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Sarah Connor: Die Musikerin hatte gerade erst ihren ersten Auftritt in diesem Jahr. Bild: Getty Images/ Joerg Koch

Nach Kritik an Großkonzert: Sarah Connor trat erstmals auf und spricht über harte Zeit

Am 4. September hätte Sarah Connor in Düsseldorf neben Bryan Adams und weiteren Künstlern im Rahmen des Großkonzerts "Give Live A Chance" vor 13.000 Gästen auftreten sollen. Nachdem die Pläne für die Veranstaltung bekannt gegeben wurden, gab es große Kritik darüber, ob in Corona-Zeiten es zulässig sei, so ein Massenevent zu veranstalten.

Sarah Connor meldete sich daraufhin bei ihren Fans und reagierte auf die hitzige Diskussion. Auf Instagram meinte sie: "Auch meine Branche hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Ich habe auch viele Freunde und Kollegen, deren Existenz jetzt bedroht ist." Kurz vor dem Termin wurde dann das Event doch abgesagt. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der im Raum stehenden nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen habe man sich dafür entschieden, das geplante Konzert zu verschieben, erklärte der Veranstalter.

Für die 40-Jährige sei allerdings klar gewesen, dass sie gekommen wäre. Die Musikerin sei für den Versuch dankbar, der Branche wieder ein wenig Hoffnung zu geben. Nun war es endlich so weit: Nach dem geplatzten Gig stand Sarah Connor jetzt wieder auf der Bühne. Zwar nicht in einem Fußballstadion mit Tausenden von Menschen, jedoch war sie nach langer Zeit wieder mit ihrem Team vereint. Mit ihren Fans hat sie diesen emotionalen Moment geteilt.

Das hat Sarah Connor ihren Fans zu sagen

Seit 15 Jahren wird von der DKMS Life der Dreamball ausgetragen. Jahr für Jahr gibt es anlässlich dessen eine große Gala mit zahlreichen Prominenten und Betroffenen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das diesjährige Event in einem kleinen Rahmen ausgetragen werden. Trotz dessen war es für Sarah Connor etwas Besonderes, nach Monaten des Wartens wieder auf der Bühne zu stehen. Auf Instagram teilte sie mit ihren über 469.000 Fans ein Foto des Auftritts und sendete dazu eine emotionale Botschaft:

"Anstatt des diesjährigen Dreamballs haben wir heute ein kleines Konzert für die Patientinnen auf den Stationen gegeben, das per Live-Stream in ihre Zimmer übertragen wurde. Was für eine wundervolle Idee!"

Und weiter: "Für meine Band und Crew und mich war es das erste Konzert in diesem Jahr! Die Tatsache, dass auf einem großen Bildschirm direkt vor mir die bezaubernden, aber kranken Frauen aus den Krankenzimmern live zugeschaltet waren, war mehr als bewegend. Ein klitzekleines Stück 'altes Leben'. Ein kleines Stück 'Normalität'. Mein Herz ist schwer. Es tat gut und es tat weh." Die Bühne sei keine richtige gewesen, sondern ein TV-Studio. Besonders schwer fiel dabei Sarah Connor, dass sie die weinenden Frauen nicht in den Arm nehmen, sondern sie nur über den Bildschirm trösten konnte.

Zum Schluss merkte die "Vincent"-Interpretin an: "Musik ist Liebe, Berührung, Trost, Wärme, Spaß. Es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht. Aber mir fehlt die haptische, echte Verbindung zu euch umso mehr. So so sehr!" Dazu setzte sie einen traurigen Smiley und ein gebrochenes Herz.

Ihre Fans zeigten sich sehr berührt von den Worten der Sängerin. Eine Abonnentin kommentierte: "Vermisse auch deine Musik. Konzertkarten für 2021 hängen am Kalender." Ein weiterer meinte: "Das schöne an Konzerten ist ja gerade das 'gemeinsame Erleben' von Musik und allem Drumherum. Mir fehlt das Konfetti in den Haaren, das Rascheln hinter dem Vorhang kurz bevor das Intro losgeht." Ein Nutzer merkte an: "Es fehlt so! Ich hoffe so, dass es nächstes Jahr wieder ein bisschen Normalität gibt und wir bald wieder mit dir zusammen feiern können. Krass, wie vor nicht mal einem Jahr alles so selbstverständlich war."

(iger)

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