Billie Eilish und ihr Bruder Finneas O' Connell gewannen am Sonntag einen "Golden Globe" in der Kategorie "Bester Filmsong".
Billie Eilish und ihr Bruder Finneas O' Connell gewannen am Sonntag einen "Golden Globe" in der Kategorie "Bester Filmsong".Bild: imago images / MATRIXPICTURES.CO.UK

Billie Eilish: Darum schreibt sie mit ihrem "Golden Globe"-Gewinn Geschichte

11.01.2022, 11:24

Am Sonntag wurden zum 79. Mal die "Golden Globes" verliehen. Der Preis, der alljährlich von der Hollywood Foreign Press Association verliehen wird, gehört zu den wichtigsten in Hollywood. Und oft sind die "Golden Globes" schon ein wichtiger Indikator dafür, wer sich auch Hoffnungen auf einen Oscar machen darf. Dementsprechend glamourös fällt die Preisverleihung normalerweise auch aus. Doch aufgrund der Corona-Pandemie wurde die traditionelle Gala aus dem Beverly Hilton Hotel zum zweiten Mal in Folge abgesagt.

Im vergangenen Jahr wurden die "Golden Globes" von Tina Fey aus New York und Amy Poehler aus Los Angeles moderiert. Die Gäste und Gewinner wurden live zugeschaltet – außerdem gab es ein bisschen Red-Carpet-Feeling: Die Stars flanierten zwar nicht über den Roten Teppich, aber dafür setzten sie ihre spektakulären Outfits zu Hause in Szene. Doch dieses Jahr boykottierten zahlreiche Schauspieler und Schauspielerinnen die Preisverleihung, weil die Hollywood Foreign Press Associaton wegen mangelnder Vielfalt und Korruption in der Kritik steht. Aus diesem Grund fanden die "Golden Globes" ganz ohne Promis statt.

Die Gewinner und Gewinnerinnen der Preisverleihung wurden per Twitter und auf der offiziellen Webseite der "Golden Globes" im Netz bekannt gegeben. Unter den Glücklichen, die sich über eine Trophäe freuen durften gehörte auch Billie Eilish, die mit ihrem Gewinn kurzerhand Geschichte schrieb.

Billie Eilish gehört zu den jüngsten "Golden Globe"-Gewinnern

Die 20-Jährige und ihr Bruder Finneas O' Connell waren in der Kategorie "Bester Filmsong" für ihren Hit "No Time To Die" nominiert, den die beiden für den aktuellen "James Bond"-Film geschrieben haben. Am Ende konnten sie sich unter anderem gegen Beyoncé durchsetzen, die für ihren Titelsong "Be Alive" aus dem Film "King Richard" nominiert gewesen war. Weitere Nominierungen in dieser Kategorie gingen an: "Dos Oruguitas" aus "Encanto" von Lin-Manuel Miranda, "Down to Joy" aus "Belfast" von Van Morrison und "Here I Am (Singing My Way Home)" aus "Respect" von Carole King, Jennifer Hudson und Jamie Hartman.

Der Sieg von Billie Eilish in dieser Kategorie ist aus einem bestimmten Grund etwas Besonderes: Die Sängerin ist die jüngste Gewinnerin, die mit einem "Golden Globe" in der Sparte "Bester Filmsong" geehrt wurde. Gleichzeitig ist Billie Eilish auch die jüngste Musikerin, die je einen Titelsong für einen "James Bond"-Film geschrieben hat. Den Rekord für den jüngsten "Golden Globe"-Gewinner aller Zeiten beansprucht jedoch eine andere Person für sich: Ricky Schroder war neun Jahre alt, als er mit einem Golden Globe für seine Rolle in dem Film "The Champ" als "Bester Nachwuchsdarsteller" ausgezeichnet wurde.

Billie und ihr Bruder Finneas O' Connell haben nun gute Chancen, sich dieses Jahr auch den Oscar zu schnappen, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat. Adele bekam 2013 ihren Goldjungen für ihren Song "Skyfall" für den gleichnamigen "James Bond"-Film. Und Sam Smith wurde 2016 bei den Academy Awards für seinen Titelsong "Writing’s on the Wall" aus "James Bond 007: Spectre" mit einem Oscar ausgezeichnet.

Lady Gaga ging leer aus

Vor drei Jahren durfte sich Lady Gaga über einen "Golden Globe" in der Kategorie "Bester Filmsong" freuen, dieses Mal ging die 35-Jährige jedoch leer aus. Sie war für ihre schauspielerische Leistung im Film "House of Gucci" für einen Award in der Sparte "Beste Hauptdarstellerin (Drama)" nominiert, doch den Preis bekam Nicole Kidman für ihre Verkörperung von Lucille Ball in dem Film "Being the Ricardos". Als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder Musical wurde Rachel Zegler ("West Side Story") ausgezeichnet.

Als beste Hauptdarsteller in einem Drama beziehungsweise Komödie/Musical wurden die Leistungen von Andrew Garfield für "Tick, Tick…Boom!" und Will Smith für "King Richard" gewürdigt. Die besten Filme des Jahres sind laut der Hollywood Foreign Press Association "The Power of the Dog" von Jane Campion, die auch als beste Regisseurin prämiert wurde und "West Side Story" von Steven Spielberg.

(swi)

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