Frank Elstner und Lena Meyer-Landrut: Im Gespräch mit dem Showmaster kommen ihr die Tränen.
Frank Elstner und Lena Meyer-Landrut: Im Gespräch mit dem Showmaster kommen ihr die Tränen.
Bild: screenshot netflix

"Ich war nicht professionell": Lena Meyer-Landrut bricht auf Netflix in Tränen aus

12.06.2020, 17:23

Lena Meyer-Landrut gewann 2010 mit dem Song "Satellite" den Eurovision Song Contest. Ein Jahr später trat sie nochmals für Deutschland an. Der Wettbewerb wurde damals in Düsseldorf ausgetragen. Im Zuge des großen Spektakels wurde sie vor ihrem Auftritt von Moderator Frank Elstner interviewt. Das ging total schief. Lena wirkte abwesend, genervt und zeigte sich gegenüber dem Showmaster sogar respektlos.

Für Elstners Format "Wetten, das war's...?", das nun auf Netflix ausgestrahlt wird, sind die beiden noch einmal zusammengekommen und sprechen über das polarisierende Gespräch von einst. Dabei kommen der heute 29-Jährigen schnell die Tränen und sie wird sehr emotional, als sie an die Zeit zurückdenkt.

Frank Elstner und Lena Meyer-Landrut: Die beiden sprechen über ihr Interview von 2011.
Frank Elstner und Lena Meyer-Landrut: Die beiden sprechen über ihr Interview von 2011.
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So erklärt Lena Meyer-Landrut ihr damaliges Auftreten

Auf dem Tisch stehen zwei Gläser Rotwein. Die beiden kommen schnell in Plauderlaune. Gleich zu Beginn sprechen sie über ein Thema, das Lena bis heute nahegeht: Eben jenes verpatzte Interview vor knapp zehn Jahren. Elstner sagt direkt:

"Lena, mir ist etwas ganz wichtig. Wir haben uns schon mal getroffen und das war ein Treffen, für das Sie hinterher nicht sehr gelobt wurden. Ich werfe mir heute immer noch vor: Warum hast du damals nicht lauter gesagt, was du heute sagst?"

Elstner räumt ein, dass er keine besonders guten Fragen gestellt hätte. Vor dem ESC in Düsseldorf sei er gefragt worden, ob er einspringen könne, weil ein Moderator ausgefallen sei. Nur einen Tag später sollte es schon so weit sein. Rückblickend stellt der 78-Jährige nun fest: "Dieses Interview ging einfach daneben. Als ich nach Hause kam, haben Kinder von mir gesagt: 'Papa, bei den Fragen, die du gestellt hast, hätte ich auch die Augen gerollt.' Also, ich würde sagen Friede, Freude, Eierkuchen und sorry, dass Sie dadurch so viel Ärger hatten."

Hier ist das Interview von 2011:

Lena antwortet prompt: "Nein, bloß nicht. Ich finde das ganz, ganz rührend und ich finde das sehr, sehr nett und ich fange sofort an zu weinen, wenn Sie das so nett sagen." Schon kullern bei der Sängerin die Tränen und der Showmaster muss ihr ein Taschentuch reichen. Lena stellt daraufhin gleich klar: "Ich freue mich darüber und ich finde, dass ich mich auch entschuldigen muss." Die "Satellite"-Interpretin erklärt ihre damalige Reaktion heute so:

"Ich war, glaube ich, einfach überfordert. Ich war müde und noch nicht professionell."
Lena muss weinen: Frank Elstner reicht ihr direkt ein Taschentuch.
Lena muss weinen: Frank Elstner reicht ihr direkt ein Taschentuch.
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So geht Lena heute mit solchen Momenten um

Diese Erklärung kann Elstner sehr gut nachvollziehen und nimmt sie in Schutz: "Was ja jeder verstehen muss, wenn man vor so einem Auftritt steht und innerhalb von kürzester Zeit zum Shooting-Star in Europa geworden ist. Da kann man nicht verlangen, dass man grundsätzlich über allem steht."

Lena hätte gewusst, dass Elstner ihr Verhalten schon damals verstanden hätte, weil er Vater sei und wusste, wie Teenies drauf sind. "Ich habe mich von Ihnen gar nicht unverstanden gefühlt, sondern wahrscheinlich einfach von der Medienlandschaft, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Das ist okay, daraus lernt man ja auch", so die Künstlerin.

Lena Meyer-Landrut: Die Sängerin spricht offen über ihre Gefühle.
Lena Meyer-Landrut: Die Sängerin spricht offen über ihre Gefühle.
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Das Feedback sei mittlerweile nicht sanfter geworden. Sie hätte immer noch damit zu kämpfen:

"Es ist schon intensiv und man kann nicht sagen, dass es einem nicht körperlich zu schaffen macht. Ich spüre das auch mental, wenn sowas Extremes passiert. Vor allen Dingen, wenn man das Gefühl hat, dass es einen persönlich trifft und da ist was dran."

Sie würde merken, wenn sie nicht hundertprozentig da sei und nicht ganz professionell abliefern könne, wenn es ihr gesundheitlich nicht so gut gehe und sie trotzdem arbeiten müsse. Dazu sagt die Sängerin abschließend: "Wir haben beide einen Job, wo wir nicht einfach eine Krankschreibung einreichen können. Manchmal müssen wir das einfach durchziehen."

(iger)

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