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Loredana: Die Rapperin hat sich nach längerer Zeit bei ihren Fans wieder zu Wort gemeldet. Bild: Instagram/ Loredana

Loredana feiert Comeback – doch kassiert von Fans Shitstorm

Nach Betrugs-Vorwürfen und viel Gegenwind, den sie im Zuge dessen von vielen Followern kassierte, hatte sich Loredana zurückgezogen. Sie löschte plötzlich und ohne Vorankündigung ihren Instagram-Account. Die erfolgreiche Rapperin war zuvor im Netz stark angefeindet worden, sogar der Hashtag "BoycottLoredana" trendete auf Twitter.

Der Grund: Es sei nicht mehr moralisch vertretbar, Loredana zu unterstützen, weil ihr vorgeworfen wird, ein Ehepaar mittleren Alters um viel Geld betrogen zu haben. Viele Nutzer machten ihrem Ärger damals Luft und prangerten die 25-Jährige an.

Jetzt gibt es allerdings eine große Überraschung, denn Loredana hat sich auf Instagram mit einer großen Ankündigung zurückgemeldet – neuer Look inklusive. Schwarze Haare statt blonder Mähne.

Dort schreibt sie: "Ich wollte was sagen, aber durfte nichts erzählen. Dieser Satz ist nicht nur eine Line, sondern die Beschreibung meines Lebens in den letzten 18 Monaten. Hört euch die Musik an und ihr werdet meine Geschichte verstehen." Dazu stellte sie einen Ausschnitt aus dem Intro für ihr neues Album "Medusa". Die Ankündigung auf ihrer Seite sorgt bei den Fans allerdings erneut für mächtig Ärger und der Aufruf zum Boykott reißt nicht ab.

Das hat Loredana ihren Fans zu sagen

Am 11. Dezember soll das neue Album von Loredana erscheinen. Unter der Seite "Modus Mio" ließ die Rapperin die Ankündigung veröffentlichen. Dort steht: "King Lori ist back und verteidigt ihren Thron."Auf dem Album sollen offene Fragen geklärt werden. Die Fans hätten an Loredana einige, die meisten drehen sich dabei rund um das Betrugsverfahren gegen die Musikerin. In dem Intro heißt es:

"Schon wieder suchen sie einen Grund. Doch so schnell kriegen sie mich nicht kaputt. Die ganze Welt ist gegen mich. So viele Schlangen, doch ich habe das Gegengift. Ich wollte was sagen, aber durfte nichts erzählen. Wie sie mich haben wollen, bin ich nicht. Keiner kennt mein Inneres. Ich mach was ich will, denn sie wollen mich eh nicht verstehen."

Die Negativ-Kommentare reißen derweil nicht ab. Auf Instagram schreibt ein Follower: "Man kennt schon die Beschreibung deines Lebens – Ich ziehe Rentner ab." Mehr als 7.000 Menschen haben die Meinung gelikt. Immer wieder wird der Hashtag "BoycottLoredana" verwendet. Ein weiterer Abonnent sagt: "Gib den Leuten das Geld zurück, sowas macht man nicht." Zudem meint ein anderer Nutzer: "Wie sie dachte, wir vergessen alles, nur, weil sie ein paar Tage ihren Account gelöscht hatte."

Auch auf Twitter äußern die User ihren Unmut:

Auf ihrem Instagram-Account hat Loredana trotz der Vorwürfe noch 2,8 Millionen Abonnenten, auch wenn ihr in den vergangenen Wochen Tausende entfolgt sind. Nach ihrem Comeback fällt auf, dass die Rapperin über 340 Menschen entfolgt ist und nur noch das Profil ihrer Tochter Hana abonniert hat. Auch hat sie alle Bilder gelöscht und lediglich Promo-Aufnahmen stehen gelassen.

Das wird Loredana vorgeworfen

Im Mai 2019 wurde Loredana in Luzern verhaftet. Der Grund: Sie soll ein Ehepaar um viel Geld betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet. Petra Z., das mutmaßliche Opfer, lernte demnach den Bruder von Loredana im Internet kennen. Er erzählte ihr von seiner angeblich kranken Mutter, die eine Spenderniere bräuchte. Nach und nach habe sie ihm Geld für eine angebliche Operation gegeben. Als sie das Gefühl bekam, dass etwas nicht stimmte, suchte Petra Z. die Polizei auf, doch die sprach von Selbstverschulden.

2017 soll sich eine "Anna Landmann" bei ihr gemeldet haben, die sich als Anwältin ausgab. Dahinter soll Loredana gesteckt haben, die das Paar weiter um Geld betrogen haben soll, so der Vorwurf. Loredana sagte auf einer Pressekonferenz dazu: "Das Geld wurde freiwillig übergeben." Nach all den schweren Vorwürfen gilt immer noch die Unschuldsvermutung gegen Loredana. Ein Urteil wurde bisher nicht gefällt.

(iger)

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