MAINZ, GERMANY - MAY 11: The headquaters of the TV stadion ZDF pictured on May 11, 2014 in Mainz, Germany. (Photo by Thomas Lohnes/Getty Images)
Der ZDF-Fernsehrat verwirrte mit Tweets der besonderen Art. Bild: Getty Images Europe / Thomas Lohnes
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ZDF-Fernsehrat reagiert nach Twitter-Blamage – doch das kommt nicht bei allen gut an

05.04.2022, 14:0305.04.2022, 14:55
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Der ZDF-Fernsehrat sorgte am Wochenende für einige Lacher und Irritationen. Auf dem offiziellen Twitter-Profil des TV-Gremiums wurden ein paar sehr spezielle Botschaften veröffentlicht – in einem Tonfall, der den Öffentlich-Rechtlichen ganz und gar nicht ähnlich sieht. Hinterher gab der Fernsehrat, nun wieder ganz seriös, eine Erklärung ab. Doch was war passiert?

Unangenehme Twitter-Eskapaden beim ZDF-Fernsehrat

Es startete mit einer Antwort auf einen Tweet des Pianisten Igor Levit. Der hatte ein Foto von seinem Klavier gepostet und seine Follower gefragt, ob sie erraten können, woran er gerade arbeite. Eine Flasche Bier der Welde-Brauerei stand auf dem Klavierhocker. Da hatte der nächtliche Betreuer des ZDF-Fernsehrat-Accounts doch direkt eine Idee: Um 0.43 Uhr schrieb er etwas von "anal intruding bei der Arbeit".

Der Pianist konterte um 1.21 Uhr mit den Worten "Ihr sollt nicht so viel Alkohol trinken!", worauf der ZDF-Fernsehrat sich nur mit einer Gegenfrage erklären konnte: "Auch nicht, um arbeitsfähig zu bleiben? Machst du doch auch!". Gleich darauf folgte ein Zwinkersmiley mit ausgestreckter Zunge.

Der ungewöhnliche Kommentar des Fernsehrat-Accounts blieb trotz der Uhrzeit natürlich auch von anderen nicht unbemerkt – ein User namens @täglich_bro kommentierte darunter "Schwierig zu sagen, ob vom falschen Account getwittert oder ob tatsächlich ein Statement des ZDF-Fernsehrats. Beides durchaus plausibel".

Aber auch das brachte den Menschen am Twitteracount des Fernsehrats noch nicht wieder zur Vernunft – er twitterte augenscheinlich gut gelaunt weiter: "Also eins ist ja mal klar: Der Fernsehrat ist so breit und bunt wie unsere Gesellschaft! (Na ok, im Moment ist er vor allem breit)."

ZDF entschuldigt sich am nächsten Morgen

Am nächsten Morgen kam dann die Ernüchterung: Der ZDF-Fernsehrat entschuldigte sich öffentlich für die Kommentare – in gewohnt seriöser Manier. "In eigener Sache" war der Tweet überschrieben: Es sei "in einer Weise kommuniziert" worden, die "den Aufgaben, dem Selbstverständnis und den Gepflogenheiten des Gremiums in keiner Weise gerecht wird", heißt es in der Stellungnahme. Es sei außerdem sichergestellt worden, dass so etwas nicht wieder vorkomme.

Die Information, wer letzten Endes für die nicht "nüchtern-wertschätzende Kommunikation" verantwortlich war, blieb allerdings aus.

ZDF-Entschuldigung kommt nicht bei allen gut an

Doch auch die Entschuldigung kam bei den knapp über 2000 Followern des Accounts nicht so gut an. Viel mehr wurde kritisiert, dass für solche Mitarbeiter GEZ-Gelder "verschwendet" würden. Ein anderer User schrieb wiederum: "Ich glaube nicht, dass es sich bei den Tweets um einen Ausfall handelte. Vielmehr spiegelt das Verhalten exakt die Kultur in den Strukturen des ÖRR wider, welche seit langer Zeit immer wieder offenkundig zu Recht kritisiert wird. In diesem System stimmt Grundsätzliches nicht."

Andere wiederum fanden die ungewöhnliche Kommunikation des Fernsehrats sehr amüsant und betonten, dass es sich hierbei schließlich nur um Twitter handelte und dafür "nicht gleich Köpfe rollen müssen".

Wer auch immer dafür verantwortlich war, hat zumindest dafür gesorgt, dass der Twitter-Account des Fernsehrats auch mal etwas öffentliche Aufmerksamkeit genießen kann – wenn auch nicht ganz freiwillig.

(crl/jab)

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