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"Höhle der Löwen": Ex-Chef erhebt schwere Vorwürfe gegen Gründerin

"WeeDo" heißt die Marke für Kinder-Winteranzüge von Antje Riesau. Die 38-jährige Schneiderin schnappte sich am Dienstag einen 100.000 Euro Deal in der "Höhle der Löwen". Die Idee sei jedoch geklaut, klagt nun ihr Ex-Chef.
01.11.2019, 13:3201.11.2019, 13:48

Eins steht fest, die Schneeanzüge von Antje Riesau lassen sich mit normalen, eher formlosen Kinder-Schneeanzügen wirklich nicht vergleichen. Das Design, das die Gründerin am vergangenen Dienstag in der "Höhle der Löwen" vorstellte, erinnert an grüne Schildkröten, rosa Einhörner und kleine Löwen.

Jetzt meldet sich aber der ehemalige Chef von Gründerin Risau. Der meint, die Idee zu den Tier-Schneeanzügen stamme eigentlich von ihm. Er habe sich vor zwei Jahren ebenfalls bei der "Höhle der Löwen" beworben, aber erfolglos.

Dabei betonte Antje Risau in der Show am Dienstag noch, ihr Produkt sei komplett neu und einzigartig auf dem Weltmarkt.

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In der "Bild" sagt ihr ehemaliger Chef Mirko Lippold nun:

"2015 kam ich im Skiurlaub mit meinem besten Freund auf die Idee. Daraufhin habe ich mein Unternehmen ,Flashy Stars‘ gegründet. Frau Risau habe ich nach drei Monaten als freiberufliche Designerin eingestellt. Sie hat meine Ideen der kreativen Skianzüge mit umgesetzt."
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Der Gründer von Flashy Stars behauptete nicht nur das. Außerdem meinte er, Risau hätte ihm, nachdem sie seine Firma 2017 verlassen hatte, die chinesischen Produktionskontakte stibitzt.

Der Vergleich zwischen dem "Höhle der Löwen"-Produkt und dem des Ex-Chefs

Auch, wenn Risau seine Firma verlassen hat: Mit Flashy Stars bietet Lippold ebenfalls Schneeanzüge an. Schaut man sich diese Modelle an, fällt auf: Eine Ähnlichkeit ist definitiv vorhanden. Der Look, den er auf seiner Seite Flashy Stars präsentiert, erinnert schon sehr an den von Antje Risaus Anzügen. Allerdings kann man auf ihrem Shop zwischen neun unterschiedlichen Tier-Anzügen auswählen – bei Lippold nur zwischen dreien (Dino, Erdbeere, Biene). Der Stil, in dem Risaus Produkte präsentiert werden, wirkt außerdem etwas moderner.

Der Ideenklau hat bis jetzt keine Folgen. Risaus Geschäftspartner Georg Kofler ließ den gemeinsamen Deal nicht platzen. Der Investor hatte am Dienstag für 100.000 Euro 30 Prozent Anteile an der Firma WeeDo gekauft.

Die Gründerin verteidigt sich gegen die Vorwürfe. Risau sagte zur "Bild", dass sie bei sämtlichen Produkten über die betreffenden Marken- und Design-Schutzrechte verfüge."Das ist die Wahrheit."

Kofler meinte außerdem:

"Wir prüfen nach jedem Handschlag in der Sendung, u.a. ob rechtlich alles so ist, wie von den Gründern in der Show berichtet. Auf dieser Grundlage haben wir unsere Zusammenarbeit mit der Firma ‚WeeDo funwear GmbH‘ bestätigt."
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(joey)

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