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Bushido und Loredana: Nun will der Rapper dem mutmaßlichen Opfer von Loredana helfen. Bild: imago images/ Horst Galuschka/ imago images/ future image

Nach Betrugsvorwurf gegen Loredana: Jetzt mischt sich Bushido ein

Loredana ist ein Erfolgsgarant und liefert einen Nummer-1-Hit nach dem nächsten. Doch abseits von ihrer Musik gibt es auch immer wieder Negativschlagzeilen rund um ein Betrugsverfahren. Kurzzeitig trendete sogar der Hashtag "#BoycottLoredana" auf Twitter. Der Grund: Sie soll ein Ehepaar um 700.000 Franken (rund 616.000 Euro) betrogen haben. Auch gegen ihren Bruder gab es Vorwürfe, doch er ist nicht mehr Gegenstand der Ermittlungen.

Das mutmaßliche Opfer Petra Z. lernte den Bruder der Rapperin kennen. Zwei Monate danach erzählte er von seiner angeblich kranken Mutter, die eine Spenderniere bräuchte. Dafür gab sie ihm zuerst 87.000 Franken für eine angebliche Operation, später sogar bis zu 200.000 Franken. Nachdem sie bei der Polizei war, wurde ihr mitgeteilt, dass es sich dabei um Selbstverschulden handeln würde. 2017 soll sich dann Anwältin "Anna Landmann" bei ihr gemeldet haben. Dahinter soll Loredana stecken, die das Paar schließlich weiter um Geld betrogen haben soll.

Die Sängerin bestritt alle Vorwürfe und sprach auf einer Pressekonferenz davon, dass das Geld freiwillig übergeben wurde. Nun prangert Petra Z. gegenüber dem Schweizer-Nachrichtenportal "20 Minuten" an: "Wegen Loredana kann ich die Beerdigung meiner Mutter nicht bezahlen." Auch Bushido hat von dem Vorfall mitbekommen und nun überraschend seine Hilfe angeboten. Was Loredana davon denkt, sei ihm egal, wie er im Interview, ebenfalls mit "20 Minuten", offenbart.

Darum will Bushido Petra Z. helfen

Am 11. Juni ist die Mutter von Petra Z. verstorben. Jetzt könne sie sich die Beerdigung nicht leisten. "Hätte sie mir nicht mein ganzes Geld abgenommen, ginge es uns finanziell gut", klagte sie in Richtung Loredana. Das Ehepaar würde am Existenzminimum leben: "Es reicht nicht, um etwas auf die Seite zu legen." Für Bushido sei dieser Fakt schwer zu fassen, behauptet er. Der Nachrichtenseite sagt er jetzt:

"Ich habe das jetzt schon länger verfolgt. Ich fand das von Anfang an extrem schade und traurig, wie das generell gelaufen ist. Als Höhepunkt habe ich nachträglich gelesen, dass mittlerweile auch die Mama gestorben ist und das wir momentan hier über einen Sachverhalt sprechen, dass es nicht möglich ist, eine Beerdigung zu bezahlen. Das geht ja überhaupt gar nicht. Das hat mich so sehr berührt, dass ich den Kontakt gesucht habe. Ich möchte der Familie unter die Arme greifen. Das Schicksal hat sie schon schlimm genug getroffen und jetzt auch noch das mit der Mutter, dass die Beerdigung nicht gezahlt werden kann. Sowas sollte eigentlich nicht passieren."

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Bushido: Der Rapper macht klar, dass er dem mutmaßlichem Opfer helfen will. Bild: Instagram/ Bushido

Dann erzählt der 41-Jährige, dass seine Mutter und sein Vater an Krebs verstorben seien und er seine beiden Elternteile zu Grabe tragen musste. Er könne sehr gut nachvollziehen, dass das allein schon eine sehr belastende und schwierige Situation sei. Zusätzliche finanzielle Probleme würden dann noch auf den emotionalen Einschnitt zusätzlich einwirken. Bushido erklärt:

"Ich möchte sehr gerne finanziell dafür sorgen, dass zumindest die Beerdigung bezahlt werden kann und ich würde gerne auch darüber hinaus einen Betrag an das Ehepaar spenden, sodass sie sich eine kleine Auszeit gönnen können."

Bushido spricht über das Verhältnis zu Loredana

Auf die Frage, ob eine Verurteilung das eigentlich gute Verhältnis zu Loredana belasten würde, kommentiert der "Ronin"-Interpret folgendermaßen: "Das ist nicht meine Aufgabe. Gott sei Dank muss ich mich diesem Vorwurf selber nicht stellen. Es ist eine Sache, um die sie sich kümmern muss. Sollte es zu einer definitiv bestätigten Schuld kommen, würde das natürlich auf eine Freundschaft belastend einwirken, weil ich sage mal so: Das ist nichts, worauf man stolz sein könnte." Und weiter:

"Stand heute geht es mir nur darum, dass die Dame ihre Mutter zu Grabe tragen kann und das dort finanziell alles abgesichert ist. Mehr interessiert mich auch überhaupt gar nicht."

Doch es ist durchaus davon auszugehen, dass Loredana nicht gerade begeistert von Bushidos Aktion sein könnte. Doch auch das sei ihm relativ egal, so der Berliner weiter: "Wenn sie davon mitbekäme und das irgendwie negativ auffassen sollte, dann ist es ihr gutes Recht, ihre Meinung. Wir können alle unsere Meinung hier haben. Das ist ja ein schöner Vorteil in einer freien Gesellschaft. Sie kann natürlich beleidigt sein oder was auch immer, oder pikiert sein, das würde mich nicht interessieren." Und weiter: "Ich will kein Benzin ins Feuer kippen, aber auf die Idee hätte sie selber kommen können. Unabhängig davon, ob sie schuldig oder nicht schuldig ist, das ist nur eine menschliche Frage."

Zum Ende des Gesprächs stellt Bushido klar: "Gerade, wenn man selbst mit der Sache zu tun hat, hätte man als gutes Beispiel oder aus gutem Willen zeigen können, weißt du was, ich habe die Möglichkeit, ich bin mir vielleicht gar keiner Schuld bewusst, vielleicht bin ich auch wirklich unschuldig, aber es ändert ja nichts daran, dass man dem Menschen trotzdem helfen kann." Aber auch dies sei Loredanas eigene Entscheidung, dafür wolle er sie nicht verurteilen. Das müsse sie mit sich selbst ausmachen. "Ich denke mal, das ist so eine Karma-Frage. Die Antwort kann nur sie selbst geben", meint er.

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Jeder bekommt, was er verdient.

Ein Beitrag geteilt von Bushido (@bush1do) am

Auf Instagram teilt Bushido übrigens im Anschluss an das Interview ein Bild von sich. Darunter schreibt er: "Jeder bekommt, was er verdient." Auch wenn die Kommentare sich unter dem Beitrag überwiegend um Loredana drehen und der Rapper für sein Verhalten gefeiert wird, hat sie dennoch den Beitrag gelikt. Ob die 24-Jährige bis dahin überhaupt von Bushidos Aktion erfahren hat, ist nicht bekannt.

(iger)

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