Günther Jauch musste zusehen, wie seine Kandat:innen teils sehr unglücklich agierten.
Günther Jauch musste zusehen, wie seine Kandat:innen teils sehr unglücklich agierten.bild: RTL / Stefan Gregorowius

"Wer wird Millionär?": Kandidat erlebt massiven Absturz – Fan-Kritik gegen Jauch

02.09.2022, 17:54

Diese Ausgabe von "Wer wird Millionär?" hat die Kandidat:innen unterschiedlich glücklich gemacht. Gleich zwei Teilnehmende gingen statt der erhofften Million mit einem eher kleinen Gewinn nach Hause. Mit ihrem Verlust gingen sie ganz abweichend voneinander um.

50-Euro-Frage wird zur Herausforderung

Für Steffi Heidel aus Altenbach war bereits die Einstiegsfrage für 50 Euro eine kleine Herausforderung. "Je nach Zusammenhang sagt man schon mal 'aufstöbern' oder 'entdecken'…?"

  • A. Pas "sieren"
  • B. statt "finden"
  • C. ge "schehen"
  • D. vor "kommen"

Die Sachbearbeiterin bei der Feuerwehr tippte zunächst auf D, hatte aber die Frage ganz offensichtlich überhaupt nicht verstanden. Günther Jauch nahm sich ein paar Minuten Zeit, um die richtige Antwort gemeinsam mit ihr zu finden, wie es schon immer bei den ersten Fragen zum Warmwerden der Fall ist.

Steffi Heidel geriet bei der 50-Euro-Frage ins Straucheln.
Steffi Heidel geriet bei der 50-Euro-Frage ins Straucheln.Bild: RTL / Stefan Gregorowius

"Blitzmerker", würden seine Kinder ihn zuhause nennen, wenn ihm erst nach einiger Zeit die Lösung in den Sinn kommen würde, verriet Jauch, während es Heidel sichtbar unangenehm war, so lange auf dem Schlauch gestanden zu haben. Bis zu 500-Euro-Frage antwortete sie deswegen nur noch einsilbig mit den richtigen Lösungsbuchstaben.

Engagiert in der Feuerwehr

"Sie reden mit mir nur noch in diesen Buchstaben, ja?", feixte Jauch deswegen und die Altenburgerin beeilte sich zu erklären, dass sie ja nur Zeit aufholen wolle, die das Finden der ersten richtigen Antwort gedauert hätte. Im Gespräch erzählte Steffi Heidel von ihrem Leben für die Feuerwehr. Ihr hätte man den großen Gewinn gewünscht, aber leider war bereits bei der 4.000-Euro-Frage Schluss.

Das "WWM"-Publikum liefert die falsche Antwort

"Wannabe" sagen 1996 Posh Spice, Ginger Spice, Baby Spice, Sporty Spice und...

  • A. Glamour Spice
  • B. Sugar Spice
  • C. Scary Spice
  • D. Brown Spice

Die Altenburgerin hatte keine Idee, obwohl sie zugab, dass die Frage genau ihrer Altersklasse entspräche. Sie befragte das Publikum. Und das stimmte mit 11 Prozent für Antwort A, mit der knappen Mehrheit von 51 Prozent für Antwort B und mit 32 Prozent für die richtige Antwort C. Für Antwort D drückten noch 6 Prozent der Anwesenden. So ein uneinheitliches Bild gibt es bei "Wer wird Millionär?" selten und in aller Regel verhilft die Schwarmintelligenz auch zur richtigen Lösung. Hier aber nicht.

Steffi Heidel schloss sich der Mehrheit an und loggte Antwort B ein. Sie fiel auf 500 Euro zurück und zeigte dennoch wahre Größe. Sie sei, sagte sie, "nicht böse" auf das Publikum, sondern freue sich, dass sie 500 Euro gewonnen hatte. Sie würde eine Woche Urlaub in Köln machen, eben für die Aufzeichnung der Sendung, und mit dem Gewinn sei das Hotel bezahlt, alles sei gut. So viel Lebensfreude und Größe zu sehen, tut auch mal gut.

