Hanna Sökeland ist die "Princess Charming" 2022.
Hanna Sökeland ist die "Princess Charming" 2022.bild: rtl

"Princess Charming"-Star setzt Zeichen: Erste lesbische Frau auf "Playboy"-Cover

10.08.2022, 10:43

Als zweite "Princess Charming" überhaupt suchte Hanna Sökeland in den vergangenen Wochen ihre große Liebe im TV. In der gleichnamigen Dating-Show auf RTL+ kämpften 19 queere Frauen um das Herz der 28-Jährigen. Eine Entscheidung hat die Bauleiterin mittlerweile getroffen – aufhören, sich für lesbische Sichtbarkeit einzusetzen, möchte die "Princess" deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil: Als erste lesbische Frau in 50 Jahren Blattgeschichte ziert die TV-Bekanntheit nun das Cover des "Playboy".

Ein Zeichen für Gleichberechtigung

"Warum soll ich als lesbische Frau nicht auf dem 'Playboy'-Titel sein?", fragt Hanna Sökeland gegenüber "Bild". Für die Hannoveranerin ist die Coverstory ein echter Durchbruch: "Ich möchte damit auch ein Zeichen für Gleichberechtigung und mehr Diversität setzen." Ganze fünf Jahrzehnte hat es schließlich gedauert, bis es so weit war.

Die Halbbrasilianerin gibt zu, den Playboy immer sehr ansprechend gefunden zu haben. Dass es sich trotzdem bei dem Cover erst um das zweite Foto-Shooting im Leben der 28-Jährigen handelt, fällt dabei gar nicht auf. Sie selbst fühlte sich bei der Entstehung der Fotos anscheinend sehr wohl. Die Erfahrung empfiehlt sie sogar weiter:

"Ich wünsche mir, dass mehr Frauen ein Nackt-Shooting machen."

Nackt-Shooting um sich selbst besser kennen zu lernen

Das intime Shooting hat aus Hannas Sicht viele Vorteile: "Man arbeitet viel mit sich und seinem Körper, ist viel mehr man selbst – und wenn man dann sieht, wie schön das Ergebnis ist, ist das ein unglaubliches Gefühl. Ich glaube, das trägt viel zum Selbstbewusstsein und Wohlbefinden bei." Für die Nachfolgerin von "Princess" Irina Schlauch war die Fotoreihe anscheinend ein durchweg positives Erlebnis.

Nicht immer ging sie so mit ihrer Weiblichkeit um. Erst spät entdeckte sie ihre feminine Seite. "Als meine jüngeren Schwestern angefangen haben, sich zu schminken, fand ich das irgendwie schön und wollte das auch machen. Heute mag ich beide Seiten total gerne an mir und wollte die neu entdeckte möglichst weit ausreizen." Vorher habe sie eher maskulin gewirkt, verrät sie.

Hanna kämpft für Gleichberechtigung

Auch über negative Erfahrungen, die sie als lesbisch lebende Frau machen muss, spricht die gebürtige Dortmunderin im Interview mit "Playboy". "In meinem Leben bin ich oft in die Situation gekommen, dass meine Beziehung nicht akzeptiert und ernst genommen wurde. Wenn ich mit meiner Freundin zum Beispiel in einem Club feiern war und wir uns geküsst haben, kamen Sprüche von Männern wie: 'Kann ich mitmachen?' Das würden sie niemals bei einer Frau machen, wenn der Freund daneben steht. Es ist schwierig, damit umzugehen. Denn egal, was man dann sagt oder macht, es ändert sich nicht viel. Man kommt leider immer wieder in die Situation", erzählt sie frustriert.

Viel Aufmerksamkeit nur für die sexuelle Orientierung unterstützt Hanna Sökeland nicht. Sie wünscht sich, "dass man gar nicht mehr darüber sprechen muss, was für eine sexuelle Orientierung man hat, sondern dass es einfach akzeptiert wird. Auch, dass viel Wert auf Labels gelegt wird, stört die "Princess Charming":

"Ich bin lesbisch, und das ist dann gefühlt das Einzige, was mich definiert. Dabei gibt es in mir drin zigtausend Eigenschaften, die mich und meine Persönlichkeit ausmachen. Meine Sexualität ist nur ein Teil davon."

Intime Einblicke in der September-Ausgabe

Bei "Princess Charming" geht es weniger um Nacktheit als um wahre Gefühle. Deshalb zeigt Hanna Sökelands auf den freizügigen Bildern auch deutlich mehr Haut, als noch zuvor. Zum Vorschein kommt ein Tattoo auf dem unteren Bauch der "Princess". Darauf angesprochen verrät sie, sich die Körperkunst mit 18 Jahren stechen gelassen zu haben. "Das Tattoo und auch den Song ('We found love' von Rihanna) verbinde ich mit meiner damaligen Freundin und der Zeit, die wir zusammen erlebt haben."

Es ist nicht das einzige Tattoo, welches die Hannoveranerin auf ihrem Körper trägt. "All meine Tätowierungen haben eine Geschichte und ich verbinde mit ihnen Momente in meinem Leben, aus denen ich viel gelernt habe. Zu jedem Tattoo gehören besondere Menschen, die mir wichtig sind."

(ckh)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wirbel um Memoiren und Doku: Prinz Harry und Herzogin Meghan unter Druck

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben sich eigentlich viel vorgenommen. Auch wenn sie sich aus dem royalen Leben zurückgezogen haben und in den USA leben, die britische Königsfamilie bleibt präsent. Sie haben eine Netflix-Doku geplant, Prinz Harry hat noch für dieses Jahr seine Memoiren angekündigt. Doch so richtig rund scheint es mit den Projekten der Sussexes nicht zu laufen.

Zur Story