Hier ist Alec Baldwin zu sehen, als er nach dem Unglück auf dem Parkplatz vor dem Santa Fe Country Sheriff's Office telefonierte.
Hier ist Alec Baldwin zu sehen, als er nach dem Unglück auf dem Parkplatz vor dem Santa Fe Country Sheriff's Office telefonierte.Bild: Jim Weber/Santa Fe New Mexican/AP/dpa

Nach tödlichem Schuss-Drama: Alec Baldwin tritt mit bewegenden Worten vor Kamera

31.10.2021, 14:55

Vor über einer Woche ereignete sich der schreckliche Vorfall am Set des Films "Rust". Wie die Polizei von Santa Fe, New Mexico schnell mitteilte, habe Alec Baldwin bei einem Filmdreh mit einer Requisitenwaffe geschossen. Dabei traf er Regisseur Joel Souza ("Im Netz der Gewalt") und Kamerafrau Halyna Hutchins. Die 42-Jährige wurde für tot erklärt. Souza ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Alec Baldwin, der in der Low-Budget-Produktion die Hauptrolle spielt und für den Film auch als Produzent tätig ist, sagte nach dem Unglück auf Twitter: "Es gibt keine Worte, um meinen Schock und meine Trauer zu beschreiben, darüber, dass ich das Leben von Halyna Hutchins, einer Ehefrau, Mutter und unserer geliebten Kollegin genommen habe." Er gab an, mit der Polizei zu kooperieren, damit schnell ermittelt werden könne, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte.

Der Hollywoodstar meinte weiter, er sei in Kontakt mit dem Ehemann der verstorbenen Kamerafrau und biete ihm und seiner Familie Unterstützung an. "Mein Herz ist gebrochen, für sie, für ihren Ehemann, ihren Sohn und alle, die Halyna kannten und liebten", so der 63-Jährige. Nach seiner ersten Reaktion am 22. Oktober, ein Tag nach dem Vorfall, trat er jetzt erstmals vor die Presse.

Alec Baldwin spricht über das Unglück

Alec Baldwin und seine Frau Hilaria wirkten auf den Aufnahmen, die unter anderem "TMZ" und Sender Fox News veröffentlichten, sehr mitgenommen. Am Samstag stellte sich Baldwin schließlich zum ersten Mal vor die Kameras und beantwortete am Rande einer Straße im US-Bundesstaat Vermont Fragen rund um das Unglück, das weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Er sagte: "Sie war meine Freundin. An dem Tag, an dem ich in Santa Fe ankam, um mit den Dreharbeiten zu beginnen, habe ich sie mit Joel, dem Regisseur, zum Abendessen eingeladen." Sie seien ein eingespieltes Team gewesen und dann sei "dieses schreckliche Ereignis" passiert. Auf den Aufnahmen ist zu hören, wie Baldwin die Paparazzi dafür kritisierte, ihm und seiner Familie zu folgen. Seine Kinder würden im Auto sitzen und deshalb weinen.

Der sichtlich angespannte Schauspieler gab an, dass er "sehr interessiert" an der laufenden Kampagne für eine Beschränkung von Waffen an Filmsets sei. Zu den Ermittlungen dürfe er sich allerdings nicht äußern, betonte er. Er hoffe in jedem Fall, dass das dramatische Ereignis aufgeklärt werden könne, um festzustellen, wie es dazu überhaupt erst kommen konnte. Über den Witwer von Halyna Hutchins sagte er: "Sie sind überwältigt von Trauer und stehen noch immer unter Schock." Sie seien permanent in Kontakt, so Baldwin.

Hier ist die verstorbene Kamerafrau zu sehen.
Hier ist die verstorbene Kamerafrau zu sehen.Bild: imago images / Nadav Soroker

Übrigens, auch Waffenmeisterin Hannah Hannah Guiterrez-Reed, die derzeit im Fokus der Ermittlungen steht, meldete sich gerade in einem Schreiben über ihre Anwälte zu Wort. Sie wies dabei die Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set zurück und sagte, sie habe keine Ahnung, wo die gefundene scharfe Munition hergekommen sei. Sie beklagte zudem unsichere Arbeitsbedingungen: "Das gesamte Set wurde wegen verschiedener Faktoren unsicher, einschließlich fehlender Sicherheitsbesprechungen." Die Anwälte gaben an, dass dies nicht die Schuld der Waffenmeisterin gewesen sei. Die 24-Jährige sei am Boden zerstört.

(iger)

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