"Verlieren ist nicht meine allergrößte Stärke"

Ganz anders verhielt sich Kandidat Dustin Rypa. Der 24- Jährige aus Hamburg gab zu, nicht gut verlieren zu können, es sei nicht seine "allergrößte Stärke", und das sollte sich an diesem Abend auch bewahrheiten. Er spielte mit vier Jokern, die er aber eigentlich gern unangetastet lassen wollte. Stattdessen wünschte er sich für den Abend "betreutes Gewinnen" mit viel Hilfe von Günther Jauch. Der Moderator verwies dann aber auf die Joker. Bei der 4.000-Euro-Frage kam der erste zum Einsatz, auch hier war das Publikum uneins, was die richtige Lösung sein könnte.

"WWM"-Publikum ist unentschieden

Wer sich stundenlanges Einweichen sparen möchte, verwendet für entsprechende Eintöpfe einfach so genannte...

  • A. Schälerbsen
  • B. Pellkartoffeln
  • C. Brechbohnen
  • D. Steckrüben

Rypa wollte zunächst ohne Rückversicherung B einloggen, entschied sich dann aber für den Publikumsjoker. Das Publikum hielt zu 77 Prozent Antwort A für die richtige, zu 5 Prozent Antwort B und zu 18 Prozent Antwort C. Die Schälerbsen, die der Data-Science-Manager schließlich wählte, waren die richtige Antwort. Bei der 8.000-Euro-Frage, einer nach Musik- bzw. Englischkenntnissen, brauchte Dustin Rypa wieder Hilfe, schloss aber aus, dass seine Telefonjoker hier hilfreich sein könnten.

Denn der, der für die Musikfragen zuständig sei, der kenne sich nur mit klassischer Musik aus, mit "alles vor 2000". Scary Spice und ihre Kolleginnen wurden vermutlich noch nie vorher als Klassiker in diesem Wortsinne beschrieben. Die Frage: "Welche Musikrichtung ist ihrer Wortbedeutung nach nichts als 'Dreck'?" gab er an seinen Zusatzjoker weiter. Die Antwortmöglichkeiten waren: A. Rap, B. Grunge, C. Ska, D. Blues

Entweder sofort bei Jauch in der Sendung... oder nach jahrelanger Wartezeit

Die Kandidatin aus dem Publikum freute sich. Seit fünf Jahren, erzählte sie, hatte sie auf Karten für die Show gewartet. Das veranlasste Günther Jauch zu einer spontanen Umfrage, wie oft sich die anwesenden Quizkandidaten und Kandidatinnen denn schon beworben hätten. Abgesehen von Rypa hatten sich alle nur einmal beworben und waren sofort genommen worden. Der Hamburger aber probierte sechs Jahre lang, den "Wer wird Millionär?"-Stuhl zu erobern. Der Zusatzjoker war sich "nicht zu 100 Prozent", aber "99 Prozent" sicher, dass Antwort B richtig ist und genau so war es dann auch.

Jara Uloth, Steffi Heidel und Dustin Rypa waren die Kandidat:innen des Abends.
Jara Uloth, Steffi Heidel und Dustin Rypa waren die Kandidat:innen des Abends.Bild: RTL+, Stefan Gregorowius

Kandidat bei "Wer wird Millionär?" ist fassungslos

An der 16.000-Euro-Frage scheiterte Rypa dann: Ist innerhalb des großen Areals des Wiener Praters speziell der Vergnügungspark gemeint, so spricht man vom...?

  • A. Wurstlprater
  • B. Zuckerlprater
  • C. Brezelprater
  • D.Strudelprater

Der Hamburger war ratlos, setzte aber den 50:50-Joker ein. Übrig blieben die Antworten A und B und er loggte B ein. Falsch, denn das Areal wird als Wurstlparter bezeichnet. Die Fassungslosigkeit über den Sturz von beinahe 16.000 auf 500 Euro war Dustin Rypa deutlich anzusehen.

Günther Jauch versuchte die Situation zu retten, redete ihm gut zu, dass er sich doch gut geschlagen hätte. Dennoch wurde der Moderator im Netz von einem Fan für "unempathisch" befunden. Rypa schien das alles ohnehin nicht mehr zu hören, betroffen räumte er das Feld und machte Platz für Fabienne Marco, die witzelte, dass der Kandidatenverschleiß von Günther Jauch an diesem Abend doch beachtlich gewesen sei. "Gottes großer Zoo" sei in dieser Sendung vorübergezogen, konterte Jauch. Schauen wir, was der nächste Woche bei "Wer wird Millionär?" zu bieten hat.

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