Justin Welby traute Meghan und Harry am 19. Mai 2018 offiziell.
Justin Welby traute Meghan und Harry am 19. Mai 2018 offiziell.
Bild: AFP / OWEN HUMPHREYS

Erzbischof von Canterbury spricht Klartext über vermeintliche Gartenhochzeit von Harry und Meghan: "Hätte eine schwere Straftat begangen"

31.03.2021, 14:20

Im Enthüllungs-Interview mit der Talkmasterin Oprah Winfrey Anfang März war es eigentlich nur eine kleine Bemerkung von Meghan und Harry – doch die schlug hinterher hohe Wellen: In ihrem Hühnerstall berichtete die ehemalige Schauspielerin, dass sie und Harry sich ganz heimlich schon drei Tage vor ihrer offiziellen Hochzeit am 19. Mai 2018 das Jawort gegeben haben. "Nur wir beide in unserem Garten, mit dem Erzbischof von Canterbury", schwärmte sie. Der Prinz ergänzte lächelnd: "Nur wir drei."

Nach dieser Aussage wunderten sich Meghans Kritiker und gleich mehrere britische Geistliche: Wieso hatte Welby die beiden getraut, wenn es doch unter anderem gesetzlich vorgeschrieben ist, dass es mindestens zwei Trauzeugen geben muss? Und wenn die eigentliche Hochzeit schon vor dem 19. Mai stattgefunden hatte – war die öffentliche Trauung nur ein Schauspiel?

Das fragte sich anschließend auch Mark Edwards, der Pfarrer von Newcastle, der daraufhin um eine Stellungnahme von Welby gebeten hatte, aber nur eine allgemeine Antwort erhielt, wie "Daily Mail" berichtete: Ein Sprecher sagte, dass der Erzbischof generell "keine privaten Hochzeiten vornimmt." Es habe sich bei der vermeintlichen Gartentrauung nur um ein Vorgespräch gehandelt, die Meghan fälschlicherweise für eine Hochzeit gehalten haben könnte. Weiterhin hieß es, dass sich Welby dazu nicht persönlich äußern wolle. Doch genau das tat er nun doch.

Der Erzbischof zur Privat-Trauung: "Hätte schwere Straftat begangen"

Momentan befindet sich der Geistliche auf einer Promo-Tour für sein Buch "Reimagining Britain: Foundations For Hope". Dazu gab er der italienischen Zeitung "La Repubblica" ein Interview, in dem er nochmals darauf angesprochen wurde, wie die vermeintliche Hochzeit von Meghan und Harry in ihrem Garten abgelaufen sei und ob er die beiden wirklich drei Tage vor der offiziellen Zeremonie schon getraut habe.

Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, bezieht endlich Stellung zur angeblich heimlichen Hochzeit.
Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, bezieht endlich Stellung zur angeblich heimlichen Hochzeit.
Bild: Getty Images Europe / WPA Pool

Welby bestätigte daraufhin, dass es Termine mit Meghan und Harry vor dem 19. Mai, einem Samstag, gegeben hat: "Ich hatte vor der Hochzeit eine Reihe von privaten und seelsorgerischen Treffen mit dem Herzog und der Herzogin." Weiter fügte er an: "Daraus kann man interpretieren, was man will. Aber ich werde nicht preisgeben, was bei den Terminen passiert ist." Schließlich wurde er aber doch noch sehr eindeutig und widerlegte mit diesen Worten die Schilderung von Meghan weitestgehend:

"Die legale Hochzeit war am Samstag. Ich habe an dem Tag die Hochzeitsurkunde unterschrieben und ich hätte eine schwere Straftat begangen, wenn ich sie zuvor heimlich unterschrieben hätte, in dem Wissen, dass sie nicht echt ist."

Die durch "The Sun" veröffentlichte Hochzeitsurkunde von Harry und Meghan bestätigt die Aussagen Welbys: Das offizielle Dokument belegt, dass die beiden erst seit dem 19. Mai, also dem öffentlichen Hochzeitstermin, miteinander verheiratet sind – wenn es zu einer legalen Trauung im Vorfeld gekommen wäre, wäre dort dementsprechend das frühere Datum vermerkt.

Gegenüber "Today" ruderte kurz nach dem Urkunden-Leak ein Sprecher der bald zweifachen Eltern bereits zurück: "Das Paar hat persönliche Gelübde ein paar Tage vor der offiziellen Hochzeit am 19. Mai ausgetauscht." Ob Meghan dieses Treffen als eine Art Trauung begriffen hat, eventuell auch, weil das Heiratsrecht in den USA nicht so streng ist wie das der Briten, sei dahingestellt. In jedem Fall hatte die 39-Jährige wohl nicht damit gerechnet, dass die britische Kirche so empfindlich auf ihre angeblich heimliche Trauung reagieren würde.

(cfl)

Royal-News: Prinz Philips Testament bleibe lange unter Verschluss

Seit dem Harry und Meghan den royalen Rückzug verkündeten, folgt ein Skandal nach dem nächsten. Besonders das Enthüllungsinterview von Meghan und Harry sorgte weltweit für Schlagzeilen. Sogar die Queen meldete sich dazu in einem persönlichen Statement zu Wort und ging auf die Vorwürfe ein, die das Paar im Gespräch mit Oprah Winfrey äußerte. Sie sei trotz teils verschiedener Sichtweisen "traurig" über Meghans und Harrys Kummer und die aufgeworfenen Fragen, "insbesondere die, die sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel