "William und Kate mochten sie von Anfang an nicht und hatten viele Vorurteile – etwa, weil sie eine amerikanische Schauspielerin war. Dann wurde es schnell zu Meghan vs. Kate", berichtet Harry.

Prinz Harry glaubt immer noch an eine Versöhnung.
Prinz Harry glaubt immer noch an eine Versöhnung.Bild: PA Wire / Jane Barlow

Vor der Heirat mit Meghan habe William ihn gewarnt und angedeutet: "Wenn du Meghan heiratest, könnte es schwierig werden." Außerdem bezieht Harry in dem Gespräch Stellung zu dem in "Spare" beschriebenen gewalttätigen Vorfall zwischen William und ihm. Er sagt, es sei "im Prinzip eine normale Szene zwischen Geschwistern" gewesen – mit einem entscheidenden Unterschied: "Dass wir beide eben keine Kinder mehr waren."

Harry wünscht sich Versöhnung

Eine Versöhnung soll trotz allem nach wie vor ein Wunsch des Herzogs von Sussex sein. Was dieser allerdings weiterhin im Wege steht: Harrys Überzeugung, seine königliche Familie müsse Verantwortung für ihre Fehler und Taten übernehmen – Fehler und Taten, von denen zumindest Harry überzeugt ist, dass sie begangen wurden.

Er meint im Gespräch mit ITV: "Ich wünsche mir eine Versöhnung, aber ich möchte, dass meine Familie Verantwortung übernimmt, für die Dinge, die geschehen sind. Ich wünsche mir meinen Vater und meinen Bruder zurück, aber im Moment erkenne ich sie nicht wieder – und sie mich wahrscheinlich auch nicht."

Harry verachtet das Schweigen der Royals

Dass die Royals ihrer Linie treu bleiben und zu allen Anschuldigungen nur schweigen, macht Harry am meisten zu schaffen: "Die Stille ist ohrenbetäubend", beschreibt er.

Auf die abschließende Frage von Bradby, ob Harry glücklich ist, antwortet der 38-Jährige: "Ich bin glücklich. Mir geht es besser als je zuvor. Meine Familie erfüllt mich. Ihre Sicherheit ist mir das Wichtigste. Und die konnte in Großbritannien nicht mehr erfüllt werden." Harte Zeiten seien es für ihn zuletzt dennoch gewesen, gibt er offen zu.

Das Interview mit Harry zeigt RTL am Montag, 9. Januar, um 17 Uhr in der Sondersendung "Exclusiv Spezial: Harry – Das Interview".

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Die Bahn ist nicht pünktlich, auf den Autobahnen staut sich der Verkehr und auf dem Land gibt es oft keine Alternative zum Auto. Eine Verkehrswende muss her, auch um das Klima zu schützen. In diesem Punkt sind sich in Deutschland die meisten Menschen einig. Wenn es darum geht, wie diese Verkehrswende umgesetzt werden soll, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. "Auto oder Bahn, Tempo oder Limit – Steckt die Verkehrswende im Stau?", fragte Anne Will am Sonntagabend ihre Gäste in der gleichnamigen ARD-Talkshow.

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