Unterhaltung
Neu bei Amazon Prime:

Horror bei Amazon: "Das Waisenhaus" von Juan Antonio Bayona. Bild: Senator/Central

Neu bei Amazon Prime: Dieses Horror-Highlight hat eines der härtesten Film-Enden

Ein guter Horrorfilm muss nicht unbedingt von Blut und Gewalt leben. "Das Waisenhaus" von Regisseur Juan Antonio Bayona ist dafür ein großartiges Beispiel und überhaupt ein sehr reifer Vertreter seines Genres. Amazon Prime hat den Streifen diese Woche neu in sein Programm aufgenommen.

"Das Waisenhaus" beschwört einerseits klassischen Grusel, überzeugt aber durchaus auch als radikales Drama in Form eines Mutter-Sohn-Konflikts. Mysterien werden etabliert, aber nicht zwangsläufig auch aufgelöst. Zu einfache Antworten gibt es keine. Auch das ist eine der großen Qualitäten des Films.

Neuzugang bei Amazon Prime: Darum geht es in "Das Waisenhaus"

Die 37-jährige Laura erwirbt im Film das Waisenhaus, in dem sie einst selber aufwuchs. Sie und ihr Mann Carlos haben Simón adoptiert, der Siebenjährige weiß von seiner Adoption aber genauso wenig wie von seiner Infektion mit HIV.

Ein emotionaler Horrorfilm:

"Das Waisenhaus" war der Durchbruch für seinen Regisseur. Bild: Senator/Central

In dem alten Gebäude eignet sich Simón eine Gruppe von imaginären Freunde an und irgendwann verschwindet der Junge schließlich spurlos. Nun wird Laura mit Geheimnissen aus früheren Tagen konfrontiert, während sie die Suche nach ihrem Sohn nicht aufgibt, obwohl es sie zur Verzweiflung treibt.

"Das Waisenhaus": Dieses Horror-Ende hat es in sich

Bereits durch sein gruseliges Setting – eine rustikale Villa, die lange unbewohnt war – setzt der Film immer wieder Glanzpunkte. Treppen und Türen scheinen eine eigene Geschichte zu erzählen, wo Tote keine Ruhe finden. Die behutsame Inszenierung verzichtet auf Jumpscares und entfaltet stattdessen einen subtilen Schrecken. Hervorzuheben ist dabei neben der Kameraarbeit das effektive Sound-Design, welches punktuell ins Mark trifft.

Oft kritisch betrachtet wird in Filmen der Einsatz so genannter Twists, die die bisherigen Annahmen und Erwartungen des Zuschauers schlagartig über den Haufen werfen. Mit einer ziemlich radikalen Wendung beziehungsweise Enthüllung wartet auch das Ende von "Das Waisenhaus" auf. Allerdings wirkt diese so gar nicht übers Knie gebrochen, sondern führt sogar in die Tiefe.

"Das Waisenhaus" bietet sanften Grusel und noch mehr Gefühl. Bild: Senator/Central

Details zum Schluss sollen hier natürlich nicht gespoilert werden, doch so viel sei verraten: Vergangenheit und Gegenwart prallen schicksalhaft aufeinander, bevor die Geister endlich ihren Frieden finden. Gerade mal eine blutige Szene ist in "Das Waisenhaus" zu finden, emotional wirkt der Film dafür aber umso stärker und beschäftigt über Tage hinweg.

Das Horror-Drama bedeutete 2007 für Regisseur Bayona übrigens den internationalen Durchbruch. Mittlerweile ist der Spanier in der Welt der großen Blockbuster angekommen: 2018 inszenierte er das Dino-Abenteuer "Jurassic World: Das gefallene Königreich".

(ju)

Netflix kann Leonardo DiCaprio für sich gewinnen – in einem für ihn ungewohnten Genre

Netflix wird für das Kino zu einer immer größeren Konkurrenz – auch deshalb, weil der Streaming-Dienst zusehends klassische Filmstars für sich gewinnen kann. Aktuell steht niemand Geringeres als Leonardo DiCaprio für die Komödie "Don't Look Up" vor der Kamera, die 2021 bei dem Streaming-Anbieter erscheinen soll.

Vom Set kursiert nun ein Bild im Internet, dass den "Once Upon a Time in Hollywood"-Star ganz verändert zeigt – mit Bart und Brille.

Auffällig sind bei den neuesten Aufnahmen die …

Artikel lesen
Link zum Artikel