Für Tim Mälzer lief es in der Jubiläumsfolge einfach nicht rund.
Für Tim Mälzer lief es in der Jubiläumsfolge einfach nicht rund.Bild: Vox

"Extrem ekelhaft": Mälzer unterläuft Pannen-Serie bei "Kitchen Impossible"-Jubiläum

14.02.2022, 11:33
Charlotte Zink
Charlotte Zink
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"Es wär' schon blöd, wenn ich in der 50. Sendung verlieren würde." Mit dieser Einstellung stellte sich Tim Mälzer am Sonntagabend einmal mehr der Küchen-Challenge "Kitchen Impossible". In der Jubiläumsfolge kochte er dabei gegen Spitzenköchin Haya Molcho, die 2020 schon einmal gegen ihn angetreten war. Damals hatte Mälzer das Duell für sich entschieden. Ausgerechnet in seiner 50. Jubiläumsfolge wollte ihm das jedoch nicht gelingen. Mälzer verließ das Feld als Verlierer – und das mit 12,2 zu 13,4 Punkten nicht einmal knapp. Schuld waren Molchos großes Kochgeschick und ihre clever-ausgewählten Aufgaben. Für die ging es in einem Fall nicht einmal in ein Restaurant.

Molcho zückt Geheimwaffe

Direkt für die erste Challenge wartete Molcho mit einer "Geheimwaffe" auf, zu der wohl nur eine Köchin greifen kann. Anstatt in einen Sterne-Tempel schickte die gebürtige Israelitin Mälzer zu ihrem besten Freund Andreas nach Oberösterreich. Der Kosmopolit servierte dem TV-Koch in seinem Heim ein orientalisches Schmorgericht mit Beilagen. Wie es zubereitet werde, habe ihm eine Jeminitin auf einer seiner Reisen beigebracht, erklärte Andreas dazu. "Das Gulasch ist sensationell", befand Mälzer begeistert. Der Schwierigkeitsgrad sei jedoch "sehr, sehr hoch". Den Grund dafür erklärte der Profi auch:

"Schmorgerichte sind Herzensgerichte. Das ist so ein Gericht, was ein Koch nicht kochen kann."
Wegen Molchos Geheimwaffe wird es für Mälzer schwierig.
Wegen Molchos Geheimwaffe wird es für Mälzer schwierig.Bild: Vox

Profi Molcho weiß das natürlich und hatte wohl auch deswegen genau diese Wahl getroffen. Im Rückblick beobachtete sie Mälzers Versuch mit freundschaftlichem Wohlwollen. So kommentierte sie freundlich, als Mälzer eine an sich völlig rezeptfremde Banane in eine der Beilagensoßen pürierte: "Eigentlich genial." Mälzers eigenes Urteil über seine Version des Original-Gerichts klang am Ende so: "Nicht so geil wie gestern, aber keine Katastrophe."

Wildes Wasser und dicker Rauch

Weniger optimistische Töne schlug der TV-Koch dann nach seiner zweiten Aufgabe an. Für die sollte er im österreichischen Salzkammergut Räucherforelle mit Beilagen wie frittierter Fischhaut, Sauerampfer-Apfelmus und Rettichschnee zubereiten. Oder wie Mälzer analysierte: Fisch mit grüner Soße, "ominösem Kräcker" und "Rettich mit Gedöns".

Dafür ging es in die Küche von Profi Lukas Nagl. Dort kämpfte Mälzer nicht nur mit den Gerichten, sondern vor allem mit der Technik. Insbesondere der Induktionsherd brachte den TV-Koch zur Weißglut. "Scheiß-Drecks-Ding", fluchte Mälzer und brachte auf ebenjenem einen Soßenansatz aus Alkohol zum Anbrennen. Küchenchef Nagl kommentierte das mit Worten, die man wohl in keiner Küche gerne hört: "Es ist vom Geruch her extrem ekelhaft."

Tim Mälzer war frustriert über seine Panne.
Tim Mälzer war frustriert über seine Panne.Bild: Vox

Gegenwehr bot Mälzer bei der Fischzubereitung jedoch nicht nur der Herd. Auch der Ofen, den er zum Räuchern verwendete, wurde zum Problem. Weil es keine Abzugshaube gab, stand nach kurzer Zeit die ganze Küche in dickem Qualm. Als sich die Luft gelichtet hatte und es endlich ans Anrichten der Speisen ging, fuhr Mälzer dann noch der Wasserhahn in die Parade. Der ging automatisch an, als er ein Blech mit Fischen auf dem Waschbecken abstellte und erleichterte sich über die fertigen Speisen. "Ich hab' heute richtig Scheiße gebaut", so Mälzers kleinlautes Fazit nach seinem Kocheinsatz. Die Testesser quittierten die Bemühung mit 5,5 von 10 Punkten.

Blut und verbrannte Füße

Dicker Qualm spielte am Sonntagabend auch bei Mälzers Aufgabe für Molcho eine Rolle. Sie musste nach Mainz reisen, um dort ein im Huhn gegartes Baby-Huhn auf die Art von Grillmeister Marcel Speidel zuzubereiten. Konkret bedeutete das, dass Molcho im Freien über einer offenen Feuerstelle grillen musste. Dafür durfte sie Speidels selbst entwickelten "BBQ-Dome" nutzen – ein Gerüst, an dem das Grillfleisch an Ketten über dem Feuer baumelte.

Während sie drinnen Beilagen und Soßen zubereitete, brutzelten draußen stundenlang ihre Hühner vor sich hin. Immer wieder musste die Spitzenköchin das Fleisch wenden und die Höhe justieren, in der es über dem Feuer baumelte. Dafür schritt sie ohne mit der Wimper zu zucken einfach in die Feuerstelle. "Das war schon ein bisschen grenzwertig", kommentierte Küchenchef Speidel besorgt. Und schon war es passiert: Molcho waren die Sohlen von ihren Turnschuhen weggebrannt. "Das hat so weh getan", gab sie zu.

Molcho vebrannte sich die Sohlen.
Molcho vebrannte sich die Sohlen.Bild: Vox

Stoppen konnte sie das jedoch nicht. Sie kochte barfuß weiter und stand trotzdem weiter direkt in der Feuerstelle. Zu allem Übel bekam die ebenso sympathische wie ehrgeizige Spitzenköchin dann auch noch Nasenbluten. Einen ansehnlichen Teller brachte sie am Ende dennoch zustande. Auch, wenn darauf nicht alles so gegart war wie es sollte, verlieh ihr die strenge Testesser-Jury immerhin noch 6,2 Punkte.

Auf Schleimspur zum Sieg

Zum Sieg ging es für Molcho dann letztendlich auf einer Schleimspur. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Schwarzwald bei Küchenchef Jörg Sackmann und seinem Team sollte die 66-Jährige Schnecken mit Beilagen zubereiten. Eine Premiere für die Spitzenköchen, die unumwunden zugab:

"Ich hasse es, das zu kochen."

Prompt unterliefen ihr dann auch ein paar Fehler. "Sie hat die Schnecken nicht richtig entschleimt", erkannte Sternekoch Sackmann sofort. Mit Improvisationsgeschick und Durchhaltevermögen brachte Molcho aber dennoch eine gelungene Version der Schnecken-Speise zustande. Die Testesser belohnten das mit 7,2 Punkten – und bescherten ihr damit den Sieg.

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